Alle Tests zum Audi A3

Neuer Audi RS 3 (2021): Begleitete Testfahrt Erlebnistour RS 3 Sportback

von Jürgen Voigt 23.06.2021
Inhalt
  1. Begleitete Testfahrt mit dem neuen Audi RS 3 (2021)
  2. Weit gespreizte Fahrmodi beim neuen Audi RS 3 (2021)
  3. So funktioniert der Torque Splitter im neuen Audi RS 3 (2021)

Driftkönige trifft man selten in der Kompaktklasse. Der neue Audi RS 3 (2021) ist eine Ausnahme. Doch sein Talent beschränkt sich nicht aufs Querfahren. Der jüngste RS ist so schnell, dynamisch und alltagstauglich wie noch nie, wie unsere begleitete Testfahrt im Prototyp zeigt.

"Brauchen wir nicht. Wir sind auch so die Schnellsten", lautet die Antwort der Ingenieur:innen der Audi Sport GmbH auf die Frage anlässlich der begleiteten Testfahrt im Prototyp, warum der neue Audi RS 3 (2021) nicht mehr Leistung bekommt als bisher. Also bleibt es nicht nur bei 400 PS, sondern auch beim famosen 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder. Abgasseitige Optimierungen wie neue Partikelfilter tun dem wohligen Klang keinen Abbruch, und ein breiteres Drehmoment-Fundament von 500 Newtonmeter – 20 Newtonmeter mehr als bisher – zwischen 2250 und 5600 Umdrehungen verschaffen dem RS 3 einen noch besseren Durchzug. Damit hat der allradgetriebene RS 3 gute Voraussetzungen für die Bestnote im Sprint. Das Datenblatt vermeldet eine Fabelzeit von 3,8 Sekunden, nach denen die Tempoanzeige von 0 auf 100 km/h wechselt. Davon durften wir uns bei einer begleiteten Testfahrt mit einem noch getarnten Vorserien-Exemplar des neuen Audi RS 3 (2021) schon mal überzeugen. Die Zahlenreihe auf der Flanke des hier gezeigten Autos beschreibt übrigens die Zündfolge des Fünfzylinders – kleiner Gag am Rande. Zurück auf die Sprintstrecke: Die Launch Control koordiniert den Anfahrprozess über die Motorelektronik, das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (S tronic) und die Kraftverteilung perfekt zu einem mehrfach reproduzierbaren Race-Start. Mehr zum Thema: Das ist die Audi RS 3 Limousine

Neuheiten Audi RS 3 Sportback (2021)
Audi RS 3 Sportback (2021): Motor, PS & Preis RS 3 Sportback mit 400 PS

Der Audi RS e-tron GT (2021) im Video:

 
 

Begleitete Testfahrt mit dem neuen Audi RS 3 (2021)

Insbesondere in der optimalen Verteilung des Antriebsmoments erkannten die Ingenieur:innen bei der Entwicklung des neuen Audi RS 3 (2021) offenbar noch Potenzial. Statt eines konventionellen Differenzials finden wir an der Hinterachse des RS 3, den es übrigens nicht nur als fünftürigen Sportback gibt, sondern auch als viertürige Limousine, den sogenannten Torque Splitter, der über den modularen Fahrdynamikregler mit allen anderen Fahrwerkssystemen vernetzt ist. Zwei voneinander unabhängige und jeweils über ein eigenes Steuergerät geregelte Lamellenkupplungen regulieren über einen fein dosierbaren Schneckentrieb die Verteilung des Antriebsmoments zwischen den beiden Hinterrädern. Analog zum per Audi drive select wählbaren Fahrmodus lässt sich damit der RS 3 von einem lammfrommen Einkaufswagen unmittelbar in ein aggressives Renngerät verwandeln. Sieben Fahrmodi hält das Audi drive select bereit (comfort, auto, dynamic, efficiency, RS Individual, RS Performance und RS Torque Rear). Während etwa in comfort und efficiency die Kupplungen des Torque Splitters meist geöffnet bleiben und der neue Audi RS 3 (2021) somit eigentlich als spritsparender Fronttriebler unterwegs ist, geht es bei unserer begleiteten Testfahrt besonders in den RS-Modi richtig zur Sache. Mehr zum Thema: Das ist die Audi S3 Limousine

Neuheiten Audi S3 Sportback (2020)
Audi S3 Sportback (2020): Preis, PS & Felgen 310 PS im neuen Audi S3

 

Weit gespreizte Fahrmodi beim neuen Audi RS 3 (2021)

Im RS Performance-Modus liegt der Fokus auf Bestzeiten auf dem Rundkurs. Die Optimierung der Kraftverteilung per Torque Splitter dreht sich also stets um die Frage: Wie komme ich mit dem neuen Audi RS 3 (2021) am schnellsten in die Kurve und wie am schnellsten wieder heraus? Im RS Torque Rear-Setup lässt der Audi dagegen auch gerne mal das Heck ausschwenken, das der:die Fahrer:Fahrerin dann wieder einfangen darf – aber bitte nur auf abgesperrter Strecke. Daran haben unsere beiden Testpiloten auf dem engen Rundkurs sichtlich Vergnügen: Entwicklungsingenieur Meic Diessner und Frank Stippler, erfolgreicher Langstrecken-Profi, Nordschleifen-Kenner und Maschinenbauingenieur für Fahrzeugtechnik, verantworten bei der Audi Sport GmbH die Test- und Einstellzyklen für den neuen Audi RS 3 (2021). Beide betonen, während sie den RS spielerisch um den Kurs jonglieren, die große Bandbreite an Nutzungsmöglichkeiten für den Kompaktrenner. Daran wird auch das neue optionale adaptive Dämpfersystem seinen Anteil haben, das zum Beispiel im Alltag eine komfortable Auslegung verspricht. Der hohen Dynamik angepasst wurden das tiefere Karosserieniveau, neue Schwenklager an der McPherson-Vorderachse sowie steifere Querstabis und Querlenker. Die RS-spezifisch abgestimmte Progressivlenkung ist serienmäßig, ebenso wie die 19-Zoll-Mischbereifung (vorn 265/30, hinten 245/35). Die Semi-Slicks (Pirelli P Zero Trofeo R) sowie die leichte und standfeste Karbon-Keramik-Bremse an der Vorderachse werden als Option angeboten. Wann? Ende 2021. Mehr zum Thema: Das ist die Audi A3 Limousine

Neuheiten Audi A3 Sportback (2020)
Audi A3 Sportback (2020): Preis, S line & Maße A3 Sportback auch als sportlicher Plug-in-Hybrid

 

So funktioniert der Torque Splitter im neuen Audi RS 3 (2021)

Der Torque Splitter ersetzt beim neuen Audi RS 3 (2021) das Hinterachsdifferenzial. Zwei getrennt geregelte Lamellenkupplungen erlauben eine stufenlos variable Kraftverteilung zwischen den Hinterrädern. Damit lässt sich das Eigenlenkverhalten unter Last beeinflussen und das Fahrverhalten stabilisieren, unabhängig vom ESP. Mit mehr Antriebskraft am kurvenäußeren Rad steigt die Tendenz zum Übersteuern, je nach Fahrmodus bis hin zum Drift. Mehr zum Thema: Der Audi S3 im Test

Fahrbericht Audi A3 Sportback (2020)
Neuer Audi A3 Sportback (2020): Erste Testfahrt Erste Testkilometer im neuen Audi A3

von Jürgen Voigt von Jürgen Voigt
Unser Fazit

Mit dem neuen Torque Splitter – gebaut vom Zulieferer Magna – wird der neue Audi RS 3 (2021) nochmals an Dynamik gewinnen, mit dem neu abgestimmten Fahrwerk aber auch an Komfort. In seinem fein verarbeiteten Sportdress macht der Audi bei unserer begleiteten Testfahrt innen wie außen eine gute Figur, zählt aber auch zu den Teuersten in der Kompaktklasse.

Tags:
Copyright 2021 autozeitung.de. All rights reserved.