Tesla: Elon Musk löscht Facebook-Seite Facebook-Seite von Tesla gelöscht

von Anika Külahci 24.03.2018
Inhalt
  1. Elon Musk löscht Tesla-Facebook-Seite
  2. Tesla schreibt auch 2017 deutliche Verluste
  3. Ex-GM-Chef Bob Lutz: Tesla Pleite kommt
  4. Elon Musk verlängert als Tesla-CEO für zehn Jahre

Facebook-Seite von Tesla gelöscht: Nach dem größten Datenskandal in der Geschichte von Facebook, hat Tesla-Gründer Elon Musk den Facebook-Auftritt von Tesla und die Facebook-Seite seines Raumfahrtunternehmens SpaceX gelöscht. Und: Ex-GM-Manager Bob Lutz spricht von einer bevorstehenden Pleite.

Elektro-Pionier und Querdenker Elon Musk geht im jüngst bekanntgewordenen Datenskandal um Facebook einen drastischen Schritt: Der Milliardär hat die Facebook-Seiten seiner beiden Unternehmen Tesla und SpaceX "gelöscht". Ob des sich um einen dauerhaften Protest seitens Musk handelt, oder ob die Seiten von Tesla und SpaceX wieder aktiviert werden, gab der gebürtige Südafrikaner noch nicht bekannt. Die aktuelle Schieflage beim Social-Netzwerk Facebook wurde durch den Datenklau des Unternehmens Cambridge Analytica hervorgerufen. Rund 50 Millionen Facebook-Profile sollen ausgespäht worden sein. Andere Unternehmen, beispielsweise Mozilla (Firefox) und Sonos (Lautsprecher) haben angekündigt, auf absehbare Zeit keine Werbung mehr auf Facebook zu schalten.

 

Elon Musk löscht Tesla-Facebook-Seite

Nach dem erfolgreichen Start der Falcon Heavy-Rakete im Februar 2018 und dem Aussetzen eines Tesla Roadsters im All, holen die neuesten Geschäftszahlen Tesla und den schillernden Boss Elon Musk auf den harten Boden der Tatsachen zurück. Demnach fuhr das Unternehmen einen neuen Rekordverlust von 675 Millionen Dollar (550 Mio Euro) im letzten Quartal 2017 ein. Im gleichen Zeitraum 2016 betrug der Verlust noch 121 Millionen Dollar. Die Anleger waren dennoch zufrieden, da mit noch schlechteren Zahlen gerechnet worden war. Die Aktie stieg nachbörslich um zwei Prozent. Der Umsatz legte um 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu. Die Probleme bei der Produktion des Model 3 scheint man unterdessen in den Griff zu bekommen, so dass man die weiteren Produktionsziele für das neue Volumenmodell bestätigen konnte. Mit Ende des zweiten Quartals sollen pro Woche 5000 Exemplare vom Band laufen. Davon war man bisher weit entfernt: Im letzten Quartal 2017 wurden nur 1542 Modelle ausgeliefert.

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Tesla schreibt auch 2017 deutliche Verluste

Skeptische Töne kommen parallel von Ex-GM-Chef Robert "Bob" Lutz, der das baldige Ende von Tesla prophezeit. Der General-Motors-Veteran rät Sammlern seltener Fahrzeuge, sich so schnell wie möglich ein Tesla Model S zuzulegen, da er der Meinung ist, dass die Geschäftspraktiken von Firmenchef Elon Musk keinen Erfolg haben werden. Bob Lutz betont, dass er ein großer Fan des Model S sei: "Vor allem mit den Performance-Upgrades ist das Model S eines der schnellsten, agilsten und am besten bremsenden Limousinen." Trotzdem ist er der Meinung, dass die Relation zwischen Umsätzen und Kosten nicht stimme, denn "die Umsätze müssen höher sein als die Kosten", so der ehemalige GM-Chef weiter. Bereits im Novemver 2017 hat sich Lutz gegenüber dem amerikanischen TV-Sender CNBC zu der Zukunft Teslas sehr kritisch geäußert und erklärt, dass es den E-Autobauer 2019 nicht mehr geben werde, wenn sie so weitermachen. Damit spielte der 85-Jährige darauf an, dass Tesla keine einzigartige Technik benutze und somit auch keinen technologischen Vorsprung gegenüber etablierten Herstellern wie GM, Ford, BMW, Daimler und VW habe. 

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Ex-GM-Chef Bob Lutz: Tesla Pleite kommt

Der ehemalige Vorstand von General Motors hält Teslas Investitionen für zu hoch. Während GM seit Ende letzten Jahres rund 5000 Exemplare seines Chevy Bolt verkaufen kann, bemühe sich Tesla immer noch, bis zu ein paar Hundert seines Model 3 pro Woche zu produzieren. Ein weiteres Problem besteht laut Bob Lutz darin, dass beispielsweise Tesla und GM etwa eine Milliarde US-Dollar pro Quartal investieren, Tesla diese Kosten aber nicht mit den laufenden Gewinnen decken könne. Daneben hapert es für Lutz auch an einem fehlenden Händlernetz, zu hohen monatlichen Fixkosten und ineffizienten Produktionsverhältnissen. Daher ist der GM-Veteran überzeugt, dass das Produkt Tesla zwar sehr gut ist, aber Chef Musk falsche Entscheidungen trifft. Trotz regelmäßiger Verluste, die dadurch entstehen, dass Musk Gewinne sofort wieder reinvestiert, steigt die Tesla-Aktie aber immer weiter. Ob Lutz tatsächlich Recht behält, wird Tesla in der Zukunft zeigen. Bob Lutz war seit 1963 in der Automobilindustrie für General Motors, Ford, BMW und Chrysler tätig. 

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Elon Musk verlängert als Tesla-CEO für zehn Jahre

Trotz der schweren Kritik des ehemaligen GM-Chefs Bob Lutz hat der aktuelle Tesla-Fimenchef Elon Musk seinen Vertrag für weitere zehn Jahre verlängert. Allerdings wird dem Chef des Elektro-Autobauers dabei kein Gehalt ausgezahlt, sondern er soll ausschließlich in Aktien bezahlt werden. Diese Entlohnung ist zusätzlich an wirtschaftlichen Erfolg gekoppelt. Tesla erklärt, dass Musk weder ein Gehalt noch anderweitige Boni für seine Arbeit als Firmenchef erhalten werde. Doch Musks Ziele für die nächsten Jahre sind sehr sportlich gesteckt – so hat sich Tesla vorgenommen in 50-Milliarden-US-Dollar-Schritten seinen Börsenwert bis hin zu 650 Milliarden US-Dollar zu vervielfältigen. Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand Januar 2018) ist Tesla 59 Milliarden US-Dollar wert. Wenn Musk jede Stufe der verfolgten Börsenwerte erreicht, erhält er 1,69 Millionen Aktien, was derzeit ein prozent am Unternehmen bedeutet. Erreicht der 46-Jährige keine der gesetzten Schritte, erhält er für seine Tätigkeit als Firmenchef nichts. 2012 hat Musk bewiesen, als er einen vergleichbaren Vertrag mit niedrigeren Zielen bei dem Hersteller unterschrieb, dass er die Elektro-Automarke nach vorne bringt, denn zu dem Zeitpunkt war Tesla gerade erst drei Milliarden US-Dollar wert. 

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