Altöl entsorgen: Annahmestellen & Kosten So Altöl ordnungsgemäß entsorgen

von Christina Finke 27.06.2019
Inhalt
  1. Annahmestellen: Hier kann man Altöl kostenlos entsorgen
  2. Wann fallen Kosten für das Entsorgen von Altöl an?
  3. Altöl entsorgen: Vorschriften & Bußgelder
  4. Altöl verkaufen statt entsorgen?

Wer Altöl entsorgen will, hat mehrere umweltfreundliche und sogar kostenlose Möglichkeiten zur Auswahl. Die AUTO ZEITUNG fasst alle Informationen zu Annahmestellen und Kosten zusammen!

Wer den Ölwechsel am Fahrzeug selbst durchführt, muss anschließend einige Liter Altöl entsorgen. Doch die Entsorgung der umweltschädlichen Substanz unterliegt strengen Auflagen. Und auch die Behälter, in denen Altöl aufgefangen und transportiert wurde, müssen gesondert entsorgt werden. Privatpersonen können Altöl jedoch meist unkompliziert und kostenlos bei entsprechenden Annahmestellen abgeben, die sich anschließend für sie um die umweltfreundliche und ordnungsgemäße Entsorgung kümmern. Mehr zum Thema: Preiswerte Motoröl-Hersteller

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Annahmestellen: Hier kann man Altöl kostenlos entsorgen

Wer privat Altöl entsorgt, muss in der Regel nichts dafür bezahlen. Geringe, haushaltsübliche Mengen, werden Privatpersonen meist kostenlos abgenommen. Denn wer Öl verkauft, ist gleichzeitig auch dazu verpflichtet, Altöl entgegenzunehmen. Das gilt allerdings nur dann, wenn Autobesitzer den Kassenbon vom Kauf des Motoröls vorzeigen können. Viele zeigen sich aber auch kulant und nehmen das Altöl auch ohne Nachweis entgegen. Können Geschäfte wie Bau- oder Supermärkte sich nicht selbst um die Entsorgung des Altöls kümmern, müssen sie ein Abkommen mit einer Annahmestelle in der Nähe abschließen. Auch für Händler im Internet gilt die Regel: Wer neues Öl kauft, kann das alte direkt abgeben. Jedoch stuft die Post Altöl in der Regel als Gefahrgut ein, so dass der Versand umständlich und teuer ist. Dafür nehmen auch städtische Recyclinghöfe oftmals kleinere Mengen Altöl kostenlos an. Hier gibt es allerdings meist eine vorgeschriebene Maximalabgabemenge, die meist zwischen fünf und zwanzig Litern liegt.

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Wann fallen Kosten für das Entsorgen von Altöl an?

Kosten für die Entsorgung von Altöl fallen für Privatpersonen in der Regel nur an, wenn kein Kaufbeleg vorgelegt werden kann oder Altöl abgegeben wird, ohne dass neues gekauft wird. Dann dürfen Händler eine Gebühr verlangen, die je nach Menge und Art des Altöls zwischen 5 und 15 Euro liegt. Wenn größere Mengen Altöl anfallen, sollte es bei einem Recyclinghof abgegeben werden, wo die Kosten meist zwischen einem und drei Euro pro Liter liegen. 

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Altöl entsorgen: Vorschriften & Bußgelder

Um der illegalen Entsorgung von Altöl vorzubeugen, hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit einige Tipps für Verbraucher zusammengestellt. Demnach muss Altöl grundsätzlich in geschlossenen Behältnissen gesammelt und aufbewahrt werden. Außerdem wird empfohlen, beim Waschen des eigenen Fahrzeugs auf Ölrückstände zu achten, die eventuell in den Boden sickern könnten. Und: Bei neuen Fahrzeugen muss der Ölwechsel nicht mehr im gleichen Umfang durchgeführt werden, wie etwa noch vor einigen Jahren. Bei Pkw sollte nach 30.000 bis 50.000 gefahrenen Kilometern und bei Lkw nach 100.000 Kilometern ein Ölwechsel vorgenommen werden, empfiehlt das Umweltbundesamt. Außerdem ist durch die Altölverordnung bereits seit 1987 geregelt, dass Öle für Motoren, Maschinen etc. nur dann verkauft werden dürfen, wenn die Verpackung einen Hinweis enthält: Es muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass Öl zur Entsorgung in eine entsprechende Annahmestelle gebracht werden muss. Zudem dürfen Öle keinesfalls vermischt werden. Wer Altöl nicht vorschriftsmäßig entsorgt, macht sich strafbar und riskiert teils hohe Bußgelder. Denn: Schon ein Liter Altöl kann eine Million Liter des Grundwassers verschmutzen. Wer Altöl lagert, ablagert oder behandelt, zahlt daher je nach Menge und Bundesland zwischen 25 und 25.000 Euro. Für das Einleiten von Mineralöl in oberirdische Gewässer können sogar bis zu 50.000 Euro fällig werden. Noch teurer wird es, wenn Mineralöl in Grundwasser eingeleitet wird: Einige Bundesländer erheben in diesem Fall je nach entsorgter Menge Bußgelder bis zu 100.000 Euro. 

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Altöl verkaufen statt entsorgen?

Es gibt auch Firmen, die sich auf die Weiter- und Aufarbeitung von Altöl spezialisiert haben und daher Geld für das gebrauchte Öl zahlen. Ankäufer findet man im Internet, die meisten von ihnen nehmen jedoch nur größere Mengen Altöl – ab mehreren Hundert Litern – an. Für Privatpersonen kommt der Verkauf von Altöl als Alternative zur Entsorgung daher, wenn überhaupt, nur selten in Frage. 

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