Vorstellung

Renault Twingo F1: Kleinwagen als geflügelter Fiebertraum

Tuning-Entwürfe auf Instagram gibt es zuhauf. Aber nur wenige verschmelzen französische Firmenhistorie und Renn-DNA so gelungen wie der brachiale Renault Twingo F1. Deshalb: Bitte genau so bauen!

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Der Renault Twingo F1 stehend von schräg vorne.
Könnte der neue Bolide eines fiktiven Caritas- oder Diakonie-Rennteams sein: Der Renault Twingo F1. Foto: Instagram/mean_machines_the_game
Der Renault Twingo F1 stehend von schräg hinten.
Die Kennzeichen täuschen: Der geflügelte Winzling ist weder echt noch zugelassen. Vorerst. Foto: Instagram/mean_machines_the_game
Der Renault Twingo F1 stehend seitlich.
Die Idee des rasenden Renaults ist natürlich nicht neu: Bereits 1994 baute sich die Marke mit dem Espace F1 ein augenzwinkerndes Motorsport-Denkmal. Foto: Instagram/mean_machines_the_game
Der Renault Twingo F1 stehend von vorne.
Besonders ansprechend am Twingo F1: die kultigen Lackierungen aus der Motorsport-Szene. Foto: Instagram/mean_machines_the_game

Renault Twingo F1 mit Formel-1-Motor?

#R5Turbo, #EspaceF1, #TwizyF1: Zum Renault Twingo F1 fallen uns viele Namen aus der französischen Markenhistorie ein, die noch länger nachhallen als Geschrei des V10-Rennmotors im Williams F1 aus den 90ern. Denn der fast schon absurd verspoilerte und verbreiterte Winzling verleitet nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Staunen.

Sein Erschaffer, der Instagram-Künstler „The Mean Machines“ hat sich eine ganze Bandbreite an Lackierungen für den von 1991 bis 2007 gebauten Winzling überlegt, die so authentisch aussehen, als würden sie aus der werkseigenen Designabteilung höchstselbst kommen.

Da wäre eine Variante im französischen Racing-Blau, wie es Renault-Tochter Alpine derzeit in der Formel 1 nutzt. Oder die Gelb-Schwarz-Kombination, die seit Jahrzehnten die Rennwagen aus Paris ziert. Beim Blick auf die Sponsoren-Aufkleber von Elf oder Canon schwelgen F1-Fans in Erinnerungen an die in der Königsklasse dominanten Williams-Renault aus den frühen 90ern.

In dieser Zeit entstand auch das erste augenzwinkernde F1-Pkw-Projekt, der Espace F1, dessen Geschichte wir hier erzählen. Damals verfrachtete Renault den V10-Motor samt Getriebe und diverser Fahrwerks-Modifikationen in den Familienvan. Im Twingo könnte das mit dem Formel-1-Motor eine ziemlich knappe Kiste werden, auch wenn der V6 in Sachen Hubraum lediglich 0,3 l größer ausfällt als der 1,2 l große Standard-Vierzylinder.

Der Renault Twingo im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

JP Performance hats schon einmal getan

Bedingt durch den Wechsel auf Mercedes-Technik wären bestimmt noch ein paar Motoren für das spannende Projekt übrig. Mit Hinblick auf die verhältnismäßig geringfügig modifizierte Front ohne Kulleraugen dürfte es sich beim Renault Twingo F1 um einen Heck-Mittelmotor-Renner analog zum ikonischen Renault 5 Turbo handeln.

Beide vereinen auch die riesigen Lufteinlässe in den hinteren Kotflügeln. Rund ums Heck ist auch sonst ziemlich viel los, weil der kleine Franzose dort völlig eskaliert. Der Heckflügel nach feinster Formel-Manier verschafft dem Twingo schon optisch mächtig Bodenhaftung. Die Heckschürze verzichtet zwar auf einen Diffusor, beherbergt dafür aber ein umso fetteres Endrohr.

Den Umbau komplettieren von außen abgedunkelte Heckleuchten sowie die weit aus dem ultrabreiten Michelin-Slicks herausgepressten Aerodisc-Felgen. Auch innen herrscht Monoposto-Atmosphäre, findet sich doch nur ein einziger Sitz vor dem Gitter-Gewitter im hinteren Abteil. Einen genaueren Einblick ins Cockpit gewährt uns der CGI-Künstler aber nicht.

Nicht nur deshalb sprechen wir uns ganz klar für eine Realisierung des Renault Twingo F1 aus. Der sympathische Zwerg ist mit seinem Retro-Comeback aktuell ohnehin in aller Munde. Dabei muss es nicht einmal zwingend das Werk sein: Bereits 2024 baute JP Performance einen breitbackigen Volvo 850, den The Mean Machines digital vorgelegt hatte.