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Neuer Mazda3 (2019): Erste Testfahrt Der neue Mazda3 ist ein Fahrerauto

von Caspar Winkelmann 04.02.2019
Inhalt
  1. Erste Testfahrt im neuen Mazda3 (2019)
  2. Zwei Benziner und ein Diesel für den neuen Mazda3 (2019)
  3. Neuer Mazda3 (2019) Spitzenmotorisierung ab Juli erhältlich

Bei der ersten Testfahrt präsentiert sich der neue Mazda3 (2019) fahraktiv und komfortabel zugleich. Auch das neue Bediensystem des japanischen Kompakten kann überzeugen!

Bereits vor unserer ersten Testfahrt macht der neue Mazda3 (2019) im Stand eine gute Figur: Großer Kühlergrill, schmale Scheinwerfer, lange Motorhaube und ein knackig gezeichnetes Heck samt doppelflutiger Abgasanlage. Der Kompakte aus Hiroshima wirkt richtig erwachsen. Mit einer Außenlänge von 4,46 Metern ist der neue Mazda3 (2019) allerdings auch 20 Zentimeter länger als ein VW Golf und damit dem Segment fast schon entwachsen. Bei der Gestaltung des Interieurs hat sich Mazda richtig Mühe gegeben und die Schwächen des Vorgängers systematisch abgestellt. Vor allem die spürbar höhere Wertigkeit fällt sofort auf: An Armaturenträger und Mittelkonsole kommen großflächig unterschäumte Kunststoffe zum Einsatz. Und selbst in Reihe zwei sind die Türverkleidungen im oberen Bereich mit weichem Material beschichtet – der VW Golf setzt hier auf Hartplastik. Doch nicht nur der hochwertige Qualitätseindruck kann bereits vor der ersten Testfahrt überzeugen, auch die Ergonomie des neuen Mazda3 (2019) ist tadellos: Übersichtliche Instrumente, stehendes Gaspedal, Lenkrad mit großem Verstellbereich und optimal erreichbarer Schalthebel – das neueste Mazda-Modell erinnert an einen BMW. Dass die Multimediabedienung über einen auf der Konsole platzierten Dreh-Drück-Steller erfolgt, verstärkt diesen Eindruck noch. Das überarbeitete Infotainment-System gefällt mit übersichtlicher Menüführung und der serienmäßig 8,8 Zoll große Zentralbildschirm lässt sich dank hoher Auflösung tadellos ablesen. Anders als beim alten Modell verfügt er jedoch nicht mehr über eine Touchfunktion. Damit gehen die Japaner beim neuen Mazda3 (2019) einen ganz anderen Weg als die Konkurrenten VW, Ford oder Hyundai. Mehr zum Thema: Welcher Mazda 3 ist der richtige für Sie?

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Erste Testfahrt im neuen Mazda3 (2019)

Während das Raumangebot für Fahrer und Co-Pilot im neuen Mazda3 (2019) keinerlei Anlass zur Klage bietet, müssen sich Fondpassagiere mit einer aufgrund der abfallenden Dachlinie eingeschränkten Kopffreiheit arrangieren. 351 bis 1026 Liter Laderaumvolumen sind auch in der Kompaktklasse eher wenig und die recht hoch geratene Ladekante erschwert das Beladen. Die neu konstruierten Sitze gefallen dagegen mit einer sehr kommoden Polsterung und sollen aufgrund ihrer speziellen S-Form Wirbelsäule und Rückenmuskulatur entlasten. Nach unserer rund zweistündigen ersten Testfahrt können wir natürlich keine fundierte Aussage zur Langstreckentauglichkeit treffen. Die gute Konturierung kann dennoch gefallen, einzig in schnellen Kurven wünschen wir uns einen noch nachdrücklicheren Seitenhalt. Apropos Kurven: Dank seiner präzise arbeitenden Lenkung und des tendenziell eher straff abgestimmten Fahrwerks, bereitet der neue Mazda3 (2019) auf verwinkelten Landstraßen richtig Freude, lässt sich präzise dirigieren und überzeugt mit sicheren Fahreigenschaften. Verfügte der Vorgänger noch über eine Mehrfachlenkerhinterachse, kommt nun eine einfache Verbundlenkerachse zum Einsatz. Die Komforteigenschaften leiden darunter jedoch nicht, werden doch auch gröbere Fahrbahnverwerfungen souverän und ohne nennenswerte Aufbaubewegungen pariert. Neue Stoßdämpfer, eine weichere Gummimischung der Reifen sowie eine optimierte Geräuschdämmung erhöhen das Komfortniveau im Vergleich mit dem Vorgängermodell zusätzlich. Mehr zum Thema: Mazda6 Kombi Facelift im Crashtest

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Zwei Benziner und ein Diesel für den neuen Mazda3 (2019)

Unsere erste Testfahrt im neuen Mazda3 (2019) absolvierten wir mit einem 122 PS starker2,0-Liter-Benziner ohne Turboaufladung. Um richtig auf Trab zu kommen, benötigt das Triebwerk Drehzahl. Dennoch reagiert der Sauger stets sehr sensibel auf Gasbefehle und gibt seine Leistung angenehm gleichmäßig ab. Dass der Mazda bei geringer Last zwei der vier Zylinder abschaltet und ein Mild-Hybrid-System mit 24-Volt-Batterie etwa das Anfahren unterstützt, bekommt der Fahrer zwar nicht mit, soll aber den Spritverbrauch reduzieren. In 10,4 Sekunden soll der neue Mazda3 (2019) Landstraßengeschwindigkeit erreichen, die Höchstgeschwindigkeit ist mit 197 km/h angegeben. Zudem gleich zum Start ein 1,8-Liter-Turbodiesel mit 116 PS erhältlich. Dieser bietet ein maximales Drehmoment von 270 Nm und soll den neuen Mazda3 (2019) in 10,3 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Wie der Einstiegsbenziner ist auch der Skyactiv-D nach der Abgasnorm Euro 6d-Temp zertifiziert.

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Neuer Mazda3 (2019) Spitzenmotorisierung ab Juli erhältlich

Im Juli 2019 legt Mazda dann mit dem Skyactiv-X die Spitzenmotorisierung für den neuen Mazda3 (2019) nach: Aus zwei Litern Hubraum entwickelt der Vierzylinder 181 PS und ist der erste Serien-Benziner, der die Verbrennung wie beim Diesel durch eine Kompressionszündung einleitet. Durch ein besonders mageres und homogenes Gemisch aus Luft und Kraftstoff, welches nur durch die Kompressionszündung vollständig verbrennen kann, sollen besonders niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte erzielt werden. Ein solch innovatives Brennverfahren hat derzeit kein anderer Hersteller zu bieten. Fast schon wegweisend präsentiert sich auch die Ausstattung des mindestens 22.990 Euro teuren und bereits bestellbaren neuen Mazda3 (2019): Spurwechsel- und Notbremsassistent, LED-Scheinwerfer, Abstandsregler, Head-up-Display sowie vollständige Smartphone-Integration gehören stets zur Serienausstattung – das bietet kein Mitbewerber im Kompaktsegment.

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Unser Fazit

Der neue Mazda3 (2019) macht bei der ersten Testfahrt einfach Spaß: Das Fahrwerk schafft den Spagat zwischen Komfort und Dynamik, die Bedienung gibt keinerlei Rätsel auf und es sitzt sich sehr kommod. Die herausragenden Serienausstattung und das knackige Design werden dem Japaner hierzulande Erfolg bescheren. Wir sind bereits gespannt auf den innovativen Skyactiv-X-Motor, der im Juli 2019 erhältlich sein soll.

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