Hunde im Auto: Sichern & transportieren Hunde sicher im Auto mitnehmen

von Christina Finke 04.05.2021
Inhalt
  1. Transportboxen für Hunde im Auto
  2. Hunde im Auto anschnallen: Transportieren mit Sicherheitsgurt
  3. Transport von Hunden im Auto: Hundegitter für den Kofferraum
  4. Tiersicherheitssitz: Transport von Hunden auf dem Autositz
  5. Hunde im Auto transportieren: Ergebnisse des ADAC-Crashtests
  6. Transport von Hunden im Auto: Das ist beim Carsharing zu beachten

Beim Transportieren von Hunden im Auto sollten Autofahrer:innen einige Dinge beachten, um sich selbst, weitere Mitfahrer:innen und das Tier nicht zu gefährden. Hierzu gibt es gleich mehrere Möglichkeiten der Sicherung!

Ob zum Tierarzt:zur Tierärztin oder bei der Fahrt in den Urlaub: Wenn der Hund im Auto mitfahren soll oder muss, gilt es einige Dinge beim Transportieren zu beachten. Dabei reicht nicht, einfach die Autotür aufzuhalten und den Vierbeiner hineinspringen zu lassen. Denn rein rechtlich gesehen gelten die Tiere als Ladung und man muss ihn für die Fahrt dementsprechend sichern. Wer seinen Hund also im Auto transportiert, ist laut Paragraf 22 der Straßenverkehrsordnung dazu verpflichtet, das Haustier, also die Ladung, "so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausgleichsbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin und her rollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann". Ansonsten droht ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro. Eine Gefährdung wird sogar mit 60 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Aber wie sichern Hundebesitzer:innen ihren Vierbeiner bei gemeinsamen Autofahrten richtig? Wir stellen die gängigsten Systeme für den sicheren Transport von Hunden im Auto vor, informieren über die Crashtest-Ergebnisse des ADAC und zeigen Vor- sowie Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten wie beispielsweise einer Hundebox auf. Mehr zum Thema: Ski-Transport

Möglichkeiten zum Transport von Hunden (ADAC-Video):

 
 

Transportboxen für Hunde im Auto

Eine Möglichkeit Hunde im Auto mitzunehmen sind Transportboxen aus Metall oder Kunststoff. Je nach Modell und Größe können Hundeboxen im Fußraum des Beifahrerrücksitzes sowie im Kofferraum platziert werden. Ein klarer Vorteil dieser Transportmöglichkeit: Die Tiere können Autofahrer:innen nicht stören und Rettungskräfte bei einem Unfall nicht behindern, weil sie ihren:ihre Besitzer:in schützen wollen. Der Nachteil: Vor allem große Modelle nehmen viel Platz im Innen- oder Kofferraum weg. Für einen sicheren Transport müssen große Modelle zudem zusätzlich mit Laderaumtrenngittern oder Gurten gesichert werden. Vor allem bei älteren Fahrzeugen reicht die Festigkeit der Sitzlehnen sonst oft nicht aus, um die Hundebox im Auto abzufangen, wenn sie einmal ins Rutschen oder Schleudern gerät. Beim Kauf sollte dringend darauf geachtet werden, dass der Vierbeiner genug Platz zum Liegen und Sitzen hat und sich außerdem auch drehen kann. Außerdem sollte die Konstruktion einen ausreichenden Luftaustausch gewährleisten. Gerade beim Transport im Fußraum kann es den Tieren sonst schnell zu heiß werden. Für Hunde, die sich während Autofahrten eher unruhig verhalten, kann es zudem von Vorteil sein, wenn die Hundetransportbox dem Tier keinen Sichtkontakt nach außen ermöglicht. Vor der ersten Autofahrt sollte der Hund in jedem Fall an die Transportbox gewöhnt werden. Einige Modelle eignen sich gleichzeitig auch als Schlafplatz für das Haustier in den eigenen vier Wänden. Der Vorteil hierbei: Schläft das Tier auch zu Hause in der Box, befindet es sich während dem Transport im Auto in gewohnter Umgebung, was unter Umständen die Nervosität des Hundes reduzieren kann. Die Kosten für Transportboxen für Hunde liegen in der Regel zwischen 40 und 400 Euro. In Verbindung mit einem Trenngitter für den Kofferraum ist die Transportbox laut ADAC die sicherste Transportmöglichkeit für Hunde im Auto.


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Hunde im Auto anschnallen: Transportieren mit Sicherheitsgurt

Auch spezielle Sicherheitsgurte zum Anschnallen des Tiers, die vor allem mit ihrer leichten Handhabung punkten können, eignen sich für den Transport von Hunden im Auto. Der Vorteil dieser Transportmöglichkeit: Der Vierbeiner ist nah bei seinen Bezugspersonen. Beim Kauf sollte die Wahl im besten Fall auf ein Modell mit festem Verschluss sowie breiten und gepolsterten Gurten fallen, damit die Belastung auf den Brustkorb des Hundes möglichst gering bleibt. Außerdem spielt die richtige Gurtlänge eine wichtige Rolle: Ist der Gurt zu lang, hat das Tier großen Bewegungsfreiraum und könnte so den:die Fahrer:in stören oder bei einem Unfall durch das Fahrzeug geschleudert werden. Bei zu kurzen Sicherheitsgurten hingegen hat das Tier keine Möglichkeit, sich zu bewegen und fühlt sich daher unwohl. Keinesfalls dürfen Sicherheitsgurte für den Transport von Hunden im Auto am Halsband des Vierbeiners befestigt werden: Im schlimmsten Fall könnte das nämlich zur Strangulation und schlimmen Halsverletzungen führen. Daher ist die Verwendung eines Brustgurtes oder -geschirrs in Verbindung mit Sicherheitsgurten für den sicheren Transport von Hunden im Auto unerlässlich.


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Transport von Hunden im Auto: Hundegitter für den Kofferraum

Stabile Trennnetze oder sogenannte Hundegitter für den Kofferraum ermöglichen den sicheren Transport von Hunden im Auto – vor allem in Kombimodellen. Dann können die Tiere den:die Fahrer:in nicht stören und es ist auch nicht mit einer zusätzlichen Verletzungsgefahr für die Passagier:innen zu rechnen. Geeignete Modelle reichen vom Dachbereich bis zum Boden des Laderaums und wurden extra für das jeweilige Fahrzeugmodell angepasst. Zudem sollten Hundebesitzer:innen beim Kauf auf eine stabile Verankerung achten. Bei Fahrzeugen mit umlegbarer Rücksitzlehne liegen die Kosten für ein Trenngitter zum sicheren Transport von Hunden im Auto in der Regel zwischen 150 und 350 Euro. Oft lassen sie sich passgenau und ganz einfach selbst einbauen. In Verbindung mit einer Transportbox ist ein Hundegitter laut ADAC die sicherste Möglichkeit um den Hund im Auto mitzunehmen.


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Tiersicherheitssitz: Transport von Hunden auf dem Autositz

Für den Transport von kleineren Hunden im Auto gibt es spezielle, teils Crashtest-erprobte Tiersicherheitssitze. Je nach Modell lassen sie sich mit dem Sicherheitsgurt oder an den Isofix-Verankerungen auf dem Rücksitz befestigen. Zwar muss das Tier hierfür an den geringen Bewegungsfreiraum gewöhnt werden, dann aber bietet diese Transportmöglichkeit große Sicherheit für Mensch und Vierbeiner, da der Hund nicht durch das Auto geschleudert werden kann. Durch die Kunststoffschale sind die Hunde auf dem Autositz zudem gut bei Fahrmanövern abgestützt. Weitere Vorteile: Das Fahrzeug wird nicht groß verschmutzt und je nach System kann das Haustier den Sicherheitssitz auch als Schlafplatz nutzen – etwa in der Urlaubsunterkunft.


 

Hunde im Auto transportieren: Ergebnisse des ADAC-Crashtests

Die Expert:innen des ADAC haben verschiedene Systeme zum Transport von Hunden im Auto getestet. Den Ergebnissen des Autoclubs zufolge handelt es sich bei der Kombination von Transportboxen im Fußraum der Rücksitze oder im Laderaum und einem Trenngitter um die sicherste Transportmöglichkeit. Von der Fixierung mit einem Haltegeschirr am Rücksitz raten die Expert:innen hingegen ab, wenn das jeweilige Modell nicht stabil ausgeführt ist und zu viel Vorverlagerung erlaubt. In einem Crashtest brach der Karabinerverschluss, sodass der Tier-Dummy in die Lehne des Vordersitzes einschlug.

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Transport von Hunden im Auto: Das ist beim Carsharing zu beachten

Wer seinen Hund in einem Carsharing-Auto transportieren will, muss dabei die Regeln beachten, die der jeweilige Anbieter hierzu festgelegt hat. In den meisten Fällen gehört der Vierbeiner dabei in einen geschlossenen Käfig im Kofferraum. Autofahrer:innen, die sich nicht daran halten und das Auto nach dem Transport ihres Hundes etwa verdreckt hinterlassen, verstoßen gegen den Mietvertrag und müssen je nach Anbieter mit mehr oder weniger empfindlichen Strafen rechnen.

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