Tesla-News (Mai 2021): Umsatz & Gewinn Tesla stoppt Bitcoin-Bezahlung

von AUTO ZEITUNG 14.05.2021
Inhalt
  1. Mai 2021: Tesla lehnt Bitcoin als Zahlungsmittel ab
  2. Januar 2021 (News zu Quartalszahlen): Tesla erstmalig mit Gewinn (Umsatz) & Touchscreen-Probleme
  3. November 2020: 12 Millionen Euro Strafe für Tesla in Deutschland
  4. Juli 2020: Tesla-Niederlage im Streit um Autopilot-Werbung
  5. Mai 2020: Tesla lässt Klage gegen Corona-Einschränkungen fallen
  6. Tesla-News 2018 & 2019: Einschränkungen bei Twitter. FBI-Ermittlungen, Einigung mit Börsenaufsicht & Vorwürfe durch Tesla-Mitarbeiter

Tesla-News im Mai 2021: Tesla lehnt Bitcoin als Zahlungsmittel aufgrund von Umweltbedenken wieder ab. Mit fast einer halbe Million Auslieferungen erreicht Tesla die selbstgesetzten Ziele 2020 – Umsatz und Quartalszahlen sind auf Rekordniveau, erstmalig erzielt der Autobauer über ein Kalenderjahr Gewinn. Und: Es drohen Probleme mit den Touchscreens älterer Tesla-Modelle. Dieser Artikel wurde am 14.05.2021 aktualisiert.

 

Mai 2021: Tesla lehnt Bitcoin als Zahlungsmittel ab

Nicht einmal zwei Monate, nachdem Tesla Bitcoin erstmalig als Zahlungsmittel akzeptiert hat, rudert der US-Autobauer zurück. Wegen Umweltbedenken angesichts des hohen Stromverbrauchs, Bitcoins zu "schürfen", habe der Konzern diese Entscheidung getroffen, erklärte Tesla-Chef Elon Musk am 12. Mai 2021 bei Twitter. Vor allem, dass viel Kohleenergie dafür genutzt werde, sei bedenklich. Gleichzeit machte er klar, dass er grundsätzlich ein Fürsprecher der Branche bleibt: "Kryptowährung ist auf vielen Ebenen eine gute Idee und wir glauben an eine vielversprechende Zukunft, aber dies kann nicht zu großen Lasten der Umwelt gehen", hieß es in seinem Statement. Tesla hatte erst im März begonnen, Bitcoins zum Kauf von Elektroautos zu akzeptieren. Zuvor hatte der Konzern eine Investition in Bitcoins für 1,5 Milliarden Dollar bekannt gegeben und der ältesten und bekanntesten Cyberwährung damit einen ordentlichen Schub gegeben. Bitcoin steht wegen des hohen Stromverbrauchs, den das sogenannte Mining – die Herstellung der Währungseinheiten durch energieaufwendige Rechnerprozesse – erfordert, schon lange bei Umweltschützer:innen in der Kritik. Tesla will laut Musk auch keinen Bitcoin-Handel mehr betreiben, solange die Energiebilanz sich nicht deutlich verbessert hat.

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Januar 2021 (News zu Quartalszahlen): Tesla erstmalig mit Gewinn (Umsatz) & Touchscreen-Probleme

  • Tesla-News im Januar 2021: Zum sechsten Mal in Folge schreibt Tesla schwarze Quartalszahlen, erstmals hat der Autobauer ein Kalenderjahr mit Gewinn abgeschlossen. Trotz der Corona-Krise erreichte das Unternehmen von Elon Musk 2020 einen Überschuss von 721 Millionen Dollar (595 Mio. Euro), wie es Ende Januar 2021 mitteilt. Die Erlöse kletterten um 28 Prozent auf 31,5 Milliarden Dollar. Dennoch verfehlte Tesla die Erwartungen für die vierten Quartalszahlen 2020: Hier schaffte der Autobauer zwar auch einen Gewinn, der aber geringer ausfiel als an der Börse angenommen. Der Konzern macht einen wesentlichen Teil seines Ertrags mit dem Handel von Abgaszertifikaten. Diese benötigen andere Autobauer, um ihre Emissionsbilanz auszugleichen und so gesetzliche Vorgaben etwa in Kalifornien oder Europa zu erfüllen. Ohne diese Einkünfte, die sich 2020 auf 1,6 Milliarden und im Schlussquartal auf 401 Millionen Dollar beliefen, hätte Tesla daher kein Geld verdient.

  • Für 2021strebt  Tesla an, die Wachstumsrate von 50 Prozent aus dem Vorjahr übertreffen zu wollen. Das entspräche rund 750.000 Auslieferungen. 2020 hat Tesla 499.550 Fahrzeuge ausgeliefert. Ein Grund dafür war das nächste Rekordquartal: Im vierten Quartal 2020 setzten die US-Amerikaner:innen demnach weltweit 180.570 Fahrzeuge ab.

  • Parallel gibt es offenbar Probleme mit den Touchscreens der Baureihen Model S & X (Baujahre 2012 bis 2018). Wie die "Bild am Sonntag" am 24. Januar 2021 zuerst berichtete, prüft das Kraftfahrbundesamt (KBA) ein mögliches Sicherheitsrisiko, das auf Speicherplatzprobleme bei bestimmten Computerchips zurückgeht, die in den betroffenen Modellen zum Einsatz kommen. Im schlimmsten Falle droht ein Ausfall des Touchscreens, über den viele sicherheitsrelevante Funktionen bedient werden. In den USA hat die US-Verkehrsbehörde NHTSA Mitte Januar bereits rund 158.000 zurückgerufen. Das KBA steht im Austausch mit den US-amerikanischen Kolleg:innen.

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November 2020: 12 Millionen Euro Strafe für Tesla in Deutschland

Tesla wurde in Deutschland zu einem Bußgeld in Höhe von zwölf Millionen Euro verdonnert, weil die Marke die Gesetze zur Batterieentsorgung scheinbar nicht befolgt habe. Gegen die Strafe des Umweltbundesamts hat Tesla bereits Widerspruch eingelegt. Im Streit geht es um das deutsche Batteriegesetz: Dieses schreibt vor, dass Hersteller von Elektroautos ihre verkauften Batterien zurücknehmen oder einen Entsorgungspartner kommunizieren müssen. Problematisch ist nämlich nicht nur das Recyclen der verbrauchten Akkus, sondern auch die Entsorgung im Falle eines Unfalls. Bei Bränden etwa muss der Wagen für mehrere Tage in einem mit Wasser gefüllten Spezialcontainer eingetaucht werden, um Kettenreaktionen der Akkuzellen und damit erneute Entzündungen zu vermeiden. "Obwohl wir den Ausgang des Verfahrens inklusive der endgültigen Höhe der Strafe nicht absehen können, haben wir Widerspruch eingelegt, und es ist nicht zu erwarten, dass es unser Geschäft wesentlich negativ beeinträchtigen wird", schreibt der Autobauer in einer Stellungnahme zur Tesla-News im November 2020. 

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Juli 2020: Tesla-Niederlage im Streit um Autopilot-Werbung

Einem Gerichtsurteil zufolge hat Tesla den Mund bei der Werbung für seine Autos zu voll genommen. Das Landgericht München I verbot dem kalifornischen Elektroautobauer im Juli 2020, mit dem Begriff "Autopilot" für seine Fahrzeuge zu werben. Darüber hinaus untersagte die Kammer dem Hersteller weitere Werbeaussagen im Zusammenhang mit autonomem Fahren. Sie gab damit einer Klage der Wettbewerbszentrale in vollem Umfang statt. Die Organisation hatte moniert, dass Tesla unter anderem den Eindruck erweckt habe, dass seine Autos mit einem Fahrerassistenz-Paket "bis Ende des Jahres 2019 autonom fahren könnten und dürften". Tesla könne das aber gar nicht erfüllen, weil die Autos weder technisch fahrerlos fahren können, noch rechtlich dürfen. Die Werbung sei daher irreführend. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob die Wettbewerbszentrale die nötige Sicherheitsleistung von 100.000 Euro erbringt, um das Urteil trotzdem sofort vollstreckbar zu machen, will sie nach Prüfung der Urteilsgründe entscheiden. Mehr zum Thema: Das ist das Tesla Model S

 

Mai 2020: Tesla lässt Klage gegen Corona-Einschränkungen fallen

Einem Gerichtsurteil zufolge hat Tesla den Mund bei der Werbung für seine Autos zu voll genommen. Das Landgericht München I verbot dem kalifornischen Elektroautobauer im Juli 2020, mit dem Begriff "Autopilot" für seine Fahrzeuge zu werben. Darüber hinaus untersagte die Kammer dem Hersteller weitere Werbeaussagen im Zusammenhang mit autonomem Fahren. Sie gab damit einer Klage der Wettbewerbszentrale in vollem Umfang statt. Die Organisation hatte moniert, dass Tesla unter anderem den Eindruck erweckt habe, dass seine Autos mit einem Fahrerassistenz-Paket "bis Ende des Jahres 2019 autonom fahren könnten und dürften". Tesla könne das aber gar nicht erfüllen, weil die Autos weder technisch fahrerlos fahren können, noch rechtlich dürfen. Die Werbung sei daher irreführend. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob die Wettbewerbszentrale die nötige Sicherheitsleistung von 100.000 Euro erbringt, um das Urteil trotzdem sofort vollstreckbar zu machen, will sie nach Prüfung der Urteilsgründe entscheiden.

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Tesla-News 2018 & 2019: Einschränkungen bei Twitter. FBI-Ermittlungen, Einigung mit Börsenaufsicht & Vorwürfe durch Tesla-Mitarbeiter

  • Nach einer Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC musste sich Tesla-Chef Elon Musk auf deutliche Einschränkungen in seinem Verhalten bei Twitter einstellen. Er soll eine lange Liste von Themen bekommen haben, zu denen er sich jegliche Kommunikation vorab von einem in Wertpapierfragen erfahrenen Anwalt freigeben lassen muss. Dazu zählen unter anderem Finanzen, Produktionsziele, Übernahmen und Fusionen, die den Elektroautobauer betreffen. Der Grund für die Auseinandersetzung mit der Börsenaufsicht war ein Tweet des Firmenchefs, den er am 19. Februar 2019 auf Twitter absetzte: "Tesla baute 0 Autos 2011, aber wird 2019 rund 500 000 bauen". In ihm sah die Börsenaufsicht einen Verstoß gegen Auflagen, die Tesla-Boss Musk einhalten muss, seitdem ein Vergleich den im Herbst 2018 erstmals eskalierten Streit zwischen ihm und der Börsenaufsicht beendete. Die Auflagen untersagen dem Firmenchef, marktbewegende Nachtrichten eigenmächtig über seine Social-Media-Kanäle abzusetzen. Er muss alle Meldungen, die den Aktienkurs beeinflussen könnten, vom Unternehmen prüfen lassen. Musk selbst reagierte bereits kurz nach der eigenen Veröffentlichung und relativierte die 500.000 Autos als eine auf das Jahr hochgerechnete Produktionsrate, die Ende 2019 erreicht werden könnte. Das würde sich in etwa mit den zuvor von Tesla kommunizierten Zahlen decken. Die Meldung ließ die Tesla-Aktie nachbörslich um zeitweise mehr als fünf Prozent fallen. Bereits 2018 hatten sich Börsenaufsicht und Musk darauf verständigt, dass der Tesla-Chef sich alle kursrelevanten Tweets freigeben lassen muss. Wie konkret entschieden wird, ob die Nachrichten Einfluss auf Teslas Aktienkurs haben könnten, war jedoch nicht klar geregelt – und kein einziger Musk-Tweet war seitdem vorab überprüft worden. Mehr zum Thema: Das ist das Tesla Model Y

  • Das FBI ermittelt gegen Tesla. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, seien die von der US-Staatsanwaltschaft geleiteten strafrechtlichen Untersuchungen gegen den US-Autobauer Ende Oktober 2018 intensiviert worden. Gegenstand der Ermittlungen ist die Frage, ob Tesla falsche Produktionszahlen zum Model 3 angegeben hat. Teslas Pressestelle habe eingeräumt, dass das Justizministerium zu den Prognosen der Model-3-Produktion Dokumente angefordert habe. Dies läge aber schon Monate zurück. Außerdem habe der Autobauer kooperiert und seitdem weder Anfragen noch Vorladungen erhalten. Das FBI überprüft, ob das Unternehmen wissentlich Produktionsziele ausgab, die nicht möglich gewesen seien, um so Investoren zu täuschen.

  • Tesla-Chef Elon Musk hat sich im Herbst 2018 mit der US-Börsenaufsicht geeinigt und kam in der gegen ihn angestrengten Klage wegen Marktmanipulation mit einem blauen Auge davon. Zwar kann er Firmenchef des US-Autobauers bleiben, muss aber den Vorsitz im übergeordneten Verwaltungsrat und damit die alleinige Macht über den Autobauer für mindestens drei Jahre abgeben. Neu besetzt ist der Posten seit dem 9. November 2018 mit Robyn Denholm. Auch Tweets, die den Aktienkurs beeinflussen könnten, muss Musk künftig kontrollieren lassen. Und er wie Tesla zahlen jeweils 20 Millionen US-Dollar (rund 17,2 Mio. Euro) Strafe. Hintergrund sind Tweets aus dem August 2018, als Musk angekündigt hatte, den Elektroautobauer zum Preis von 420 US-Dollar je Aktie von der Börse nehmen zu wollen. "Finanzierung gesichert", hatte er seinerzeit vermeldet. Das Vorhaben hatte viel Aufmerksamkeit erregt, weil es zum einen überraschend kam und zum zweiten viel Kapital dafür nötig gewesen wäre. Nur zwei Wochen später hat der Tesla-Chef den Plan wieder beerdigt. Wegen des Verdachts auf Marktmanipulation schlossen sich Investoren zu Sammelklagen zusammen. Auch die Börsenaufsicht SEC hatte daraufhin ermittelte daraufhin und warf Musk in der Klage aus dem September 2018 vor, in der Sache falsche und irreführende Angaben gemacht zu haben. Der Tesla-Chef wiederum hatte die Klage als ungerechtfertigt bezeichnet. Mehr zum Thema: Das ist das Tesla Model 3

  • Der von Tesla-Chef Elon Musk der Sabotage bezichtigte und wegen Datenklaus, Geheimnisverrats und mutwilliger Geschäftsschädigung verklagte Ex-Mitarbeiter hat den Autobauer im Juni 2018 bei der US-Börsenaufsicht SEC angezeigt. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge wirft er Tesla vor, die wöchentlichen Produktionszahlen des Tesla Model 3 um bis zu 44 Prozent höher angegeben zu haben als sie tatsächlich lauten. Außerdem behauptet er, Tesla habe im Model 3 fehlerhafte und schlecht verarbeitete Batterien eingebaut. Tesla hatte im Juni 2018 Klage gegen den ehemaligen Mitarbeiter eingereicht, der einige Monate in der "Gigafactory" im US-Bundesstaat Nevada gearbeitet hatte. Der Autobauer wirft ihm vor, sich ins System gehackt und dort Änderungen vorgenommen zu haben. Der Beschuldigte soll mehrere Gigabyte an internen Daten an Dritte weitergegeben und falsche Angaben gegenüber den Medien gemacht haben. Tesla gehe davon aus, dass der Angestellte "mutwillig und arglistig" gehandelt habe, um dem Unternehmen gezielt zu schaden, heißt es in der Anklageschrift. Der Angestellte habe unter falschen Nutzernamen direkte Änderungen an Teslas Produktionssystem vorgenommen und große Mengen hochsensibler Daten an Dritte herausgegeben. Sein Motiv sei eine gewünschte Beförderung gewesen, die ihm versagt wurde. Der 40-jährige Beklagte wiederum streitet ab, sich in Teslas Produktionssystem gehackt zu haben – dazu habe er gar nicht die Fähigkeiten. Mehr zum Thema: Das ist das Tesla Model X

  • Trotz der schweren Kritik des ehemaligen GM-Chefs Bob Lutz hat Tesla-Fimenchef Elon Musk im Januar 2018 seinen Vertrag für weitere zehn Jahre verlängert. Allerdings wird dem Chef des Elektro-Autobauers kein Gehalt ausgezahlt, er soll ausschließlich mit Aktien bezahlt werden. Diese Entlohnung ist zusätzlich an wirtschaftlichen Erfolg gekoppelt. Musks Ziele für die nächsten Jahre sind sehr sportlich gesteckt: So hat sich Tesla vorgenommen, seinen Börsenwert in 50-Milliarden-US-Dollar-Schritten bis hin zu 650 Milliarden US-Dollar zu vervielfältigen. Im Januar 2018 war Tesla 59 Milliarden US-Dollar wert. Wenn Musk jede Stufe der verfolgten Börsenwerte erreicht, erhält er 1,69 Millionen Aktien, was derzeit ein Prozent am Unternehmen bedeutet. Mehr zum Thema: Das ist der Tesla Roadster II
    mit dpa

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