Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Kaufprämie für E-Autos: Starttermin

Förderung E-Auto-Prämie startet

Die E-Auto-Prämie ist beschlossene Sache. Gefördert werden alle Elektro-Autos, die nach dem 18. Mai 2016 angeschafft wurden und unter 60.000 Euro kosten. Der Starttermin für die Antragsstellungen könnte unmittelbar bevorstehen.

Auf die Plätze, fertig, los: Die Kaufprämie für Elektro-Autos nimmt langsam Fahrt auf. Schon ab Anfang Juli können möglicherweise die ersten Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht werden. Gefördert werden Elektro-Autos, deren Netto-Listenpreis unter 60.000 Euro liegt und die nach dem 18. Mai 2016 als Neuwagen gekauft wurden. Die Grenzen der Kaufprämie sind mittlerweile ebenfalls klar: Der Staatsanteil der Prämie wird bei 600 Millionen Euro gedeckelt. Für jedes reine Elektro-Auto gibt es einen staatlichen Zuschuss von 2.000 Euro, für Hybriden beläuft sich die Förderung auf 1.500 Euro. Die Summe wird von den Herstellern verdoppelt, sodass sich eine Unterstützung von insgesamt 4.000 Euro bei Stromern und 3.000 Euro bei kombinierten Antrieben ergibt. Insgesamt können mit dem Betrag 300.000 bis 400.000 E-Auto-Käufe gefördert werden. Das sind etwa ein Fünftel der Autos, die 2009 durch die Abwrack-Prämie gefördert wurden. Hier reichte die Summe für etwa zwei Millionen Fahrzeuge. Anders als bei der letzten staatlichen Kaufprämie, soll die Abwicklung der E-Auto-Prämie jedoch vom Bafa besser organisiert sein. Eins bleibt jedoch gleich: Es gilt das sogenannte Windhundverfahren: Wer zuerst kommt, bekommt den Zuschlag für die E-Auto-Prämie.

Mehr zum Thema: Diese Autos erhalten die Kaufprämie

Start der E-Auto-Kaufprämie Anfang Juli?

Bevor die Prämie durchgesetzt werden konnte, wurde zuletzt in Brüssel überprüft, ob die Finanzspritze vom Staat als Beihilfe für die Autoindustrie gewertet werden könnte. Doch von der EU gab es grünes Licht. Nachdem sich nun auch der Wirtschafts- und Haushaltsausschuss des Bundestages mit dem Thema auseinandergesetzt haben, ist die Entscheidung für die Förderung gefallen. Bundesregierung und Autoindustrie hatten sich bereits vor einigen Monaten auf eine Kaufprämie für Elektroautos geeinigt. Das hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel als erster Spitzenpolitiker vor Kurzem bestätigt. Der Ausbau der Ladestationen soll zudem mit 300 Millionen Euro gefördert werden. Vor Kurzem hatte sich Bundeskanzlerin Merkel beim sogenannten Autogipfel mit den Spitzen von BMW, Mercedes und VW beraten. Neben der Kaufprämie gilt eine Steuerbefreiung für Elektroautos als gesichert. Medienberichten zufolge solle jeder, der bis 2020 ein Elektroauto kauft, für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit werden. Weiter heißt es in den Medienberichten, dass die Steuerbefreiung noch in dieser Legislaturperiode – also bis spätestens 2017 – auf den Weg gebracht werden soll.

Mehr zum Thema: Tesla wegen E-Prämie sauer

Förderung für Neuwagen mit Kaufdatum nach 18. Mai 2016

Außerdem hat sich die Große Koalition demnach zum Ziel gesetzt, den Anteil an E-Autos im Fuhrpark des Bundes ab 2017 auf 20 Prozent zu steigern und die Batterieforschung am Standort Deutschland zu stärken. Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung: Bis 2020 sollen eine Million E-Autos auf deutschen Straßen fahren, doch sind derzeit noch nicht einmal 50.000 Elektroautos unterwegs.

Mehr zum Thema: Benzin-Diesel-Verbot entschärft

Lena Reuß/az