Vorstellung

BMW M3 von TheKyza: Der E30 als Schlaglochsuchgerät

Einst war die BMW Isetta augenzwinkernd als Schlaglochsuchgerät verschrien. Heute ebnet ein von TheKyza erschaffener BMW M3 (E30) der Straßenmeisterei den Weg. Allerdings vorerst nur digital.

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Der BMW M3 E30 Offroad stehend von schräg vorne
Auch als grobstolliger Geselle gibt der BMW M3 (E30) dank Digitalkünstler TheKyza eine glaubhafte Figur ab. Foto: Instagram/TheKyza
Der BMW M3 E30 Offroad stehend von schräg hinten
Interessanterweise lieferte der porschige Ruf Rodeo die Inspiration für den Umbau. Foto: Instagram/TheKyza
Der BMW M3 E30 Offroad stehend von vorne
Der Blick durch die Windschutzscheibe offenbart, dass es sich beim M3 um eine rasende Einzelzelle handelt. Foto: Instagram/TheKyza
Der BMW M3 E30 Offroad stehend seitlich
Große Reifen treffen auf noch größere Radhäuser. Der klassischen E30er-Linie tut das trotzdem kaum einen Abbruch. Foto: Instagram/TheKyza
Der BMW M3 E30 Offroad stehend von hinten
Flügel wie beim 3.0 CSL, Tankstutzen vom DTM-M3: Auch aus der BMW-Ursuppe schöpft der 3er reichlich. Foto: Instagram/TheKyza

Howdy, Bimmer: Der Ruf Rodeo inspirierte TheKyza zum BMW M3 E30 Offroader

Die Welt dreht sich wieder mal etwas schneller, als es Automobil-Purist:innen wohl lieb wäre. Denn dank Digital-Designer Khyzyl Saleem, besser bekannt als TheKyza, wird der BMW M3 (E30) in nur einem Gedankengang und wenigen Photoshop-Sessions von der DTM-Legende zum WRC-Helden.

Die Inspiration für den Briten lieferte jedoch nicht etwa die Matsch-performanten Lancia Delta HF Integrale Evo oder Audi Quattro, sondern der Ruf Rodeo mit aufgebockter Porsche 911-Optik. Den hatte sich Saleem ans Moodboard gepinnt. Und – schwupps – ging dem BMW-Fan der blau-weiße Propeller durch die Decke.

Eine BMW-Ikone mit Anleihen eines exotischen Offroaders, der wiederum Porsches Safari-Feldzüge der 70er zitiert? Kann das optisch überhaupt funktionieren? Es kann. Und es ist sogar ziemlich faszinierend, wie es Saleem gelang, die Rodeo-Reminiszenzen ohne große Umschweife an den ersten M3 zu montieren.

Zu den Nahezu-eins-zu-eins-Übernahmen gehören die Dachreling, die mächtig aufgeblasenen Radhäuser, die Schweller mit Kunststoff-Einsatz, die eng anliegenden Aero-Spiegel und die Geländereifen samt stämmiger Rallye-Felgen. Selbst die Stoßfänger orientieren sich extrem stark am Ruf.

Eine gehörige Portion BMW-Folklore durfte beim Offroad-M3 aber auch nicht fehlen. So zitiert der üppige Heckspoiler das Münchener Batmobil 3.0 CSL, während die Tankstutzen zwischen den Heckleuchten den DTM-Derivaten des ersten M3 entliehen sind.

Der BMW M2 CS (2026) im Fahrbericht

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Video: AUTO ZEITUNG

Kräftige Motoren stecken bereits in der E30-DNA, ebenso wie der Allradantrieb

Eher BMW-untypisch: Das blaue Cockpit, dessen Farbe sich an Exterieur-Details von Felgen, Abschleppösen und den Spiegeln – nunja – widerspiegelt. Leider bleibt uns Khyzyl Saleem Interieur-Shots schuldig, weshalb sich beim Blick durch die Scheibe auf den Überrollkäfig und den einsamen Schalensitz offenbart, dass dieser M3 eine fahrende Einzelzelle ist.

Klassische Rallye-Einsätze wären mit dem E30 also nicht drin, eher noch die materialmordende Teilnahme bei Rallyecross-Events. Dafür bräuchte der serienmäßig maximal 238 PS (175 kW) starke S14-Vierzylinder aber noch ein Renn-Upgrade auf DTM-Niveau oder gleich einen Turbolader in Kombination mit einem Allradantrieb.

In Sachen Allradantrieb könnte sich der E30 sogar aus dem eigenen Regal bedienen, gab es doch erstmalig ab 1985 mit dem 325iX einen serienmäßigen 3er-BMW mit Vierradantrieb. Mit solchen Details müssen sich am Ende aber diejenigen herumschlagen, die den Kyza-Entwurf eventuell tatsächlich einmal realisieren. Bis dahin bleibt der Offroad-M3 eine charmante Fingerübung, die im Windschatten des allgemeinen SUV- und Crossover-Hypes driftet.