Führerschein: Kosten für Fahrschule & Corona-Krise Hier dürfen Fahrschüler wieder zur Prüfung antreten

von Christina Finke 06.05.2020
Inhalt
  1. Führerschein: So setzen sich die Kosten zusammen
  2. Fahrschule: Das kosten die Fahrstunden
  3. Diese Gebühren fallen für die Führerscheinprüfung an
  4. Durch die Führerscheinprüfung gefallen: zusätzliche Kosten
  5. Führerscheinkosten: Angebote mehrerer Fahrschulen vergleichen
  6. So Kosten für den Führerschein einsparen
  7. Corona-Krise: Wann können Fahrschüler wieder zur Führerscheinprüfung antreten?
  8. Führerschein: Das sollten Fahrschüler während der Corona-Krise wissen

Welche Kosten für die Fahrschule anfallen, ist im Vorfeld nur schwerz zu kalkulieren. Außerdem: Diese Regeln gelten für Führerschein-Anwärter während der Corona-Krise!

Welche Kosten für den Erwerb des Führerscheins anfallen, lässt sich vor Beginn der Ausbildung in der Fahrschule nicht exakt berechnen. Denn: Die Grundbedingungen und Preise sind abhängig von Bundesland, Fahrschule, Führerscheinklasse, Region und Talent des jeweiligen Fahrschülers. Nur einige wenige Posten sind genau vorhersehbar. Damit sich Fahrschüler trotzdem einen groben Eindruck verschaffen können, erklärt die AUTO ZEITUNG, wie sich die Kosten für den Führerschein zusammensetzen und ob es Möglichkeiten gibt, Geld einzusparen. Außerdem: Das müssen Fahrschüler wissen, die gerade von der Corona-Krise ausgebremst werden. Mehr zum Thema: Wissen im Führerscheintest prüfen

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Der teuerste Führerschein der Welt (Video):

 
 

Führerschein: So setzen sich die Kosten zusammen

Die Kosten für den Führerschein setzen sich aus zahlreichen Posten zusammen, die zum Großteil abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen sind. Sie variieren je nach Bundesland, Fahrschule und sogar zwischen Großstadt und Land. Zunächst einmal wird von Fahrschulen eine Grundgebühr erhoben, mit der Verwaltung sowie theoretischer Unterricht (12 Doppelstunden á 90 Minuten für Grundstoff, 2 Doppelstunden á 90 Minuten für Zusatzstoff) abgedeckt sind. Auch Kosten für Lernmaterialien wie Online-Zugänge für Führerschein-Apps, Bücher oder Online-Medien sollten Fahrschüler einkalkulieren. Außerdem fallen Ausgaben für einen Erste-Hilfe-Kurs (Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort) und Passbilder an, die abhängig vom jeweiligen Anbieter sind. Auch die Verwaltungsgebühren der Straßenverkehrsbehörde für den Führerscheinantrag können je nach Bundesland und Führerscheinklasse variieren. Für den benötigten Sehtest wird eine gesetzliche Gebühr von 6,43 Euro erhoben. Auch für die Vorstellung zur Führerscheinprüfung müssen Fahrschüler zahlen und dann kommen noch die Gebühren der Prüforganisationen für die theoretische und praktische Prüfung hinzu. 

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Fahrschule: Das kosten die Fahrstunden

Ein kaum vorhersehbarer Faktor für bei den Führerscheinkosten sind die Fahrstunden. Da Fahrschulen keiner Gebührenordnung unterliegen, können sie alle ihre eigenen Preise festlegen. Fahrschüler sollten aber zwischen 20 und 45 Euro pro Regelfahrstunde und mit etwa 50 bis 60 Euro pro Sonderfahrstunde rechnen. Eine vorgeschriebene Stundenanzahl für normale Fahrten gibt es nicht, weshalb sie von Fahrschüler zu Fahrschüler teils stark variieren kann. Ausschlaggebend ist dabei nicht nur das Talent, sondern auch der Ort, an dem die Fahrstunden absolviert werden: Fahrschüler in Großstädten benötigen häufig mehr Stunden als diejenigen, die auf dem Land wohnen – schließlich müssen sie sich im unübersichtlichen Stadtverkehr zurechtfinden. Zusätzlich zu den Regelfahrstunden sind insgesamt mindestens zwölf Sonderfahrstunden á 45 Minuten vorgeschrieben: drei Nachtfahrten, vier Autobahnfahrten und fünf Überlandfahrten.

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Diese Gebühren fallen für die Führerscheinprüfung an

Bei der theoretischen und praktischen Führerscheinprüfung können Fahrschüler unabhängig von Region und Fahrschule mit festen Beträgen kalkulieren. Die Gebühren für die theoretische Prüfung am PC betragen 22,49 Euro – unabhängig davon, welche Führerscheinklasse erworben wird. Anders sieht es bei den Gebühren für die praktische Führerscheinprüfung aus – sie unterschieden sich von Klasse zu Klasse. Für Klasse A werden beispielsweise 121,38 Euro fällig, für die Klasse B sind es 91,75 Euro.

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Durch die Führerscheinprüfung gefallen: zusätzliche Kosten

Wer durch die theoretische oder praktische Führerscheinprüfung gefallen ist, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen. Zum einen können Fahrschulen einen sogenannten Teilgrundbetrag für das Weiterführen der Ausbildung erheben. Allerdings nur dann, wenn dies im mit der Fahrschule geschlossenen Ausbildungsvertrag festgehalten ist und in der Preisinformation der Fahrschule ausgewiesen wurde. Außerdem werden auch die Gebühren für Tüv oder Dekra bei Wiederholen einer Prüfung erneut im vollen Umfang fällig. Zudem müssen Fahrschüler, die durch die praktische Prüfung gefallen sind, weitere Fahrstunden nehmen. Das kann vor allem dann teuer werden, wenn Fahrschulen einen höheren Satz für die sogenannten "Nachschulungsstunden" in Rechnung stellen.

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Führerscheinkosten: Angebote mehrerer Fahrschulen vergleichen

Da jede Fahrschule ihre eigenen Preise festlegt, kann es sich lohnen die Angebote verschiedener Fahrschulen miteinander zu vergleichen. Teilweise lassen sich die Kosten für Fahrstunden sowie die Grundgebühr auf den Webseiten einsehen. Für diesen Vergleich sollten sich Fahrschüler Zeit nehmen und sich die Kosten genau erläutern lassen. Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände nennt folgende Richtwerte, die zur ersten, groben Einschätzung des finanziellen Gesamtpakets einer Fahrschule dienen sollen:

  • Der Grundbetrag sollte nicht höher als das Zehnfache einer normalen Fahrstunde sein
  • Sonderfahrten sollten nicht mehr als das Eineinhalbfache von Normalfahrstunden kosten
  • Die Kosten für die Vorstellung zur theoretischen und praktischen Führerscheinprüfung sollten insgesamt das Fünffache der Kosten für eine Fahrstunde nicht überschreiten
  • Verlangt die Fahrschule nach nicht bestandener Theorieprüfung einen Teilgrundbetrag sollte auch dieser nicht mehr als das Fünffache einer Fahrstunde kosten

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So Kosten für den Führerschein einsparen

Am ehesten können Fahrschüler Kosten für den Führerschein einsparen, wenn sie sich Lernmaterial bei Freunden oder Bekannten ausleihen. Andere Versuche, Kosten für den Führerschein einzusparen, können schnell nach hinten losgehen. Wer etwa aus Kostengründen die ein oder andere Fahrstunde weniger nimmt und deswegen durch die Prüfung fällt, gibt am Ende wegen erneut zu entrichtender Prüfungsgebühren und zusätzlicher Fahrstunden unterm Strich mehr aus. Um die Anzahl der Fahrstunden zu minimieren können lediglich private Übungsstunden auf dem Verkehrsübungsplatz helfen. Wer Kosten einsparen will, sollte prinzipiell auf gute Vorbereitung setzen, bei jeder Übungsstunde versuchen möglichst viel zu lernen und bei Unklarheiten Fragen stellen.

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Corona-Krise: Wann können Fahrschüler wieder zur Führerscheinprüfung antreten?

Während der Corona-Krise sind die Fahrschulen vorübergehend dicht und auch Fahrprüfungen waren seit Mitte März 2020 zunächst eingeschränkt und dann nahezu bundesweit nicht möglich. Mittlerweile können Fahrschüler in Nordrhein-Westfalen und Berlin wieder zur theoretischen und praktischen Prüfung antreten, in anderen Bundesländern wurde diesbezüglich bislang noch keine Entscheidung getroffen (Stand: 4. Mai 2020). jedoch haben sich der TÜV-Verband VdTÜV, die Dekra, die Bundesvereinigung für Fahrlehrerverbände und die Interessenvereinigung "Moving" sich nun auf Leitlinien für die Prüfungen geeinigt. Bundesweit sollen sich die Technischen Prüfstellen an den ausgearbeiteten Eckpunkten orientieren und dabei gleichzeitig die länderspezifischen Vorgaben berücksichtigen. Im Fokus steht die Minimierung des Infektionsrisikos für Bewerber und Fahrlehrer. So enthält das Dokument vor allem Leitlinien zu Hygiene- und Abstandsregelungen sowohl bei der theoretischen als auch bei der praktischen Fahrerlaubnisprüfung. So sollen etwa Prüfungsfahrten nur dann stattfinden, wenn alle Personen im Auto eine Maske zum Schutz vor dem Coronavirus tragen. Ein genauer Zeitplan für die Wiederaufnahme des Prüfbetriebes in allen Bundesländern liegt bislang jedoch nicht vor.

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Führerschein: Das sollten Fahrschüler während der Corona-Krise wissen

All diejenigen, die gerade auf dem Weg in Richtung Führerschein sind und immer noch keine Prüfungen absolvieren können, stehen jedoch weiterhin vor gewissen Herausforderungen. Zwar verfallen bisher erbrachte Leistungen wie etwa absolvierte Nachtfahrten nicht. Aber: Der Fahrlehrer muss sich vor der späteren Prüfung davon überzeugen, dass die Kenntnisse auch noch vorhanden sind. Dieter Quentin von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände geht davon aus, dass Fahrschüler nach der Zwangspause das Fahrgefühl schnell wieder erlangen können. Vermutlich werde man aber ein, zwei Extra-Stunden benötigen. Gleichzeitig rät er davon ab, nach der Pause direkt die Fahrprüfung zu machen: "Nach mehreren Wochen ohne Fahrstunde geht man in der Prüfung sicherlich baden." Bei der theoretischen Führerschein-Prüfung gibt es ein ganz anderes Problem: Die praktische Ausbildung muss nämlich eigentlich spätestens ein Jahr nach der erfolgreichen Theorieprüfung beendet sein – sonst muss man sie wiederholen. Aufgrund der Corona-Krise wurde diese Frist jedoch um sechs Monate verlängert. Führerschein-Anwärter haben nun eineinhalb Jahre Zeit, um nach der Theorie auch die praktische Prüfung zu meistern.

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