Tesla (Oktober 2019): Auslieferungsrekord Tesla liefert 97.000 Autos aus

von Alexander Koch 04.10.2019
Inhalt
  1. Oktober 2019: Tesla mit Auslieferungsrekord
  2. Februar 2019: Musk muss sich auf Twitter einschränken
  3. Oktober 2018: FBI-Ermittlungen gegen Tesla
  4. Oktober 2018: Musk einigt sich mit US-Börsenaufsicht 
  5. Juni 2018: Ex-Mitarbeiter erhebt Vorwürfe gegen Tesla
  6. Januar 2018: Vertragsverlängerung für Tesla-Chef Musk

Die Tesla-Aktie stürzt trotz neuem Auslieferungsrekord im Oktober 2019 ab. Außerdem: Alles zur Auseinandersetzung zwischen Tesla-Chef Elon Musk un der Börsenaufsicht. Dieser Artikel wurde am 04.10.2019 aktualisiert

 

Oktober 2019: Tesla mit Auslieferungsrekord

Obwohl Tesla im dritten Quartal 2019 mit 97.000 verkauften Autos einen neuen Auslieferungsrekord erreicht hat, kamen die Absatzzahlen bei den Anlegern nicht gut an. Die Aktien fielen am Donnerstag, 4. Oktober 2019, im frühen US-Handel um mehr als sieben Prozent. Hintergrund ist, dass Teslas ehrgeiziger Firmenchef Elon Musk zuvor noch optimistisch verkündet hatte, 100.000 Auslieferungen erreichen zu können. Nun erreichte der Autobauer zwar den neuen Rekord, verfehlte aber die sechsstellige Summe und erreichte damit aus Sicht der Anleger nur einen Anstieg von knapp zwei Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2019. "Wir fragen uns, ob die Nachfrage nach Teslas Autos abflacht», schrieb Experte Joe Osha vom Investmentmanager JMP Securities und stufte das Kursziel für Teslas Aktien herab. Der Großteil der ausgelieferten Autos entfiel mit 79.600 Stück tatsächlich auf den Hoffnungsträger Model 3, während der Absatz der älteren Luxuswagen Model S und X ins Stocken geriet. Diese Abschwächung und den Einfluss, den sie auf die Profitabilität habe, dürfte Investoren weiter umtreiben, meint Nomura-Experte Christopher Eberle. Damit steht fest: Für Tesla-Chef Musk wird es nun sehr schwierig, seine ambitionierten Jahresziele zu erreichen. 2019 will er insgesamt 360.000 bis 400.000 Wagen ausliefern. Dafür müsste Tesla sich im Schlussquartal deutlich steigern. Außerdem fürchten Anleger, dass die von Musk versprochenen schwarzen Zahlen nicht erreicht werden, da die Gewinnspannen beim boomenden Model 3 gering sind. Mehr zum Thema: Das kostet das Tesla Model S

Geschichte Teslas im Video:

 
 

Februar 2019: Musk muss sich auf Twitter einschränken

Nach einer Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC muss sich Tesla-Chef Elon Musk auf deutliche Einschränkungen in seinem Verhalten bei Twitter einstellen. Er soll eine lange Liste von Themen bekommen, zu denen er sich jegliche Kommunikation vorab von einem in Wertpapierfragen erfahrenen Anwalt freigeben lassen muss. Dazu zählen unter anderem Finanzen, Produktionsziele, Übernahmen und Fusionen, die den Elektroautobauer betreffen. Die Vereinbarung muss noch von der zuständigen Richterin gebilligt werden. Der Grund für die Auseinandersetzung mit der Börsenaufsicht war ein Tweet des Firmenchefs, den er am 19. Februar 2019 auf Twitter absetzte: "Tesla baute 0 Autos 2011, aber wird 2019 rund 500 000 bauen". In ihm sah die Börsenaufsicht einen Verstoß gegen Auflagen, die Tesla-Boss Musk einhalten muss, seitdem ein Vergleich den im Herbst 2018 erstmals eskalierten Streit zwischen ihm und der Börsenaufsicht beendete. Die Auflagen untersagen dem Firmenchef, marktbewegende Nachtrichten eigenmächtig über seine Social-Media-Kanäle abzusetzen. Er muss alle Meldungen, die den Aktienkurs beeinflussen könnten, vom Unternehmen prüfen lassen. Musk selbst reagierte bereits kurz nach der eigenen Veröffentlichung und relativierte die 500.000 Autos als eine auf das Jahr hochgerechnete Produktionsrate, die Ende 2019 erreicht werden könnte. Das würde sich in etwa mit den zuvor von Tesla kommunizierten Zahlen decken. Die Meldung ließ die Tesla-Aktie nachbörslich um zeitweise mehr als fünf Prozent fallen. Bereits 2018 hatten sich Börsenaufsicht und Musk darauf verständigt, dass der Tesla-Chef sich alle kursrelevanten Tweets freigeben lassen muss. Wie konkret entschieden wird, ob die Nachrichten Einfluss auf Teslas Aktienkurs haben könnten, war jedoch nich klar geregelt – und kein einziger Musk-Tweet war seitdem vorab überprüft worden.

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Oktober 2018: FBI-Ermittlungen gegen Tesla

Das FBI ermittelt gegen Tesla. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, seien die von der US-Staatsanwaltschaft geleiteten strafrechtlichen Untersuchungen gegen den US-Autobauer Ende Oktober 2018 intensiviert worden. Gegenstand der Ermittlungen ist die Frage, ob Tesla falsche Produktionszahlen zum Model 3 angegeben hat. Teslas Pressestelle habe eingeräumt, dass das Justizministerium zu den Prognosen der Model-3-Produktion Dokumente angefordert habe. Dies läge aber schon Monate zurück. Außerdem habe der Autobauer kooperiert und seitdem weder Anfragen noch Vorladungen erhalten. Nach wie vor kämpft der Autobauer darum, die Produktionszahlen des Model 3 hochzufahren. Das FBI überprüft nun, ob das Unternehmen wissentlich Produktionsziele ausgab, die nicht möglich gewesen seien, um so Investoren zu täuschen. Mehr zum Thema: So kommt das Tesla Model Y

 

Oktober 2018: Musk einigt sich mit US-Börsenaufsicht 

Tesla-Chef Elon Musk hat sich im Herbst 2018 mit der US-Börsenaufsicht geeinigt und kommt in der gegen ihn angstrengten Klage wegen Marktmanipulation mit einem blauen Auge davon. Zwar kann er Firmenchef des US-Autobauers bleiben, muss aber den Vorsitz im übergeordneten Verwaltungsrat und damit die alleinige Macht über den Autobauer für mindestens drei Jahre abgeben. Neu besetzt ist der Posten seit dem 9. November 2018 mit Robyn Denholm. Auch Tweets, die den Aktienkurs beeinflussen könnten, muss Musk künftig kontrollieren lassen. Und er wie Tesla zahlen jeweils 20 Millionen US-Dollar (rund 17,2 Mio Euro) Strafe. Hintergrund sind Tweets aus dem August 2018, als Musk angekündigt hatte, den Elektroautobauer zum Preis von 420 US-Dollar je Aktie von der Börse nehmen zu wollen. "Finanzierung gesichert", hatte er seinerzeit vermeldet. Das Vorhaben hatte viel Aufmerksamkeit erregt, weil es zum einen überraschend kam und zum zweiten viel Kapital dafür nötig gewesen wäre. Nur zwei Wochen später hat der Tesla-Chef den Plan wieder beerdigt. Wegen des Verdachts auf Marktmanipulation schlossen sich Investoren zu Sammelklagen zusammen. Auch die Börsenaufsicht SEC hatte daraufhin ermittelte daraufhin und warf Musk in der Klage vom Freitag, 28. September 2018, vor, in der Sache falsche und irreführende Angaben gemacht zu haben. Der Tesla-Chef wiederum hatte die Klage als ungerechtfertigt bezeichnet.

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Juni 2018: Ex-Mitarbeiter erhebt Vorwürfe gegen Tesla

Der von Tesla-Chef Elon Musk der Sabotage bezichtigte und wegen Datenklaus, Geheimnisverrats und mutwilliger Geschäftsschädigung verklagte Ex-Mitarbeiter hat den Autobauer im Juni 2018 bei der US-Börsenaufsicht SEC angezeigt. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge wirft er Tesla vor, die wöchentlichen Produktionszahlen des Tesla Model 3 um bis zu 44 Prozent höher angegeben zu haben als sie tatsächlich lauten. Außerdem behauptet er, Tesla habe im Model 3 fehlerhafte und schlecht verarbeitete Batterien eingebaut. Tesla hatte im Juni 2018 Klage gegen den ehemaligen Mitarbeiter eingereicht, der einige Monate in der "Gigafactory" im US-Bundesstaat Nevada gearbeitet hatte. Der Autobauer wirft ihm vor, sich ins System gehackt und dort Änderungen vorgenommen zu haben. Der Beschuldigte soll mehrere Gigabyte an internen Daten an Dritte weitergegeben und falsche Angaben gegenüber den Medien gemacht haben. Tesla gehe davon aus, dass der Angestellte "mutwillig und arglistig" gehandelt habe, um dem Unternehmens gezielt zu schaden, heißt es in der Anklageschrift. Der Angestellte habe unter falschen Nutzernamen direkte Änderungen an Teslas Produktionssystem vorgenommen und große Mengen hochsensibler Daten an Dritte herausgegeben. Sein Motiv sei eine gewünschte Beförderung gewesen, die ihm versagt wurde. Der 40-jährige Beklagte wiederum streitet ab, sich in Teslas Produktionssystem gehackt zu haben – dazu habe er gar nicht die Fähigkeiten. Mehr zum Thema: Das kostet das Tesla Model X

 

Januar 2018: Vertragsverlängerung für Tesla-Chef Musk

Trotz der schweren Kritik des ehemaligen GM-Chefs Bob Lutz hat Tesla-Fimenchef Elon Musk im Januar 2018 seinen Vertrag für weitere zehn Jahre verlängert. Allerdings wird dem Chef des Elektro-Autobauers kein Gehalt ausgezahlt, er soll ausschließlich mit Aktien bezahlt werden. Diese Entlohnung ist zusätzlich an wirtschaftlichen Erfolg gekoppelt. Musks Ziele für die nächsten Jahre sind sehr sportlich gesteckt: So hat sich Tesla vorgenommen, seinen Börsenwert in 50-Milliarden-US-Dollar-Schritten bis hin zu 650 Milliarden US-Dollar zu vervielfältigen. Im Januar 2018 war Tesla 59 Milliarden US-Dollar wert. Wenn Musk jede Stufe der verfolgten Börsenwerte erreicht, erhält er 1,69 Millionen Aktien, was derzeit ein Prozent am Unternehmen bedeutet.

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