Digitaler Führerschein: Pläne für Deutschland Kommt der Führerschein fürs Smartphone?

von Christina Finke 29.03.2021

Laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer soll in Deutschland ein digitaler Führerschein eingeführt werden. Die Pläne im Detail!

In Deutschland soll es künftig möglich werden, einen digitalen Führerschein bei Verkehrskontrollen auf dem Smartphone vorzuzeigen. Darauf hat sich die EU-Kommission Ende Oktober 2020 auf einer informellen Tagung der europäischen Verkehrsminister bekannt. "Norwegen hat ihn schon. Auch Deutschland wird mitmachen", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). So sollen diejenigen, die ihren Führerschein mal nicht dabei haben, stattdessen das Smartphone vorzeigen können. "Über diesen praktischen Fortschritt freue ich mich sehr, denn er führt den Menschen die Vorteile der Digitalisierung klar vor Augen", so Scheuer weiter. EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir haben das Thema diskutiert. Die Zukunft sollte papierlos sein." Derzeit wertet die Brüsseler Behörde die entsprechende EU-Führerscheinrichtlinie aus. Bei Bedarf könnte sie dann Änderungen vorschlagen – inklusive digitalem Führerschein. Mehr zum Thema: Fristen für den Führerscheinumtausch

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Pläne für digitalen Führerschein auch in Deutschland

Die Möglichkeit eines zusätzlichen digitalen Führerscheins hat der ADAC ausdrücklich begrüßt. Es sei jedoch wichtig, die Einhaltung hoher Datenschutzstandards zu gewährleisten. "Außerdem muss im Sinne der Verkehrssicherheit gewährleistet sein, dass ein temporärer Führerscheinentzug oder ein Fahrverbot auch hier und zeitgleich abgebildet werden", so eine Sprecherin des Verkehrsclubs. Während die Einführung des digitalen Führerscheins in Deutschland noch aussteht, kann man in Norwegen bereits seit längerem seinen Führerschein per Smartphone vorzeigen. Dies ist mit Hilfe einer App namens "Førerkort" (norwegisch für "Führerschein") möglich. Autofahrer geben einen persönnlichen Code ein und gelangen so auf die Seite der staatlichen Verkehrsbehörde, auf der die Details der jeweiligen Fahrerlaubnis hinterlegt sind. Darüber hinaus gibt es auch einen QR-Corde, den die Polizei im Zuge einer Verkehrskontrolle scannen kann. 

mit dpa

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