Der will doch nur spielen: BMW M3 E30 von The Kyza
Pixel-Extremtuner The Kyza hat wieder zugeschlagen und den ersten BMW M3 der Geschichte neu eingekleidet. Der legendäre Serien-M3 steht im Vergleich plötzlich kreuzbrav da.
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The Kyza degradiert den Original-BMW M3 E30 zum "Opa-Auto"
Als der BMW M3 vor 40 Jahren erstmals auf die Straße losgelassen wurde, war Khyzyl Saleem, alias The Kyza, noch nicht geboren. Dennoch inspiriert der bayrische Renner mit Kultstatus den Briten immer wieder zu ausgedehnten Photoshop-Sessions, an deren Ende meist ein ziemlich exaltiertes Rennmonster steht. Einer seiner Entwürfe wurde sogar in einen fahrbaren E30 umgesetzt, der auf der SEMA 2019 für Aufsehen sorgte. Doch selbst der sah im Vergleich zu seiner jüngsten Kreation beinahe aus wie ein, nun ja, Opa-Auto.
Was zuvor wie eine großzügige Bespoilerung wirkte, kratzt nun an einer anderen Dimension. Der Schwerpunkt des guten alten Dreiers scheint noch unter der Asphaltdecke zu liegen, so tieft hobelt der M3 von The Kyza über die Straße. Die gesamte Front besteht fast nur aus Lufteinlässen und könnte wohl auch den Kühlbedarf eines mittleren Atomkraftwerks befriedigen. Technische Informationen liefert der Digitalkünstler gewohnheitsmäßig nicht. Aber der erste M3, schon serienmäßig mit Pausbacken gesegnet, ging offenbar einen weiteren Meter in die Breite.
Der BMW M3 Touring im Video

Der Heckspoiler des extrem getunten BMW M3 gipfelt auf Höhe des Dachs
Der offene Doppelauspuff pustet hinter den Vorderrädern Heißluft über Seitenschweller, die fast bündig mit der Straße abschließen, aber unter Leitbleche, die man auch als Sitzgelegenheit für gelegentliche Ruhepausen nutzen könnte. Fast symmetrisch zur Hofmeister-geknickten C-Säule erhebt sich ein Heckspoiler, den ein Drei-Meter-Mann auch für den Griffbügel eines besonders exklusiven Einkaufswagens halten könnte. Das Carbon-Geweih gipfelt auf Höhe des Daches und nimmt damit Ausmaße an, die weniger in der DTM gängig sind als bei Boliden, die den Pikes Peak in Rekordzeit erklimmen möchten. Dort, wo zivile M3 ihr hinteres Nummernschild spazieren fahren, hält Saleems Schöpfung einen doppelten Anschluss für eilige Druckbetankungen parat.
Reif für den Karosseriebau wirkt der graue Renner nicht. Selbst in Rennserien mit wenigen Reglementsbeschränkungen wie etwa der amerikanischen IMSA-Serie – hier zeigen wir den Audi 90 quattro IMSA GTO als Beispiel – sähe dieser M3 aus, als käme er vom Mars. Aber darum geht es Saleem nicht. Selbst als reines Track-Tool findet er seine Kreation schon zu verrückt. Dennoch wohnt seinem M3 eine gewisse Harmonie inne. Wie gewohnt ist jeder der kayzalichen Pixel blank gewienert und steckt genau da, wo er hingehört. Sogar an kleine Sticker für Sponsoren und eine Prise Humor hat der Designer gedacht. So behauptet der Frontspoiler mit britischem Witz, dass man zwar auf ihm stehen könne, er das aber nicht beweisen möchte. Und ein Logo der „Gen(eration) M“ huldigt dem Kult, den der erste M3 mitbegründet hat.




















