BMW iX5 (2021): Preis & Reichweite (iNext) BMW iX5 rollt in Richtung Serienstart

von Tim Neumann 07.08.2020

Nur mäßig getarnt zeigt sich der BMW iX5, der 2021 auf Basis der Studie Vision iNext in Serie gehen wird. Das SUV mit E-Motor verspricht hohe Reichweiten und zeigt viele neue Lösungen in Sachen Konnektivität und autonomes Fahren. Der Preis ist noch nicht bekannt.

Auch wenn die neuesten Bilder des BMW iX5 (2021) am Abschleppseil es nicht unbedingt vermuten lassen, läuft die Entwicklung des Elektro-SUV auf Basis der Studie Vision iNext alles andere als schleppend: Der vollelektrische Bajuware trägt schon deutlich weniger Tarnung als noch vor wenigen Monaten, als Erlkönige bei Wintertests gesichtet wurden. Zum Beispiel zeigt er jetzt die Form der Doppelniere, die stark an die des neuen 4er erinnert. Nur, dass der Grill geschlossen sein und Sensoren für Assistenzsysteme enthalten wird. Die Front- und Rückleuchten sind relativ schmal gehalten. Das runde Heck der iNext-Studie wird es den Bildern zufolge aber definitiv nicht in die Serie schaffen. Ab 2021 soll der BMW iX5 im Werk Dingolfing vom Band laufen. Je nach Batteriegröße wird die Reichweite des Serienmodells über 700 Kilometer betragen. Zu welchem Preis das Elektro-SUV erhältlich sein wird, ist noch nicht bekannt. Mehr zum Thema: Das ist der BMW X5 als Hybrid

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Der BMW iNext (2019) im Video:

 
 

iNext kommt 2021 als BMW iX5 mit über 700 Kilometern Reichweite

Die Vision iNext (BMW iX5) ist der erste BMW, der von innen nach außen gestaltet worden ist. Der Autobauer aus München stellte die Studie 2018 vor, um einen konkreten Ausblick auf die elektrische Zukunft des Herstellrs zu geben. Während die Carbon-Karosse wie eine Mischung aus X5 und i3 wirkt und eigentlich nur wegen des eiförmigen Hecks und des neu interpretierten Nieren-Kühlergrills überrascht, betritt man durch die gegenläufig angeschlagenen Türen – einen mittleren Dachpfosten, die sogenannte B-Säule gibt es nicht – eine völlig neue Welt. Hier standen keine konventionellen BMW-Modelle wie der Siebener Pate, sondern Boutique-Hotels: Die Sitze erinnern deshalb eher an Sessel und Sofas. Wo früher einmal Konsolen waren, stehen jetzt Beistelltische und die Materialauswahl ist so warm wie wohnlich. "Bislang war die Digitalisierung immer kalt, nüchtern und abweisend", hat Damagoj Dukec beobachtet, der das Design für BMW i leitet. "Damit wollen wir beim iNext Schluss machen." Dazu passt auch das, was heute neudeutsch "User Experience" genannt wird. Denn nach dem Motto "Shy Tech" statt "High Tech" gibt es im BMW Vision iNext (BMW iX5) außer den beiden großen Touchscreens vor der Frontscheibe kaum mehr sichtbare Bedienelemente – selbst die Pedale verschwinden, wenn der Fahrer vom Boost-Modus in den Ease-Modus wechselt und die Führungsaufgabe an den Wagen delegiert.

BMW iNext

Die Studie des BMW Vision iNext gibt einen Ausblick auf den elektrischen BMW iX5,
der 2021 in Serie gehen wird. Foto: BMW

 

Vision iNext als Vorbote des BMW iX5 (2021)

Alles, was es im BMW Vision iNext (BMW iX5) zu steuern und bedienen gibt, bespricht der Fahrer mit dem digitalen Assistenten über das Kommando "Hey BMW" – oder er macht entsprechende Gesten. Zusätzlich finden sich in den Sitzbezügen und Konsolen Sensorfelder, die auf Fingerzüge reagieren und die Kommandos mit Lichtleitern quittieren. Bildschirme rund um das Sofa im Fond sucht man übrigens vergebens. Stattdessen hat BMW im Dach der Vision-iNext-Studie einen Beamer installiert. Er sucht sich automatisch eine Projektionsfläche und macht beispielsweise ein weißes Blatt so zum Display. So viele überraschende Details die Studie auch zeigt, neu sind rollende Wohnzimmer nicht: Andere Hersteller waren bei der Raumaufteilung sogar weitergegangen als die Bayern, haben zum Beispiel die gewöhnliche Sitzordnung aufgelöst und die Passagiere einander zugewandt. Beim BMW Vision iNext (BMW iX5) können die mit den Seitentüren verschmolzenen Lounge-Liegen nicht gedreht werden. Das Lenkrad zieht sich im autonomen Fahrmodus zwar zurück, verschwindet aber nie ganz. Bei all den vielen Änderungen und Innovationen soll nämlich ein Markenkern nicht angetastet werden soll: Die Freude am Fahren soll bei BMW auch im nächsten Jahrzehnt erhalten bleiben.

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