Führerschein Klasse A (Motorrad): Alter & Kosten Alle Informationen zum Motorradführerschein

von Christina Finke 06.09.2019
Inhalt
  1. Führerschein Klasse A (Motorrad): Klassen & Alter
  2. Theoretische Ausbildung beim Führerschein Klasse A (Motorrad)
  3. Anzahl der Fahrstunden für den Führerschein-Erwerb Klasse A (Motorrad)
  4. Führerschein Klasse A (Motorrad): So setzen sich die Kosten zusammen
  5. Mit dem Pkw-Führerschein zur Klasse A (Motorrad)

Mit dem Führerschein der Klasse A (Motorrad) können sich Inhaber den Traum vom Cruisen auf zwei Rädern erfüllen. Ein Überblick über die verschiedenen Klassen, ihren Umfang, die Altersvoraussetzungen und die Kosten.

Wer einen Führerschein der Klasse A – also für das Fahren eines Motorrads – erwerben möchte, hat die Qual der Wahl: Denn es gibt mehrere Wege, die zum Erhalt verschiedener Zweiradführerscheine führen. Der Ratgeber der AUTO ZEITUNG erklärt die Zulassungsbedingungen für die jeweiligen Klassen, welches Mindestalter für den Erwerb des "großen Motorradführerscheins" ohne jegliche Vorkenntnisse gilt und welche Kosten auf die Fahrschüler zukommen. Mehr zum Thema: Das kostet der Führerschein

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Führerschein Klasse A (Motorrad): Klassen & Alter

Wer direkt den Führerschein der Klasse A (Motorrad) erwerben will, muss mindestens 24 Jahre alt sein und darf nach Bestehen von theorethischer und praktischer Prüfung alle Krafträder sowie dreirädrige Kraftfahrzeuge fahren. Dank einer Sonderregelung darf der Führerschein der Klasse A aber auch schon mit 21 Jahren gemacht werden: Dann dürfen Inhaber bis sie 24 Jahre alt sind allerdings nur dreirädrige Kraftfahrzeuge/Trikes fahren. Bereits ab 16 Jahren gibt es die Möglichkeit, den Führerschein der Klasse AM (leichte zweirädrige/dreirädrige/vierrädrige Kraftfahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und maximal 50 ccm Hubraum) oder A1 (Leichtkrafträder mit maximal 125 ccm Hubraum, nicht mehr als 11 kW Motorleistung und einem maximalen Leistungs/Leergewicht-Verhältnis von 0,1 kW/kg sowie dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 15 kW) zu erhalten. Ab 18 kann dann der Führerschein der Klasse A2 erworben werden. Wer hier theoretische und praktische Prüfung besteht, darf Krafträder bis 35 kW Leistung fahren, bei denen das Verhältnis von Leistung und Leergewicht 0,2 kW pro Kilogramm nicht übersteigt. Außerdem gibt es noch die sogenannte Stufenregelung, bei der zunächst der Führerschein der leistungsreduzierten Klasse A2 erworben wird und nach zwei Jahren mit erneuter Vorbereitung in der Fahrschule sowie einer praktischen Prüfung auf Klasse A erweitert werden kann. Bei der Erweiterung des Motorradführerscheins von Klasse A2 auf A – nach mindestens zwei Jahren Vorbesitz – müssen Anwärter das Mindestalter von 20 Jahren erfüllen. 

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Theoretische Ausbildung beim Führerschein Klasse A (Motorrad)

Grundsätzlich setzt sich der theoretische Unterricht für den Erwerb des Führerscheins Klasse A (Motorrad) aus zwölf Doppelstunden á 90 Minuten und vier weiteren Doppelstunden für den zusätzlichen Stoff zusammen. Bei der Erweiterung des Führerscheins Klasse A – etwa wenn ein Teilnehmer zwei Führerscheinklassen parallel absolviert – sind lediglich sechs Doppelstunden für den Grundstoff vorgesehen und die Anzahl der Prüfungsfragen wird von 30 auf 20 reduziert. Wer nach zwei Jahren Führerscheinbesitz in eine andere Motorradklasse aufsteigen will, muss keine theoretische Ausbildung mehr durchlaufen. 

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Anzahl der Fahrstunden für den Führerschein-Erwerb Klasse A (Motorrad)

Grundsätzlich gilt auch beim Erwerb des Führerscheins der Klasse A (Motorrad): Wie viele Fahrstunden Anwärter benötigen, hängt maßgeblich vom individuellen Geschick und Lernerfolg ab. Die durchschnittliche Anzahl benötigter Fahrstunden liegt aber bei rund 20 bis 30. Nach diversen Übungsstunden, bei denen Fahrschüler das Beschleunigen, Bremsen, Ausweichen, Slalomfahren, Fahren im Kreis und das Anfahren an einer Steigung trainieren, folgen insgesamt zwölf Pflichtstunden. Während es bei den Übungsfahrten keine Vorschrift gibt, wie viele ein Fahrschüler davon absolvieren muss, ist die Anzahl der Sonderfahrten genau festgelegt. Vier Autobahnfahrten, fünf Überlandfahrten und zwei Fahrten bei Dunkelheit (jeweils 45 Minuten) sind Pflicht. Bei denjenigen, die von Klasse A1 direkt zur Klasse A aufsteigen möchten, wird die Zahl der Sonderfahrten auf drei Überlandfahrten, zwei Autobahnfahrten und eine Nachfahrt reduziert. Bei der Erweiterung des Motorradführerscheins – etwa von Klasse A2 auf A – müssen keine zusätzlichen Fahrstunden belegt werden. Der Fahrlehrer entscheidet in diesen Fällen über die benötigte Anzahl von Übungsstunden.

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Führerschein Klasse A (Motorrad): So setzen sich die Kosten zusammen

Die Kosten für den Führerschein Klasse A (Motorrad) setzen sich aus zahlreichen Posten zusammen, die zum Großteil abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen sind. In jedem Fall müssen Kosten für die Anmeldung in der jeweiligen Fahrschule sowie für Fahrstunden und Übungsmaterialien eingeplant werden. Außerdem fallen – wie beim Erwerb des Autoführerscheins auch – Ausgaben für einen Erste-Hilfe-Kurs (Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort) , für einen Sehtest beim Augenarzt oder Optiker sowie für Passbilder an, die abhängig vom jeweiligen Anbieter sind. Auch die Verwaltungsgebühren der Straßenverkehrsbehörde für den Führerscheinantrag können je nach Bundesland und Führerscheinklasse variieren. Außerdem müssen Fahrschüler für die Vorstellung zur Führerscheinprüfung zahlen. Bei der theoretischen und praktischen Führerscheinprüfung bei TÜV oder Dekra können Fahrschüler unabhängig von Region und Fahrschule mit festen Beträgen kalkulieren. Die Gebühren für die theoretische Prüfung am PC betragen 22,49 Euro – unabhängig davon, welche Führerscheinklasse erworben wird. Die Gebühren für die praktische Führerscheinprüfung hingegen unterschieden sich von Klasse zu Klasse. Für Klasse A werden beispielsweise 121,38 Euro fällig, für die Klasse A1 sind es 91,75 Euro. Und wer von Klasse A1 auf A2 erweitern möchte, muss noch 80,92 Euro zahlen. Übrigens: Die Kosten für den Motorradführerschein lassen sich reduzieren, wenn ein Kombiführerschein A2/B gemacht wird. So müssen diejenigen, die noch keinen Autoführerschein besitzen, nur ein Mal die theoretische Prüfung absolvieren und erhalten möglicherweise auch Rabatt bei den Fahrstunden.

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Mit dem Pkw-Führerschein zur Klasse A (Motorrad)

In bestimmten Fällen kann ein bereits vorhandener Pkw-Führerschein beim Erwerb des Führerscheins der Klasse A (Motorrad) von Vorteil sein. Wer seine Fahrerlaubnis für Autos etwa zwischen dem 1. April 1980 und dem 18. Januar 2013 erhalten hat, dürfen auch mit dreirädrigen Kraftfahrzeugen bis 15 kW ("Trikes") am Straßenverkehr teilnehmen. Und Personen, denen vor dem 1. April 1980 ein Führerschein der Klasse 2, 3 oder 4 ausgestellt wurde, dürfen automatisch auch Fahrzeuge der Klasse A1 fahren. Und für die Erweiterung auf die Klasse A2 müssen sie nur eine praktische Fahrprüfung bestehen.

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