Sportage/Karoq/Tiguan: Vergleichstest

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Skoda Karoq/VW Tiguan/Kia Sportage
Skoda Karoq/VW Tiguan/Kia Sportage Foto: Frank Ratering

Wer ein beliebtes SUV im Programm hat, muss dessen Attraktivität erhalten. Entsprechend hat man dem Skoda Karoq jüngst ein Facelift angedeihen lassen. Ob das reicht, dem Topseller VW Tiguan und dem Kia Sportage Kundschaft abzujagen? Der Vergleichstest bringt Klarheit!

Kia Sportage
Kia Sportage Foto: Frank Ratering

Der Kia wirkt im Handling schwerfälliger als die Konkurrenz, ist aber nicht viel langsamer.

Kia Sportage
Kia Sportage Foto: Frank Ratering

Riesendisplay mit sehr guter Ablesbarkeit und überdies recht Kia einfacher Bedienung.

Kia Sportage
Kia Sportage Foto: Frank Ratering

Den Leder-Alcantara-Mix gibt es in der GT-Line-Ausstattung.

Kia Sportage
Kia Sportage Foto: Frank Ratering

Im Gegensatz zur Konkurrenz aus dem Volkswagen-Konzern sind die hinteren Sitze im Kia nicht verschiebbar.

Kia Sportage
Kia Sportage Foto: Frank Ratering

Auf einen Blick: Die Kraftverteilung des Allradantriebs im Tacho-Display.

Kia Sportage
Kia Sportage Foto: Frank Ratering

Geräumiger als der Skoda: Der Kia-Kofferraum (526 bis 1715 Liter).

Skoda Karoq
Skoda Karoq Foto: Frank Ratering

Eine verbesserte Ausstattung, mehr Variabilität, beste Fahrleistungen bei niedrigem Verbrauch, dazu die kürzesten Bremswege und eine günstige Kostenbilanz – besser geht es eigentlich nicht.

Skoda Karoq
Skoda Karoq Foto: Frank Ratering

Digital-Cockpit mit verschiedenen Darstellungsoptionen, ansonsten viel Hartplastik.

Skoda Karoq
Skoda Karoq Foto: Frank Ratering

Die Lederausstattung kostet akzeptable 1520 Euro Aufpreis.

Skoda Karoq
Skoda Karoq Foto: Frank Ratering

Ebenfalls neu: optional drei ausbaubare Einzelsitze hinten.

Skoda Karoq
Skoda Karoq Foto: Frank Ratering

Mit dem Facelift erhielt der Karoq die Option auf eine Progressiv-Lenkung.

Skoda Karoq
Skoda Karoq Foto: Frank Ratering

Genug: Das Kofferraumvolumen reicht von 521 bis 1630 Liter.

VW Tiguan
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Der VW wirkt sehr lebhaft, doch sein ESC (ESP) steht buchstäblich auf der Bremse.

VW Tiguan
Foto: Frank Ratering

Die Tacho-Skalierung fällt etwas zu klein aus. Der Touchscreen glänzt mit hoher Auflösung.

VW Tiguan
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Die "Top-Komfort"-Sitze machen ihrem Namen alle Ehre.

VW Tiguan
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Längs verschiebbare Rücksitze gehören im Tiguan zum Serienumfang.

VW Tiguan
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Je nach Untergrund lässt sich der Allrad im Tiguan entsprechend anpassen.

VW Tiguan
VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Hohe Kapazität: 615 bis 1655 Liter bietet der Tiguan.

Kia Sportage/Skoda Karoq/VW Tiguan
Kia Sportage/Skoda Karoq/VW Tiguan Foto: Frank Ratering

Nach dem Facelift des Skoda Kodiaq zeigen die Tschech:innen nun auch beim Skoda Karoq , dass sie wissen, wie es geht. Hier wie dort gelangen sie mit gezielter Feinarbeit zum Testsieg.

Wer ein beliebtes SUV im Programm hat, muss dessen Attraktivität erhalten. Ob das Skoda Karoq Facelift reicht, dem Topseller VW Tiguan und dem Kia Sportage Kundschaft abzujagen? Der Vergleichstest bringt die Antwort!

Bevor das Skoda Karoq Facelift im Vergleichstest auf den Kia Sportage und seinen Konzern-Konkurrenten VW Tiguan trifft, werfen wir einen Blick in die Vergangenheit. Mit dem Yeti landete Skoda 2009 einen Volltreffer: Das erste SUV der Marke war nicht nur adrett gestylt, sondern überzeugte damals mit hohem Praxisnutzen (einzeln ausbaubare Rücksitze) und mit einer für dieses Segment beachtlichen Fahrdynamik. Sowohl mit Vorderrad- als auch mit Allradantrieb blieben die Yeti-Preise relativ günstig. Schnell eroberte er sich einen festen Parkplatz in den Herzen praktisch orientierter Automobilist:innen, was die über 160.000 verkauften Exemplare hierzulande bestätigen. Ende 2017 kam die Ablösung. Der Yeti verschwand und wurde durch den Skoda Karoq ersetzt. Skoda erntete dafür einige skeptische Blicke. Keine Spur mehr vom einst frechen Yeti-Design – die Verwandtschaft zum Technikspender Seat Ateca war auch optisch unverkennbar. Die einzeln ausbaubaren Sitze waren ebenfalls verschwunden. Doch der Erfolg strafte die Zweifler Lügen: Über 500.000 Mal wurde der Skoda Karoq inzwischen gebaut. Nun erhielt er nach vergleichsweise fünf langen Jahren eine Auffrischung und muss sich gleich der etablierten Konkurrenz stellen. Ob er die Zweifler abermals eines Besseren belehrt? Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Das Skoda Karoq Facelift (2022) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Kia Sportage, Skoda Karoq Facelift & VW Tiguan im Vergleichstest

Rein optisch ist das Skoda Karoq Facelift an seiner dezent modifizierten Front und Heckschürze zu erkennen, die laut Skoda die Aerodynamik um neun Prozent verbessern soll. Auf Wunsch gibt es nun auch beim Kompakt-SUV Frontscheinwerfer mit LED-Matrix-Pixellicht. Geblieben ist der im Vergleich zur Konkurrenz etwas knapper geschnittene Innenraum. Hier kommt niemand am sehr luftig wirkenden VW Tiguan vorbei. Wie im Wolfsburger sind auch im Tschechen die Fondsitze längs verschiebbar. Darüber hinaus sind sie sogar mit wenigen Handgriffen wieder ausbaubar, sofern man das Sitzsystem Varioflex (610 Euro) ordert. Eine lohnenswerte Investition für ein Plus an Variabilität. Beim Kofferraumvolumen fährt dem Skoda Karoq aber die Konkurrenz davon: Maximal 1630 Liter sind möglich, da bieten Kia Sportage (maximal 1715 Liter) und VW Tiguan (maximal 1655 Liter) mehr. Der Koreaner hält mit 574 Kilogramm zudem die höchste Zuladekapazität, der Tiguan mit 2500 Kilogramm die höchste Anhängelast in diesem Vergleichstest bereit. Mit der riesigen gewölbten Bildschirmfläche und den sinnvoll angeordneten Menü-Icons für die Bedienung zahlreicher Fahrzeugfunktionen freunden sich Kia-Neulinge schnell an. Gut: Das serienmäßige Navigationssystem führt auf der Basis aktueller Verkehrsdaten, weil Online-gestützt, zum Ziel. Der Koreaner hinterlässt auch den besten Material- und Qualitätseindruck, weil Skoda auf deutlich mehr Hartplastik setzt. Aufgeholt hat der Skoda Karoq hingegen bei der Sicherheitsausstattung: Auf Wunsch ist das Paket "Traveller" an Bord, das sieben Assistenzsysteme in sich vereint. Dazu gehört beispielsweise der vorausschauende adaptive Abstandsassistent. Optional ist auch der proaktive Insassenschutz, der neuerdings auch den rückwärtigen Verkehr überwacht und bei einem drohenden Crash beispielsweise die Gurte strafft.

Fahrkomfort: Komfortable Sitze im Skoda Karoq

Alle drei Kandidaten in diesem Vergleichstest sind mit optionalen, adaptiven Dämpfern bestückt. Im Gegensatz zum Skoda Karoq Facelift und VW Tiguan gibt es im Kia Sportage allerdings keine Möglichkeit, manuell auf hinterlegte Dämpferkennlinien zurückzugreifen. Wann wie gedämpft wird, entscheidet der Koreaner selbst und liegt in den meisten Fällen richtig. Lediglich dort, wo der Winter seine Spuren in der Fahrbahn hinterlassen hat, rumpelt es ein wenig. Ein Phänomen, das noch ein wenig deutlicher auch im VW spürbar ist. Hier reagiert der Skoda etwas feinfühliger und hält kapriziösen Asphalt besser von den Insass:innen fern. Mit voller Beladung zeigen alle drei Kompakt-SUV Steherqualitäten, der Federungskomfort verschlechtert sich nur unwesentlich. Mit derlei Reisequalitäten sind die Kandidaten auch für längere Touren gut gerüstet. Bei der Vorbereitung derselben erfreut der Skoda Karoq mit der niedrigsten Ladekante, die rückenschonendes Koffer-Einladen ermöglicht. Apropos Rückenschonend: Die samt und sonders bequemen Vordersitze beugen vorzeitiger Ermüdung der Muskulatur erfolgreich vor. Die üppig ausgeformten Seitenwangen geben dem Torso darüber hinaus den besten Halt. In der zweiten Reihe weilen die VW Tiguan-Passagier:innen hingegen auf dem ersten Platz: Der Grund: Die relativ hoch montierte Sitzfläche sichert einen hinlänglich großen Abstand zum Fahrzeugboden und damit eine perfekte Beinauflage. Inwieweit eine Reise anstrengend ist, wird auch von der Akustik beeinflusst. Hier punktet der Kia Sportage nicht nur mit dem niedrigsten Innengeräuschpegel, sondern auch mit dem angenehmsten Motorklang. Hinzu kommen nur wenig Windgeräusche. Auch bei der Klimatisierung liegt der Koreaner vorn. Als einziger bietet er serienmäßig eine Sitzheizung jeweils vorn und hinten.

Motor/Getriebe: Durstiger Mildhybrid im Kia Sportage

Nur der Kia Sportage 1.6 CRDI 48V AWD ist mit Mildhybrid-Technik in Form eines 48-Volt-Starter-Generators bestückt. Trotzdem kann der 136 PS starke 1,6-Liter-Turbodiesel daraus keinen Verbrauchsvorteil ziehen. Mit einem Testverbrauch von 7,1 Litern Diesel auf 100 Kilometern verlässt er die Verbrauchsmessung wider Erwarten als durstigster in diesem Vergleichstest-Trio. Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 und VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion setzen auf einen gründlich überarbeiteten Zweiliter-Diesel mit 150 PS. Seine Zusatzbezeichnung EVO steht für eine Zweifach-Einspritzung von AdBlue zur besseren Stickoxid-Reduktion sowie diverse Verbesserungen an Einspritz-, Abgas-, Turbolader- und Kühlsystem. Es sind Maßnahmen, die sich erkennbar an der Tankstelle bemerkbar machen. So kommt der fast 1,8 Tonnen wiegende VW auf einen Testverbrauch von 6,9 Litern auf 100 Kilometern, während sich der fast 120 Kilogramm leichtere Skoda mit nur 6,4 Litern begnügt. Verbrauch ist die eine, Fahrleistungen und Fahreindrücke sind die andere Seite der Medaille. Und hier wird schnell spürbar, dass der Kia Sportage ruhig ein paar PS mehr vertragen könnte. Nicht, um einem fragwürdigen "Stärker, größer, teurer" das Wort zu reden, sondern um souveräneres Fortkommen zu er möglichen, denn auf Vergleichsfahrten stellte sich schnell heraus, dass der Kia eher müde unterwegs ist. Das ist beim geruhsamen Mitschwimmen im Alltagsverkehr ohne Belang. Wenn es aber auf die Autobahn geht, fällt der Koreaner recht schnell und weit hinter seine Konkurrenten zurück, was der Blick auf die Messwerte bestätigt. So verliert er bis zur 100 km/h-Marke fast drei, bis zur 150 km/h-Marke sogar fünf Sekunden auf den Skoda Karoq. Und seine Höchstgeschwindigkeit von 180 Stundenkilometern liegt gar 24 km/h unter der des Tschechen. Immerhin kann der Koreaner mit hoher Laufkultur und einem sehr geschmeidig agierenden Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe etwas Boden gutmachen.

Fahrdynamik: Top Traktion im VW Tiguan

Auch wenn die Kurvenhatz nicht das Haupteinsatzgebiet dieser Fahrzeuggattung sein dürfte, scheint der VW Tiguan mit Optionen wie üppig dimensionierter 20-Zoll-Bereifung, adaptiven Dämpfern und Progressiv-Lenkung für ein Optimum an Fahrdynamik gut präpariert. So schlägt er auf dem Rundkurs überraschend zackig Haken, meistert mit der rückmeldefreudigen Lenkung auch die vertrackte Kurvenkombinationen zentimetergenau und liefert eine Top-Traktion. Wer an der richtigen Stelle vom Gas geht, erntet ein sanft eindrehendes Heck, das dem Tiguan spielerisch um die Kurven hilft. So mag man gar nicht glauben, dass er eigentlich der schwerste Kandidat im Vergleichstest ist. Was bleibt, ist das grob regelnde ESC (ESP), das sein dynamisches Potenzial hier und da einbremst. Das Skoda Karoq Facelift, ebenfalls bestückt mit der seit der Modellpflege erhältlichen Progressiv-Lenkung, verhält sich bis auf eine etwas stärker ausgeprägte Untersteuerneigung vom Charakter her ähnlich. Diese dürfte in seiner schmaleren Bereifung (225/50 R18) als beim VW (255/40R 20) begründet liegen. Auch der Schleuderschutz des Tschechen
wirkt ähnlich wie der des Deutschen mitunter etwas übereifrig. Unabhängig davon fällt die Verzögerungsleistung des Skoda Karoq herausragend aus: Mit 34,8 (Kaltbremswert) beziehungsweise 34,1 Metern (Warmbremswert) stempelt er die kürzesten Bremswege in den Asphalt. Der Kia Sportage erfordert auf kurvigem Terrain deutlich mehr Lenkarbeit als seine beiden europäischen Konkurrenten. Seine Lenkung wirkt dabei im direkten Vergleich eine Spur zu leichtgängig. Außerdem konfrontiert er den Fahrer beispielsweise in der Slalomprüfung mit deutlich ausgeprägteren Karosseriebewegungen. Doch kann man auch dem Kia grundsätzlich eine gelungene, weil sehr sichere Fahrwerksabstimmung attestieren.

Umwelt/Kosten: Längste Garantie beim Kia Sportage

Im letzten Kapitel des Vergleichstests entwickelt sich das Skoda Karoq Facelift zum Preisschlager. Unter Berücksichtigung all dessen, was Punkte bringt, ist er mit 40.940 Euro der Billigste. Er verursacht auch die niedrigsten Dieselkosten und aufgrund seiner Typklassen ebenso die günstigsten Versicherungstarife. Der Kia Sportage kommt, testrelevant ausgestattet, deutlich teurer. Die Ursache hierfür liegt in den adaptiven Dämpfern, die nur der bekommt, der die "GTLine"- Ausstattung (7500 Euro Aufpreis) wählt. Seine Werkstattkosten schätzt der ADAC geringfügig höher ein als die seines tschechischen Konkurrenten, den Wertverlust taxiert die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) dagegen etwas geringer. Punkte verschafft dem Koreaner sein üppiges Garantiepaket. Das Kostenkapitel gerät für den VW Tiguan zur Punktefalle. So ist die Testbereifung laut Konfigurator nur mit der "R-Line"-Ausstattung erhältlich. Diese bedingt aber die Order des Sportpakets, das wiederum die Progressivlenkung beinhaltet. Zusammen mit den adaptiven Dämpfern beträgt die Summe hierfür stolze 8015 Euro, die für die Bewertung zu dem ohnehin schon höchsten Grundpreis zu addieren sind. So ist der VW Tiguan wertungsrelevant über 9300 Euro teurer als der Skoda Karoq. Deshalb und weil der Wolfsburger auch beim Wertverlust ganz hinten steht, trägt er im Kostenkapitel die rote Laterne.

Auch interessant:

Messwerte & technische Daten Kia Sportage 1.6 CRDI 48V AWD, Skoda Karoq 2.0 TDI 4X4 & VW Tiguan 2.0 TDI SCR 4Motion

AUTO ZEITUNG 11/2022Kia Sportage 1.6 CRDI 48V AWDSkoda Karoq
2.0 TDI 4X4
VW Tigaun
2.0 TDI SCR 4Motion
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.R4/4; Turbod.,
Starter-Gen. 48V
R4/4; TurbodieselR4/4; Turbodiesel
Hubraum1598 cm³1968 cm³1968 cm³
Leistung100 kW/136 PS
4000 /min
110 kW/150 PS
3000 /min
110 kW/150 PS
3000 /min
Max. Drehmoment320 Nm,
2000 - 2250 /min
360 Nm,
1600 - 2750 /min
360 Nm,
1600 - 3000 /min
Getriebe/Antrieb7-Gang, Doppelkupplung,
Allrad, permanent
7-Gang, Doppelkupplung, Allrad, permanent7-Gang, Doppelkupplung,
Allrad, permanent
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1534/1651 kg1658/1680 kg1650/1797 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test)11,6 s8,9 s9,3 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)180 km/h204 km/h198 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,4/34,9 m34,8/34,1 m35,8/34,5 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP)7,1/5,8 l D6,4/5,8 l D6,9/6,3 l D
CO2-Ausstoß (Test/WLTP)189/154 g/km170/153 g/km183/167 g/km
Preise
Grundpreis38,940 €37.730 €42.260 €
Testwagenpreis46.440 €40.940 €50.275 €

Ergebnis in Punkten

Gesamtbewertung (max. Punkte)Kia Sportage 1.6 CRDI 48V AWDSkoda Karoq
2.0 TDI 4X4
VW Tiguan
2.0 TDI SCR 4Motion
Karosserie (1000)672661682
Fahrkomfort (1000)718712717
Motor/Getriebe (1000)619676656
Fahrdynamik (1000)692712699
Eigenschaftswertung (4000)270127612754
Kosten/Umwelt (1000)365365332
Gesamtwertung (5000)306631263086
Platzierung312

Fazit

Nach dem Facelift des Skoda Kodiaq zeigen die Tschech:innen nun auch beim Skoda Karoq, dass sie wissen, wie es geht. Hier wie dort gelangen sie mit gezielter Feinarbeit zum Sieg in diesem Vergleichstest. Eine verbesserte Ausstattung, mehr Variabilität, beste Fahrleistungen bei niedrigem Verbrauch, dazu die kürzesten Bremswege und eine günstige Kostenbilanz – besser geht es eigentlich nicht. Konzernkollege VW Tiguan kann da nicht mithalten und landet auf dem zweiten Platz. Er hält zwar das beste Raumangebot bereit, kann sich aber ansonsten nirgendwo von seinem tschechischen Gegner absetzen. Betrachtet man dann noch die mäßige Kostenbilanz, erklärt sich, warum das Wolfsburger SUV Federn lässt. Hier sind die Gründe vor allem in der alles andere als zurückhaltenden Preisgestaltung zu suchen, die zunehmend einzelne Ausstattungsdetails in teure Pakete schnürt. Davon können sich mittlerweile auch die Koreaner:innen nicht freisprechen. Dennoch kann der Kia Sportage im Kostenkapitel immerhin mit seiner siebenjährigen Garantie glänzen und punktetechnisch mit dem Skoda Karoq Facelift gleichziehen. Ansonsten hinterlässt der Asiate vor allem im Komfortkapitel ein positives Bild. Dass es nur für den dritten Platz reicht, liegt an seinem zwar kultiviert laufenden, aber eher schwachen und durstigen Motor.