Motoröl kaufen: Welches Öl ist das richtige?

Die vielen verschiedenen Bezeichnungen für Motoröle sorgt oft für Verwirrung. Wir erklären die Bedeutung, den Unterschied zwischen Mineral- und Synthetiköl und welches Motoröl das richtige für das eigene Auto ist.

Mineral- oder Synthetiköl?
Welches Motoröl ist das richtige? Wir erklären die Unterschiede zwischen Mineral- und Synthetiköl und wie man das passende Motoröl findet. Foto: Fotolia
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Es ist wieder soweit: Der Ölwechsel (So selbst das Öl wechseln) steht an. Wer das Öl selbst wechselt oder es zur Werkstatt mitbringt, stellt sich schnell die Frage: Welches Motoröl ist das richtige für meinen Motor? Und was bedeuten eigentlich die Zahlen und Codes auf der Ölflasche? Die AUTO ZEITUNG erklärt, worauf es beim Kauf von Motoröl wirklich ankommt – und welche Produkte überzeugen.

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So findet man das richtige Motoröl (Video):

Video Platzhalter

Motoröl kaufen: Welches Öl passt zu meinem Auto?

Ob Benziner oder Diesel – moderne Motoren benötigen exakt abgestimmte Ölsorten. Fahrzeuge mit verlängerten Wartungsintervallen brauchen sogenannte Long-Life-Öle. Diese enthalten Reinigungs- und Schmutzbindungs-Zusätze. Für Diesel mit Partikelfilter sind aschearme Low-Ash-Öle besser geeignet. Wer Sprit sparen will, kann zu Leichtlaufölen greifen, die gerade im Kurzstreckenbetrieb Vorteile bringen.

Grundregel: Immer die Herstellervorgaben beachten! Denn Öl ist heute nicht nur Schmierstoff, sondern ein aktiver Bauteil. Infos zur passenden Viskosität, Freigaben und Ölmenge finden sich in der Betriebsanleitung oder über Herstellerdatenbanken (z. B. Mobil oder Motul).

Was bedeuten die Codes auf den Ölflaschen?

Die Kombination wie 0W-30 beschreibt die SAE-Klasse (Society of Automotive Engineers). Die erste Zahl vor dem "W" steht für die Kältebeständigkeit ("wintergeeignet"). Je kleiner die Zahl dahinter, desto besser ist das Fließverhalten des Öls bei Kälte (0 steht z.B. für eine Eignung bei Umgebungstemperaturen bis -40°C; 5 = bis -35°C, 10 = bis -30°C etc.).

Die zweite Zahl gibt die minimale Viskosität bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius an. Je höher die Zahl, desto höher dürfen die Umgebungstemperaturen sein, für die das Schmiermittel geeignet ist (z.B. 30 = bis 30°C etc.). 

Wichtig: Lieber etwas Öl von mittlerer Qualität nachfüllen als mit zu wenig Öl weiterfahren – Schäden entstehen nur bei deutlichem Mangel.  Solange nur kleine Mengen – maximal ein Liter – nachgefüllt werden müssen, erleidet der Motor dadurch keinen Schaden. Übrigens: Alle gängigen Viertaktöle (mineralisch, teil- oder vollsynthetisch) sind miteinander mischbar.

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Ölwechsel selber machen (Video):

Video Platzhalter

Mineralöl oder Synthetiköl – was ist besser?

Mineralöl wird klassisch aus Erdöl gewonnen und raffiniert. Es ist günstiger, muss aber durch Additive verbessert werden – die mit der Zeit ihre Wirkung verlieren. Synthetiköl wird dagegen künstlich hergestellt, ist chemisch homogener, hitze- und kälteresistenter – aber auch teurer. Die Wahl hängt vom Motor, der Nutzung und dem Budget ab.

Vorteile und Nachteile von Synthetiköl

+ Bessere Fließeigenschaften bei Kälte
+ Stabil bei Hitze
+ Längere Wechselintervalle
− Höherer Preis


Vorteile und Nachteile von Mineralöl

+ Günstiger in der Anschaffung
+ Für ältere Motoren oft ausreichend
− Geringere Temperaturtoleranz
− Additive verlieren schneller Wirkung


Woran erkennt man echtes Synthetiköl?

Bezeichnungen wie "HC-Synthese" oder "Synthetik-Technologie" sind marketinggetriebene Mischformen. Nur Motoröl mit der Aufschrift "vollsynthetisch" besteht zu mindestens 80 % aus reinem Synthetiköl. Besonders oft vollsynthetisch: Öle mit der Viskosität 0W-30 oder 0W-40.

Wie lange ist Motoröl haltbar?

Ungeöffnet hält Motoröl bis zu fünf Jahre – bei kühler, trockener Lagerung. Nach dem Öffnen sollte es innerhalb eines Jahres verbraucht werden. Verfärbt sich das Öl milchig oder trüb, ist es nicht mehr verwendbar. Frisches Öl ist klar gelb bis hellbraun.

Was tun bei zu viel eingefülltem Motoröl?

Ein zu hoher Ölstand kann Schäden verursachen – besonders bei Dieselmotoren. Überschüssiges Öl sollte sofort abgesaugt werden. Ansonsten droht ein Motorschaden. Hinweise zur Ölstandskontrolle und zur Altöl-Entsorgung gibts ebenfalls bei der AUTO ZEITUNG.