Gigafactory: Tesla-Werk bei Berlin (Grünheide) Tesla-Werk in Grünheide startet

Tim Neumann 22.03.2022
Inhalt
  1. Start des Tesla-Werks Grünheide am 22. März 2022
  2. Kritik an der "Gigafactory"
  3. Weitere News zur Tesla-Fabrik in Deutschland (Chronologie)

Das Tesla-Werk in Grünheide (bei Berlin) wird am 22. März 2022 eröffnet – zuvor hatte es zig Verzögerungen auf der Baustelle gegeben, wie wir in dieser News zusammenfassen. Der Artikel zur "Gigafactory" wurde am 22.03.2022 aktualisiert.

 

Start des Tesla-Werks Grünheide am 22. März 2022

Am Rande von Berlin startet am 22. März 2022 die Mission Tesla: Die Fabrik des US-Elektroautobauers, in eigener Tech-Sprache "Gigafactory" genannt, in Grünheide wird mit viel Prominenz eröffnet. Zur Feier haben sich Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Tesla-Chef Elon Musk angesagt. Musk will persönlich die ersten Fahrzeuge vom Typ Model Y übergeben. Mit dem Tesla-Werk entstand nach zwei Jahren Bauzeit und vielen Vorabzulassungen bis zur endgültigen Genehmigung Anfang März 2022 ein neuer Automobilstandort im Osten Deutschlands. Tesla plant in einer ersten Stufe mit bis zu 500.000 Autos im Jahr und rund 12.000 Beschäftigten. Eine Batteriefabrik für die Herstellung von Batteriezellen, die eine fünfmal höhere Energie und sechsmal mehr Leistung haben, befindet sich im Bau. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Kritik an der "Gigafactory"

Nach Ansicht von Umweltschützer:innen ist die Wasserversorgung für das Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin nicht gesichert. Der Geschäftsführer der Grünen Liga Brandenburg, Michael Ganschow, kritisierte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt (Oder), dass dieses "entgegen jeder wissenschaftlichen Expertise" entschieden habe und die Trinkwasserversorgung in einem Verfahren zur Klage der Grünen Liga und des Naturschutzbundes Nabu gegen das Land wegen einer Bewilligung zur Wasserentnahme auch für Tesla auf 30 Jahre als gesichert ansehe. Das Gericht hatte eine Wasserförderung aus dem Wasserwerk Eggersdorf Anfang März 2022 aus formellen Gründen verworfen. Nun muss die Beteiligung der Öffentlichkeit für eine höhere Wassermenge nachgeholt werden. Das Land duldet weiter die Entnahme in voller Höhe der Bewilligung von 3,8 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr. Tesla hatte den geplanten Wasserverbrauch seiner "Gigafactory" in der Planung gesenkt. Das Unternehmen veranschlagt nach früheren Angaben pro Fahrzeug einschließlich Batterieproduktion 2,2 Kubikmeter und betont, das liege unter dem Branchenschnitt von mehr als drei Kubikmetern. Der brandenburgische Umweltminister Axel Vogel sieht trotz des Klimawandels und des Wachstums im Großraum Berlin genug Wasservorräte. Das Grundwasser sei ausreichend. Lokal gebe es aber deutliche Probleme. Auch zeichneten sich Probleme für Berlin und das Umland ab, weil Menschen und Industrie immer mehr Wasser benötigten.  

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Weitere News zur Tesla-Fabrik in Deutschland (Chronologie)

  • Der US-Elektroautobauer Tesla muss wegen der Errichtung nicht genehmigter Tanks auf der Baustelle seiner geplanten Fabrik in Grünheide bei Berlin mit einem Bußgeld rechnen. Es handle sich um drei Tanks für unterschiedliche Flüssigkeiten, die ohne Genehmigung errichtet worden seien, sagte Sebastian Arnold, Sprecher des brandenburgischen Umweltministeriums, am 8. Juli 2021. Es ist nicht der erste Verstoß. Der US-Elektroautobauer hatte auf der Baustelle zum neuen Tesla-Werk außerdem zeitweise unterirdische Rohre ohne Genehmigung verlegt. Tesla hatte auch mit Tests für Pfähle begonnen, obwohl es keine Genehmigung gab. Mehr zum Thema: Das ist der Tesla-Kleinwagen

  • Bei einem Besuch des Tesla-Werks bei Berlin (Grünheide) Mitte Mai 2021 hat Elon Musk die deutsche Bürokratie kritisiert. Im Interview mit NTV äußerte er: "Ich denke, es wäre besser, wenn es weniger Bürokratie gäbe." Demnach sammle eine Gesellschaft über die Jahre hinweg immer mehr Vorschriften an, ohne manche davon auch irgendwann wieder zu kippen. So dürfe man in Zukunft gar nichts mehr. "Deshalb sollte es einen aktiven Prozess geben, Vorschriften abzuschaffen", rät der Tesla-Chef Deutschland. Mehr zum Thema: Das ist das Tesla Model Y

  • Für die Errichtung des Tesla-Werks in Grünheide bei Berlin plant der Autobauer mit Kosten in Höhe von rund 1,065 Milliarden Euro. Das geht aus einem Antrag für die umweltrechtliche Genehmigung hervor, der Anfang Juli 2020 veröffentlicht wurde. Mehr zum Thema: Das ist das Tesla Model X

  • Bürger:innen kritisieren das neue Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide. Mitte Januar 2020 protestierten rund 200 Menschen in der Gemeinde gegen die Ansiedlung des US-Unternehmens und die dafür nötige Rodung des Waldes auf dem Baugrundstück. Ihnen gingen die Entscheidungen zu schnell, außerdem sehen sie das Trinkwasserschutzgebiet in der Region gefährdet. Tatsächlich gab es auch eine Demonstration für die Ansiedlung der "Gigafactory", deren Teilnehmer:innen sich qualifizierte Job in der Nähe statt in Berlin erhoffen. Mehr zum Thema: Das ist das Tesla Model S

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