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Kaufprämie für E-Autos beantragen: So geht's (Update)

Händler behalten E-Auto-Prämie

Die E-Auto-Prämie kann ab sofort für Elektro-Autos und Hybridfahrzeuge beantragt werden. Dazu lockt der Staat mit einer Steuerbefreiung die seit dem 17. November für zehn Jahre und ab 2017 auch für das Aufladen am Arbeitsplatz gilt. Die Grünen üben jedoch erste Kritik: Die Prämie käme nicht bei den Käufern an.

Seit dem 2. Juli 2016 können Käufer von Elektroautos und Hybridfahrzeigen die E-Auto-Kaufprämie beantragen. Alle Autos, die seit dem 17. November zugelassen werden erhalten zudem eine Steuerbefreiung für zehn Jahre. Bis zu diesem Zeitpunkt betrug die steuerbefreite Zeit nur fünf Jahre. Bis Ende Oktober 2016 sind so bereits 5800 Anträge für reine Stromer gestellt worden. Doch jetzt warnen die Grünen, die Kaufprämie käme gar nicht bei den Endkunden an. Das Problem: Die Prämie wird zu gleichen Teilen von Herstellern und Staat getragen. Der Hersteller gibt seinen Anteil dazu, indem er ihn vom Nettolistenpreis abzieht. Gleichzeitig haben sie aber keine Handhabe zu welchen Preisen die Elektro- und Hybridautos bei den Händlern angeboten werden. So bestehe laut den Grünen die Gefahr, dass die Händler einen Teil der Prämie für sich behielten. Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer: "Die Kaufprämie der Bundesregierung ist ein Rohrkrepierer, weil sie gar nicht bei den Käufern ankommt. Faktisch kosten E-Autos das Gleiche wie vorher, weil die Prämie bei den Händlern hängenbleibt." Das Bundeswirtschaftsministerium habe demnach eingeräumt, einigen Meldungen über solche Fälle nachgegangen zu sein, sie seien jedoch nicht repräsentativ. Außerdem sei es laut dem Ministerium noch zu früh für ein solches Zwischenfazit.

E-Auto-Prämie jetzt beantragen

Neben der E-Auto-Kaufprämie schafft die Regierung ab dem 1. Januar 2017 einen weiteren Anreiz für die Nutzung von Elektro- und Hybridfahrzeugen. Wer dann sein Auto beim Arbeitgeber auflädt, muss dies nicht mehr als geldwerten Vorteil angeben. Das Aufladen ist dann steuerfrei genauso wie die Überlassung der Ladevorrichtungen seitens des Arbeitgebers. Das gleiche gilt übrigens für Elektro-Fahrräder. Die E-Auto-Kaufprämie für Elektroautos und Hybridfahrzeuge soll der umweltfreundlichen Möobilität eine bessere Position auf dem Markt verschaffen. Insgesamt teilen sich Bund und Autoindustrie die Kosten in einer Gesamthöhe von 1,2 Milliarden Euro. Gefördert werden durch die E-Auto-Kaufprämie alle neuen Elektroautos mit 4000 Euro und Hybrid-Autos mit 3000 Euro, die nach dem 18. Mai angeschafft (geleast oder gekauft) wurden und einen Anschaffungspreis von maximal 60.000 Euro aufweisen. Dabei gilt das Prinzip: Wer zuerst beantragt, wird zuerst gefördert. Die Aktion läuft, bis alle Fördergelder aufgebraucht sind, spätestens aber bis zum 30. Juni 2019. Das Interesse an der E-Auto-Kaufprämie hält sich bisher noch in engen Grenzen, gerade einmal 175 Anträge wurden am ersten Tag gestellt. Wenn Sie diese Zahl in die Höhe treiben wollen, erklären wir hier, wie Sie vorgehen müssen:

1.) Erkundigen Sie sich zunächst, ob der Wagen, den Sie sich zulegen möchten, auf der Liste der förderwürdigen Autos aufgeführt wird. Wichtig: Die Liste ist noch unvollständig und wird von Zeit zu Zeit erweitert. Finden Sie Ihr Modell nicht auf Anhieb, schauen Sie mit ein wenig zeitlichem Abstand erneut nach.

2.) Dann müssen Sie den Antrag zur Förderung stellen. Ein schriftliches Verfahren wie bei der Abwrackprämie wird nicht angeboten. Möglicherweise können Sie aber auch Ihren Verkäufer dazu motivieren, diese Schritte für Sie zu erledigen.

3.) Sie werden im Zuge des Ausfüllens gebeten, die Rechnungskopie des Autohändlers und den dazugehörigen Fahrzeugschein und –brief vorzulegen. Scannen Sie besagte Dokumente ein, können Sie sie bei Antragstellung als Kopie hochladen, dem Antrag also gleich beifügen. Weiterhin ist wichtig, dass auf der Rechnung des Autohändlers vermerkt ist, dass der Hersteller seinen Prämienanteil vom Netto-Kaufpreis bereits abgezogen hat. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass von der Prämie nur profitiert, wer sein gefördertes Elektromobil mindestens neun Monate nach Kauf behält.

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E-Auto-Prämie plus Steuerbefreiung auf zehn Jahre

Bevor die Prämie durchgesetzt werden konnte, wurde zuletzt in Brüssel überprüft, ob die Finanzspritze vom Staat als Beihilfe für die Autoindustrie gewertet werden könnte. Doch von der EU gab es grünes Licht. Nachdem sich nun auch der Wirtschafts- und Haushaltsausschuss des Bundestages mit dem Thema auseinandergesetzt haben, ist die Entscheidung für die Förderung gefallen. Bundesregierung und Autoindustrie hatten sich bereits vor einigen Monaten auf eine Kaufprämie für Elektroautos geeinigt. Das hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel als erster Spitzenpolitiker vor Kurzem bestätigt. Der Ausbau der Ladestationen soll zudem mit 300 Millionen Euro gefördert werden. Vor Kurzem hatte sich Bundeskanzlerin Merkel beim sogenannten Autogipfel mit den Spitzen von BMW, Mercedes und VW beraten. Neben der Kaufprämie gehört eine Steuerbefreiung für Elektroautos zu den Maßnahmen der Bundesregierung. Zusätzlich sind E-Autos über zehn Jahre von der üblichen Kfz-Steuer befreit.

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So die E-Auto-Prämie beantragen

Außerdem hat sich die Große Koalition demnach zum Ziel gesetzt, den Anteil an E-Autos im Fuhrpark des Bundes ab 2017 auf 20 Prozent zu steigern und die Batterieforschung am Standort Deutschland zu stärken. Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung: Bis 2020 sollen eine Million E-Autos auf deutschen Straßen fahren, doch sind derzeit noch nicht einmal 50.000 Elektroautos unterwegs.

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AUTO ZEITUNG