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Alle Tests zum Lexus RZ

Neuer Lexus RZ 450e (2022): Erste Testfahrt Wie gut fährt der RZ 450e?

Klaus Uckrow 03.05.2022
Inhalt
  1. Erste Testfahrt mit dem neuen Lexus RZ 450e (2022)
  2. Steer-by-Wire Lenkung im RZ besser
  3. Technische Daten des Lexus RZ 450e (2022)

Auch Toyotas Premium-Marke startet mit Power ins Zeitalter der vollelektrischen Antriebe. Der neue Lexus RZ 450e (2022) bringt zudem eine technische Neuerung: Er ist das erste Auto, das komplett auf eine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe verzichtet und stattdessen aufs sogenannte Steer-by-Wire setzt. Die erste Testfahrt klärt, wie gut das System funktioniert.

Vor der ersten Testfahrt mit dem neuen Lexus RZ 450e (2022) blicken wir kurz auf dessen Heimatmarkt: In Japan spielen reine Elektroautos kaum eine Rolle. Deshalb tat sich auch Toyota, größter Autobauer der Welt, lange Zeit mit dem Thema schwer. Der Lexus UXe war der erste Versuch, allerdings wurde in diesem Fall ein Verbrennermodell nachträglich zum E-Auto umgerüstet. Jetzt folgt der erste Lexus, der ausschließlich als Elektroauto konzipiert wurde: Der RZ 450e kommt bei uns Anfang 2023 auf den Markt. Das SUV basiert auf der gleichen Technikplattform wie der ebenfalls neue Toyota bZ4X und verfügt über die gleichen Leistungsdaten: zwei Elektromotoren – einer mit 150 kW (204 PS) an der Vorder- und einer mit 80 kW (109 kW) an der Hinterachse – mit einer Systemleistung von 230 kW (313 PS). Die Lithium-Ionen-Akkus unter dem Fahrzeugboden verfügen über eine Speicherkapazität von 71,4 kW. Das soll für eine WLTP-Reichweite von etwa 400 Kilometer genügen. Dafür peilen die Japaner:innen einen niedrigen Verbrauch von nur 18 kWh an – die homologierten Werte liegen zum Zeitpunkt der ersten Testfahrt mit dem neuen Lexus RZ 450e (2022) aber noch nicht vor. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Erste Testfahrt mit dem neuen Lexus RZ 450e (2022)

Auch beim Platzangebot knüpft der 4,80 Meter lange, neue Lexus RZ 450e (2022) an den bZ4X an, wie wir auf der ersten Testfahrt feststellen: jede Menge Bein- und Schulterfreiheit für bis zu fünf Insass:innen. Der Raum über dem Scheitel wird auch durch das optionale Glas-Panoramadach nicht eingeschränkt. Hier verzichtet Lexus auf das übliche Sonnenschutzrollo – das Glas trübt sich auf Wunsch milchig-weiß ein und filtert so die aufheizende Sonneneinstrahlung. Auch sonst ist der Lexus die deutlich edlere Ausgabe des Toyota: exzellente Verarbeitung und hochwertige Materialien überall. Der Aufpreis von rund 15.000 Euro im Vergleich zum wenigstens 47.490 Euro teuren bZ4X soll schließlich sicht- und greifbar sein. Eine weitere Besonderheit ist die optional erhältliche Steer-by-wire-Lenkung. Hier verzichten die Japaner:innen erstmals komplett auf eine mechanische Verbindung zwischen dem dann eckigen Lenkrad und dem Lenkgetriebe an der Vorderachse. Die edle Nissan-Tochter Infiniti hatte so etwas Ähnliches schon versucht – im Q50s stand allerdings für den Notfall eine mechanische Klauenkupplung bereit, die wieder eine mechanische Verbindung herstellen konnte. So etwas gibt es im neuen Lexus RZ 450e (2022) nicht. Weil das System aber komplett doppelt ausgelegt ist, müssen wir uns auf der ersten Testfahrt keine Sorgen machen: Zwei Kabelverbindungen und zwei Steuergeräte sind an Bord. Bei einem kompletten Stromausfall sorgt eine eigene Batterie dafür, dass die Lenkung nicht ausfällt, solange das Auto noch rollt.

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Steer-by-Wire Lenkung im RZ besser

Bei der ersten Testfahrt auf einer Rennstrecke in Spanien konnten wir das System testen und mit einem neuen Lexus RZ 450e (2022) mit konventioneller Lenkung vergleichen. Auffälliger Unterschied: Der RZ mit herkömmlicher Lenkung hat auch ein konventionelles, rundes Lenkrad. Die Steer-by-wire-Variante verfügt über ein kleineres, eckiges Steuerhorn, wie man es von Tesla kennt. Unterschied: Weil beim Lexus der Lenkeinschlag zu beiden Seiten nur 150 Grad beträgt, muss man auch bei starken Richtungswechseln nicht übergreifen. Das funktioniert in der Praxis sehr gut. Besonders zackige Richtungswechsel in der Slalomgasse gehen deutlich einfacher und schneller. In schnell gefahrenen Kurven hat man ein sicheres Gefühl und spürt sogar im Vergleich zum konventionellen Lexus eine stärkere Rückmeldung. Sogar Vibrationen kommen an – die per Kabel – dann in der anderen Richtung – ans Lenkrad geschickt werden. Die konventionelle Lenkung des Lexus arbeitet hingegen fast ohne Rückmeldung und recht schwammig. Im Vergleich dazu ist die Lenkung per Kabel die bessere Wahl. Eine Einschränkung: Für die erste Testfahrt standen uns Prototypen zur Verfügung, die noch nicht den Stand der Serienproduktion erreicht haben. Bei simulierten Ausweichmanövern auf rutschiger Fahrbahn reagierte die Kabel-Lenkung bei blitzartigen Lenkkorrekturen in die andere Richtung etwas träge und man spürte einen leichten Widerstand. Das soll aber per Software-Update noch behoben werden. Ansonsten liegt der neue Lexus RZ 450e (2022) sicher auf der Fahrbahn. Die Beschleunigung ist dank der 230 kW (313 PS) fulminant: Tempo 100 ist nach 5,6 Sekunden erreicht, die Beschleunigung endet allerdings bei 160 km/h Höchstgeschwindigkeit. Bei Richtungswechseln macht sich natürlich das Gewicht von mehr als zwei Tonnen bemerkbar. Über den Fahrkomfort lässt sich nach der ersten Testfahrt auf einem gut gepflegten Rundkurs noch nichts sagen.

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Technische Daten des Lexus RZ 450e (2022)

AUTO ZEITUNG 11/2022Lexus RZ 450e
Technische Daten
MotorZwei Wechselstrom-Synchronmaschinen
Getriebe/AntriebAllrad
Gesamtleistung230 kW/313 PS
Max. Drehmoment435 Nm
Batterie-Kapazität71,4 kWh
Karosserie
Außenmaße (L/B/H)4805/1895/1635 mm
Leergewicht/Zuladungk.A.
Kofferraumvolumenk.A.
Fahrleistungen (Werksangaben)
Beschleunigung (0-100 km/h)5,6 s
Höchstgeschwindigkeit160 km/h
Verbrauch auf 100 km<18,0 kWh
Reichweite>400 km
Kaufinformationen
Basispreisca. 62.000 €

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