Alle Tests zum Audi A3

Neuer Audi A3 Sportback (2020): Erste Testfahrt Erste Testkilometer im neuen Audi A3

von AUTO ZEITUNG 17.12.2020
Inhalt
  1. Erste Testfahrt mit dem neuen Audi A3 Sportback (2020)
  2. Neuer Audi A3 Sportback (2020) mit besserer Raumausnutzung
  3. Hybrid: Erste Testfahrt mit den neuen Audi A3 40 TFSI e (2020)

Mit dem neuen Audi A3 Sportback (2020) zeigen die Ingolstädter klare Kante in der Premium-Kompaktklasse. Erste Testfahrt – auch mit dem Audi A3 Hybrid namens 40 TFSI e!

Die Ingolstädter erfinden ihren Bestseller neu und schickt den neuen Audi A3 Sportback (2020) für eine erste Testfahrt auf die Straße. Von den drei Generationen des A3 wurden seit 1996 rund fünf Millionen Exemplare verkauft. Jetzt kommt das Volumenmodell der Premium-Kompaktklasse völlig neu daher: frisch, sportlich, variantenreich, vor allem aber volldigitalisiert und vernetzt. Und natürlich im markanten Designer-Dress. In Europa beginnt die A3-Show mit dem Sportback, der zunächst mit drei neuen Motorisierungen ab Mai 2020 ausgeliefert wird: Neben dem 35 TFSI (150 PS, 28.900 Euro) mit 1,5 Liter Hubraum, gepaart mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe, sind noch zwei Dieselversionen lieferbar. Ein 30 TDI mit 116 PS, ebenfalls ein Sechsgang-Schalter, sowie der 35 TDI für 34.900 Euro. Wie der 30 TDI ist auch er ein Zweiliter-Modell, allerdings 150 PS stark und gekoppelt an das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zur Verarbeitung des beachtlichen Drehmoments von maximal 360 Newtonmetern. Weitere Triebwerksvarianten sollen das Angebot des neuen Audi A3 Sportback (2020) bald bereichern: Der 35 TFSI kommt kurz nach dem Marktstart auch mit 48-Volt-Mild Hybrid-System zur effizienten Bremsenergierückgewinnung, zum Boosten und zur Unterstützung des antriebslosen Segelbetriebs.

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Der neue Audi A3 Sportback (2020) im Fahrbericht (Video):

 
 

Erste Testfahrt mit dem neuen Audi A3 Sportback (2020)

In der gefahrenen 35 TDI-Version präsentiert sich der neue Audi A3 Sportback (2020) trotz des hohen Dieselantriebsmoments mit bester Traktion aus engen Kurven heraus und glänzt mit Laufkultur sowie geschmeidiger Elastizität. Seine Lenkung wirkt noch eine Nuance präziser als die des Vorgängers. Dabei setzt der A3 nicht einmal auf übertrieben Härte bei der Fahrwerksabstimmung, obschon es sich beim Testexemplar um einen A3 S line mit Sportfahrwerk handelt. Letztlich hilft hier auch die aktive Dämpferregelung für 950 Euro, die selbst auf grobem Untergrund für ein feinfühliges Ansprechen sorgt. Via drive select-Taste in der Mittelkonsole kann der Fahrer fünf Fahrprofile ansteuern. Die Unterschiede zwischen den Fahrmodi sind deutlich spürbar – wie etwa zwischen Comfort und Dynamic, da das sich nun noch schneller anpassende Dämpfer-Mapping über eine breitere Spreizung verfügt. Zum kraftvollen Design tragen auch die LED-Scheinwerfer bei. In der voll adaptiven Matrix-LED-Ausführung (Option) bestehen sie aus einem Pixelfeld von drei mal fünf LED-Segmenten, die spezielle Lichtsignaturen zeichnen. Sie geben dem neuen Audi A3 Sportback (2020) ein klar konturiertes Gesicht. Darüber hinaus profitiert der Fahrer natürlich von der schnellen Anpassungsfähigkeit des Lichts an die jeweilige Fahrsituation – so wie man es von den größeren Audi-Modellen kennt.

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Neuer Audi A3 Sportback (2020) mit besserer Raumausnutzung

An der Größe hat sich beim neuen Audi A3 Sportback (2020) nicht viel geändert, doch die Raumausnutzung im Inneren wurde optimiert, sodass der A3 Sportback nach wie vor zu den geräumigen Vertretern in der Kompaktklasse zählt. Einen Dreitürer wird es – wie schon vor dem Modellwechsel – in der aktuellen Generation übrigens nicht mehr geben. Das komplette Interieur wird wesentlich geprägt durch das neue MMI-Bedien- und Infotainmentkonzept, dem die Architektur des Modularen Infotainmentbaukastens der dritten Generation zugrunde liegt. Verglichen mit dem Vorgänger wird eine wesentlich engere Vernetzung sämtlicher Funktionen erreicht – bei einer im Vergleich zum Vorgänger um das Zehnfache erhöhten Rechenleistung. Das betrifft die Funktion des LTE-Moduls ebenso wie den Zugriff auf zahlreiche Audi connect-Online-Funktionen. Damit wird auch die Kommunikation unter den Fahrzeugen sowie mit anderen Info-Quellen (Car-to-X-Services) möglich, um zum Beispiel in der City gezielt freie Parkplätze aufzuspüren oder entspannt auf der grünen Ampelwelle zu surfen. Um das alles in den Griff zu bekommen, kann der Fahrer auf das zentrale Touchdisplay, auf das Multifunktionslenkrad oder die Sprachbedienung zurückgreifen. Damit findet der A3 nun auch konzeptionell Anschluss an die größeren Audi-Modelle. Unter den Kompakten bleibt der neue Audi A3 Sportback (2020) ein Premiumvertreter, auch in der Preisgestaltung. Der später folgende Basis-A3 liegt bei 26.800 Euro – 1000 Euro höher als der Vorgänger. Immerhin serienmäßig sind Leichtmetallräder, Sportlenkrad und beheizbare Außenspiegel.
von Gregor Messer

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Der Audi A3 Hybrid fährt bis zu 140 km/h rein elektrisch. Foto: Audi
 

Hybrid: Erste Testfahrt mit den neuen Audi A3 40 TFSI e (2020)

Zwei neue Plug-in-Hybrid-Varianten mit 204 oder 245 PS bereichern das Motorenangebot des Audi A3. Beide nutzen einen 1,4-Liter-Benziner mit 150 PS, eine im Doppelkupplungsgetriebe integrierte E-Maschine, die 109 PS leistet, sowie einen Akku mit einer Kapazität von 13 kWh und unterscheiden sich nur durch Programmierung und Preis. Wir fahren den neuen Audi A3 40 TFSI e (2020) mit 204 PS: Schon der E-Motor entwickelt beim Anfahren einen satten Punch und treibt den A3 mittlerweile auch allein erstaunlich flott auf bis zu 140 km/h. Wenn beide Motoren im Team arbeiten, wähnt man sich bei der ersten Testfahrt schon fast in einem S3. Immerhin soll der A3 40 TFSI e Tempo 100 nach 7,6 Sekunden erreichen und erst bei 227 km/h ans Limit kommen. Dabei arrangiert die Elektronik das Zusammenspiel derart feinfühlig und unauffällig, dass man sehr genau das Display studieren muss, um die aktuelle Betriebsart zu erkennen. Denn weder kann man das Zuschalten des Stromers oder das Abschalten des Benziners hören, noch ist davon selbst beim Kickdown oder im Stop-and-go-Stress etwas zu spüren. Und anders als bei Elektro-Autos gibt es beim Plug-in-Hybrid auch keine Reichweitenangst: Selbst wenn der Aktionsradius nicht so groß ist wie beim Diesel, das Laden des Akkus recht lange dauert und daher eher auf Büro oder Garage beschränkt wird, bleibt beim neuen Audi A3 40 TFSI e (2020) immer noch der 40-Liter-Tank, der für den Akku unter den Kofferraumboden gerückt ist.
von Thomas Geiger

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von AUTO ZEITUNG von AUTO ZEITUNG
Unser Fazit

Obwohl der neue Audi A3 Sportback (2020) technisch viel vom VW Golf 8 übernimmt, hat er seinen eigenen Charakter. Das betrifft die dynamische Fahrwerksabstimmung und das expressive Design ebenso wie das Bedienkonzept, die Qualitätsanmutung und das Preisniveau. Flüsterleise weiderum zeigt sich der neue Audi A3 40 TFSI e (2020) in der Stadt, flott auf der Autobahn und ohne Limit auf der Langstrecke – solange der Staat die Modelle mit Stecker kräftig subventioniert, sind die Plug-in-Hybride wie der Audi A3 Hybrid tatsächlich der bessere Diesel.

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