H-Kennzeichen-Favoriten 2026: Volvo V70, XK8 & Pajero Sport
Die Klasse von 1996 ist reif fürs H-Kennzeichen: Unser Redakteur Johannes Beck erklärt, warum Jaguar XK8, Volvo V70 und Mitsubishi Pajero Sport zu seinen Favoriten für 2026 zählen.
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Johannes Becks Highlights von 1996: Volvo V70, Jaguar XK8 & Mitsubishi Pajero Sport
Das Jahr 2026 steht vor der Tür, und damit ist ein weiterer Automobil-Jahrgang reif fürs H-Kennzeichen. 1996 tat sich durch alle Segmente und Klassen hinweg einiges, sodass beinahe unzählige Modelle und Modellvarianten debütierten. AUTO ZEITUNG Classic Cars Teamleiter Thomas Pfahl, Autor Karsten Rehmann, die Redakteure Johannes Beck und Tim Neumann sowie unser freier Automobil-Journalist Arne Olerth haben jeweils ihre drei Highlights des Jahres 1996 auserkoren und werden in den kommenden Wochen die neuen 30-Jährigen vorstellen.
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Der Porsche Cayenne Electric (2025) im Video:

Der Volvo V70 überzeugt mit fünfzylindriger Vielfältigkeit
Fällt der Begriff Volvo im Zusammenhang mit Kombis, denkt man für die kommenden H-Klassiker unweigerlich an den Volvo V70 der ersten Generation. Kaum ein anderes Modell steht so sehr für die Tugenden der schwedischen Marke: Sicherheit, Understatement und Haltbarkeit. Die erste Generation des V70 gilt als Paradebeispiel jener Ära, in der Vernunft und Technik noch eine ehrliche Allianz eingingen. Unter der Haube arbeiteten ausschließlich Reihenfünfzylinder, die vom milden 2.0 10V mit 126 Sauger-PS (93 kW) bis zum wilden 20V-Turbo im V70 R mit bis zu 250 PS (184 kW) und 2,3 l Hubraum lockten. Wem die Turbo-Technik zu explosiv war, der fand im 2.5 20V mit 170 PS (125 kW) einen kräftigen Begleiter.

Pfennigfuchser fanden im 2,5-l-TDI mit 140 PS (103 kW) aus dem VAG-Regal einen sparsamen Begleiter. Mit einem Verbrauch von rund sieben Litern galt der V70 TDI als Langstrecken-Sparer im Premiumsegment: im damaligen Test der AUTO ZEITUNG fahrdynamischer als der Mercedes E 290 TD und durchzugsstärker als der BMW 525 tds. Der V70 basierte auf dem 850 und kombinierte die bekannt kantige Formensprache mit feinerem Finish. Auch heute noch bietet er im Innenraum das Volvo-typische Sicherheitsgefühl dank solider Materialien und ergonomischer Sitze. Der Laderaum fasst über 1500 l – mehr als mancher Kombi der Neuzeit. Der Skandinavier punktet mit hoher Verarbeitungsqualität, vorbildlicher Crash-Sicherheit und neutral abgestimmtem Fahrwerk. Nur die mäßige Zuladung von 394 kg ist ein kleiner Wermutstropfen. Doch wer den V70 fährt, weiß: Hier zählt nicht das Spektakel, sondern die Substanz.
Hier geht es zu den weiteren H-Kennzeichen-Highlights der Redakteure:
Der Jaguar XK8 füllte große Fußstapfen
Auf den Spuren vergangener Zeiten wandelte Jaguar in den 90ern mit dem neu entwickelten, eleganten Gran Turismo, dem XK8. Mit seinen weichen Linien und dem klaren Verweis auf den E-Type knüpfte er an eine Tradition an, die in Coventry tief verankert war. Der XK8 startete 1996, um den deutlich betagten XJS abzulösen und brachte erstmals den neuen 4,0-l-V8 mit 294 PS (216 kW) an den Start – zwei Jahre später im XKR sogar kompressoraufgeladen mit 363 PS (267 kW).

Die Kombination aus seidig arbeitendem Achtzylinder und Automatik verleiht dem XK nach wie vor jene geschmeidige Souveränität, die britische Gran Turismo seit jeher auszeichnet. Im Innenraum dominieren feines Leder und reichlich Holz – ganz im Stil der Marke. Das Cabriolet verfügt über ein Verdeck, das sich sogar während der Fahrt bedienen lässt, solange die Geschwindigkeit entsprechend niedrig bleibt. Optional unterstützt vom elektronisch geregelten CATS-Fahrwerk, zeigt sich das Fahrwerk sportlich-komfortabel. Heute gilt der XK als moderner Klassiker, der Eleganz, Leistung und Traditionsbewusstsein miteinander verbindet – und in beiden Karosserieformen eine zeitlose Linie bewahrt.
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Zugpferd mit Pepp: Mitsubishi Pajero Sport
Mit dem nahenden H-Kennzeichen rückt als Underdog der Mitsubishi Pajero Sport ins Rampenlicht. Das Modell, das im Ausland als Challenger oder Shogun Sport firmierte, positionierte sich bewusst zwischen reinrassigem Gelände-Pajero und straßenorientiertem SUV. Flacher gebaut und eleganter im Auftritt, bot es im variablen Innenraum überraschend viel Platz für Mensch und Gepäck – ein Konzept, das heute bei SUV nicht mehr unbedingt zum Standard gehört. Technisch setzte Mitsubishi auf robuste Mechanik. In Deutschland startete der Pajero Sport mit einem 3,0-l-V6 mit 177 PS (130 kW), während die japanische Challenger-Version bereits über einen 3,5-l-V6 mit 245 PS (180 kW) verfügte.

Als alternative Option stand seinerzeit ein 2,5-l-Turbodiesel mit 99 PS (73 kW) bereit, dessen 240 Nm besonders beim Ziehen schwerer Anhänger überzeugten. Beide Triebwerke nutzten ein Fünfgang-Schaltgetriebe und lieferten ihre Kraft im Normalbetrieb an die Hinterachse. Allrad und Geländeübersetzung ließen sich manuell zuschalten – ganz klassisch. Mit Anhängelasten bis 2,8 t und Preisen ab 58.500 Mark für den Diesel bot der Pajero Sport damals eine Mischung aus Alltagstauglichkeit und kerniger Geländetechnik. Werte, die ihn heute für das H interessant machen: solide, unaufgeregt und typisch Mitsubishi.

















