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Neuer Mazda3 (2019): Erste Testfahrt (Update!) So fährt sich der Mazda3 mit Skyactiv-X-Motor

von AUTO ZEITUNG 31.07.2019
Inhalt
  1. Erste Testfahrt im neuen Mazda3 (2019)
  2. Spitzenmotorisierung Skyactiv-X (2019)
  3. So fährt sich der neue Mazda3 (2019) mit Diesotto-Technik

Bei der ersten Testfahrt präsentiert sich der neue Mazda3 (2019) fahraktiv und komfortabel zugleich. Auch der neue Diesotto-Antrieb Skyactiv-X des japanischen Kompakten kann überzeugen. Dieser Artikel wurde am 16.07.2019 aktualisiert!

Bereits vor unserer ersten Testfahrt macht der neue Mazda3 (2019) im Stand eine gute Figur: Großer Kühlergrill, schmale Scheinwerfer, lange Motorhaube und ein knackig gezeichnetes Heck samt doppelflutiger Abgasanlage. Der Kompakte aus Hiroshima wirkt richtig erwachsen. Mit einer Außenlänge von 4,46 Metern ist der neue Mazda3 (2019) allerdings auch 20 Zentimeter länger als ein VW Golf und damit dem Segment fast schon entwachsen. Bei der Gestaltung des Interieurs hat sich Mazda richtig Mühe gegeben und die Schwächen des Vorgängers systematisch abgestellt. Vor allem die spürbar höhere Wertigkeit fällt sofort auf: An Armaturenträger und Mittelkonsole kommen großflächig unterschäumte Kunststoffe zum Einsatz. Und selbst in Reihe zwei sind die Türverkleidungen im oberen Bereich mit weichem Material beschichtet – der VW Golf setzt hier auf Hartplastik. Doch nicht nur der hochwertige Qualitätseindruck kann bereits vor der ersten Testfahrt überzeugen, auch die Ergonomie des neuen Mazda3 (2019) ist tadellos: Übersichtliche Instrumente, stehendes Gaspedal, Lenkrad mit großem Verstellbereich und optimal erreichbarer Schalthebel – das neueste Mazda-Modell erinnert an einen BMW. Dass die Multimediabedienung über einen auf der Konsole platzierten Dreh-Drück-Steller erfolgt, verstärkt diesen Eindruck noch. Das überarbeitete Infotainment-System gefällt mit übersichtlicher Menüführung und der serienmäßig 8,8 Zoll große Zentralbildschirm lässt sich dank hoher Auflösung tadellos ablesen. Anders als beim alten Modell verfügt er jedoch nicht mehr über eine Touchfunktion. Damit gehen die Japaner beim neuen Mazda3 (2019) einen ganz anderen Weg als die Konkurrenten VW, Ford oder Hyundai. Mehr zum Thema: Welcher Mazda 3 ist der richtige für Sie?

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Erste Testfahrt im neuen Mazda3 (2019)

Während das Raumangebot für Fahrer und Co-Pilot im neuen Mazda3 (2019) keinerlei Anlass zur Klage bietet, müssen sich Fondpassagiere mit einer aufgrund der abfallenden Dachlinie eingeschränkten Kopffreiheit arrangieren. 351 bis 1026 Liter Laderaumvolumen sind auch in der Kompaktklasse eher wenig und die recht hoch geratene Ladekante erschwert das Beladen. Die neu konstruierten Sitze gefallen dagegen mit einer sehr kommoden Polsterung und sollen aufgrund ihrer speziellen S-Form Wirbelsäule und Rückenmuskulatur entlasten. Nach unserer rund zweistündigen ersten Testfahrt können wir natürlich keine fundierte Aussage zur Langstreckentauglichkeit treffen. Die gute Konturierung kann dennoch gefallen, einzig in schnellen Kurven wünschen wir uns einen noch nachdrücklicheren Seitenhalt. Apropos Kurven: Dank seiner präzise arbeitenden Lenkung und des tendenziell eher straff abgestimmten Fahrwerks, bereitet der neue Mazda3 (2019) auf verwinkelten Landstraßen richtig Freude, lässt sich präzise dirigieren und überzeugt mit sicheren Fahreigenschaften. Verfügte der Vorgänger noch über eine Mehrfachlenkerhinterachse, kommt nun eine einfache Verbundlenkerachse zum Einsatz. Die Komforteigenschaften leiden darunter jedoch nicht, werden doch auch gröbere Fahrbahnverwerfungen souverän und ohne nennenswerte Aufbaubewegungen pariert. Neue Stoßdämpfer, eine weichere Gummimischung der Reifen sowie eine optimierte Geräuschdämmung erhöhen das Komfortniveau im Vergleich mit dem Vorgängermodell zusätzlich. Mehr zum Thema: Mazda6 Kombi Facelift im Crashtest

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Spitzenmotorisierung Skyactiv-X (2019)

Als erster und auf absehbare Zeit wohl auch einziger Hersteller haben die Japaner mit dem neuen Mazda3 Skyactiv-X (2019) den so genannte Diesotto-Motor in Serie gebracht – einen Benziner, dessen Treibstoffgemisch sich wie bei einem Dieselmotor durch die Kraft der Kompression selbst entzündet und deshalb noch effizienter verbrennt. "So vereinen wir das Beste aus zwei Welten", sagt Ichiro Hirose mit Blick auf die die hohen Drehzahlen und das spontane Ansprechverhalten auf der einen und das hohe Drehmoment sowie den niedrigen Verbrauch auf der anderen Seite. Der 2,0 Liter große Vierzylinder mit 180 PS und 224 Newtonmeter Drehmoment wird mit einem extrem hohen Aufwand zur Selbstzündung bewegt – übrigens doch mit Hilfe einer Zündkerze. Dazu nutzt Mazda eine spezielle Kraftstoffeinspritzung, die zwei unterschiedliche Kraftstoff-Luft- Gemische innerhalb des Brennraums erzeugt. Im ersten Schritt wird beim neuen Mazda3 Skyactiv-X (2019) ein Gemisch mit hohem Luftanteil für eine magere Verbrennung beim Ansaugen der Verbrennungsluft gebildet. Während des Verdichtungstaktes erfolgt dann eine zweite Kraftstoff-Einspritzung, die in einem kleinen Bereich direkt an der Zündkerze ein fetteres Gemisch erzeugt. Das magere Gemisch befindet sich dank des hohen Verdichtungsverhältnisses von 16,3:1 kurz vor dem Ende des Verdichtungstaktes ohnehin kurz vor einer Selbstzündung. Zum richtigen Zeitpunkt entzündet die Zündkerze nun die etwas fettere Gemischwolke in ihrer Umgebung, so dass der Duck im Brennraum weiter ansteigt. Das reicht, um das magere homogene Gemisch im gesamten Brennraum per Kompressionszündung zu verbrennen.

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So fährt sich der neue Mazda3 (2019) mit Diesotto-Technik

Das klingt kompliziert und hat die Entwickler Jahre gekostet, aber es zahlt sich aus – zumindest auf dem Papier. Zusammen mit einem Riemenstarter-Mildhybrid senkt die Kompressionszündung den Verbrauch des neuen Mazda3 Skyactiv-X (2019) auf 4,3 Liter und den CO2-Ausstoß auf 96 g/km. "Damit ist der Benziner sparsamer als der Diesel", triumphiert Hirose. Gegenüber einem konventionellen Benziner spart der Skyactiv-X-Motor bis zu 20 Prozent, und hat dabei zwischen zehn und 30 Prozent mehr Drehmoment, rechnen die Japaner vor. Damit sprintet der neue Mazda3 Skyactiv-X (2019) in 8,2 Sekunden auf Tempo 100 und auf ein Spitzentempo von 216 km/h. Vor allem aber überzeugt der Diesotto durch sein feinfühliges Ansprechen und seinen spontanen Hochlauf. Die Denkpausen, die uns so gerne von den Downsizing-Turbos aufgezwungen werden, erlaubt sich dieses Triebwerk nicht. So effizient und engagiert der Motor allerdings sein mag, kann er die Erwartungen trotzdem nicht ganz erfüllen: Es fehlt ihm der Punch, den viele konventionelle Benziner und Diesel mit vergleichbarer Leistung haben – selbst wenn die natürlich unter dem Strich deutlich mehr verbrauchen. Dafür ist die neue Technik zum Preis ab mindestens 26.790 Euro so unauffällig und reibungslos, dass die Passagiere beim Fahren nur wenig von ihr mitbekommen.

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Unser Fazit

Der neue Mazda3 (2019) macht bei der ersten Testfahrt einfach Spaß: Das Fahrwerk schafft den Spagat zwischen Komfort und Dynamik, die Bedienung gibt keinerlei Rätsel auf und es sitzt sich sehr kommod. Die herausragenden Serienausstattung und das knackige Design werden dem Japaner hierzulande Erfolg bescheren.

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