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Kaufprämie für E-Autos beantragen: So geht's

Jetzt Förderung beantragen

Die E-Auto-Prämie kann ab sofort beantragt werden. Gefördert werden alle Elektro-Autos, die nach dem 18. Mai 2016 angeschafft wurden und unter 60.000 Euro kosten. Wir zeigen, wie Sie den Antrag stellen und auf was Sie achten müssen.

UPDATE: Die E-Auto-Kaufprämie für Elektroautos und Hybridfahrzeuge kann seit dem zweiten Juli 2016 beantragt werden. Insgesamt teilen sich Bund und Autoindustrie die Kosten in einer Gesamthöhe von 1,2 Milliarden Euro. Gefördert werden durch die E-Auto-Kaufprämie alle neuen Elektroautos mit 4000 Euro und Hybrid-Autos mit 3000 Euro, die nach dem 18. Mai angeschafft (geleast oder gekauft) wurden und einen Anschaffungspreis von maximal 60.000 Euro aufweisen. Dabei gilt das Prinzip: Wer zuerst beantragt, wird zuerst gefördert. Die Aktion läuft, bis alle Fördergelder aufgebraucht sind, spätestens aber bis zum 30. Juni 2019. Das Interesse an der E-Auto-Kaufprämie hält sich bisher noch in engen Grenzen, gerade einmal 175 Anträge wurden am ersten Tag gestellt. Wenn Sie diese Zahl in die Höhe treiben wollen, erklären wir hier, wie Sie vorgehen müssen:

1.) Erkundigen Sie sich zunächst, ob der Wagen, den Sie sich zulegen möchten, auf der Liste der förderwürdigen Autos aufgeführt wird. Wichtig: Die Liste ist noch unvollständig und wird von Zeit zu Zeit erweitert. Finden Sie Ihr Modell nicht auf Anhieb, schauen Sie mit ein wenig zeitlichem Abstand erneut nach.

2.) Dann müssen Sie den Antrag zur Förderung stellen. Ein schriftliches Verfahren wie bei der Abwrackprämie wird nicht angeboten. Möglicherweise können Sie aber auch Ihren Verkäufer dazu motivieren, diese Schritte für Sie zu erledigen.

3.) Sie werden im Zuge des Ausfüllens gebeten, die Rechnungskopie des Autohändlers und den dazugehörigen Fahrzeugschein und –brief vorzulegen. Scannen Sie besagte Dokumente ein, können Sie sie bei Antragstellung als Kopie hochladen, dem Antrag also gleich beifügen. Weiterhin ist wichtig, dass auf der Rechnung des Autohändlers vermerkt ist, dass der Hersteller seinen Prämienanteil vom Netto-Kaufpreis bereits abgezogen hat. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass von der Prämie nur profitiert, wer sein gefördertes Elektromobil mindestens neun Monate nach Kauf behält.

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Die E-Auto-Prämie ist seit dem zweiten Juli 2016 gestartet

Bevor die Prämie durchgesetzt werden konnte, wurde zuletzt in Brüssel überprüft, ob die Finanzspritze vom Staat als Beihilfe für die Autoindustrie gewertet werden könnte. Doch von der EU gab es grünes Licht. Nachdem sich nun auch der Wirtschafts- und Haushaltsausschuss des Bundestages mit dem Thema auseinandergesetzt haben, ist die Entscheidung für die Förderung gefallen. Bundesregierung und Autoindustrie hatten sich bereits vor einigen Monaten auf eine Kaufprämie für Elektroautos geeinigt. Das hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel als erster Spitzenpolitiker vor Kurzem bestätigt. Der Ausbau der Ladestationen soll zudem mit 300 Millionen Euro gefördert werden. Vor Kurzem hatte sich Bundeskanzlerin Merkel beim sogenannten Autogipfel mit den Spitzen von BMW, Mercedes und VW beraten. Neben der Kaufprämie gilt eine Steuerbefreiung für Elektroautos als gesichert. Medienberichten zufolge solle jeder, der bis 2020 ein Elektroauto kauft, für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit werden. Weiter heißt es in den Medienberichten, dass die Steuerbefreiung noch in dieser Legislaturperiode – also bis spätestens 2017 – auf den Weg gebracht werden soll.

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Förderung für Neuwagen mit Kaufdatum nach 18. Mai 2016

Außerdem hat sich die Große Koalition demnach zum Ziel gesetzt, den Anteil an E-Autos im Fuhrpark des Bundes ab 2017 auf 20 Prozent zu steigern und die Batterieforschung am Standort Deutschland zu stärken. Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung: Bis 2020 sollen eine Million E-Autos auf deutschen Straßen fahren, doch sind derzeit noch nicht einmal 50.000 Elektroautos unterwegs.

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Lena Reuß/az