Ferrari 512 BB von Koenig: Biturbo-Wahnsinn mit 653 PS

Ferrari-Klassiker im Koenig-Gewand: Dieses 1978 gebaute 512 BB-Coupé mutierte in den 1980er-Jahren zur ultimativen Tuning-Ikone – mit Breitbau-Karosserie, Biturbo-Upgrade und 653 PS (480 kW).

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Blick von schräg vorne auf den Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials.
Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials Foto: Rock n Roll Classics

Dieser Ferrari 512 BB vom ehemaligen Supercar-Tuner Koenig Specials ist womöglich der extremste seiner Art.

Blick von schräg vorne auf den Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials.
Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials Foto: Rock n Roll Classics

Der ehemalige Tuner Koenig Specials hat sich diesem Ferrari 512 BB erstmals 1979 angenommen und ihn auf satte 450 PS (331 kW) gebracht.

Blick von schräg hinten auf den Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials.
Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials Foto: Rock n Roll Classics

Ein zusätzliches Bodykit sorgt für den angemessenen Charme: Die wuchtige Breitbau-Karosserie mit den bulligen Lufteinlässen und das klassische Rosso-Corsa-Finish schreien förmlich nach den 1980er-Jahren.

Blick von vorne auf den Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials.
Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials Foto: Rock n Roll Classics

1986 kehrte der Ferrari zurück zu Koenig Specials. Diesmal wurden alle Register gezogen.

Blick von hinten auf den Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials.
Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials Foto: Rock n Roll Classics

Ganz nach alter Schule erhielt der Motor verstärkte Innereien, eine moderne Einspritzung und zwei Rajay-Turbolader.

Blick von der Seite auf den Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials.
Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials Foto: Rock n Roll Classics

Die Motorleistung steigt auf schwindelerregende 653 PS (480 kW) – ein Leistungsniveau, das selbst damalige Supersportwagen wie den Lamborghini Countach Quattrovalvole (455 PS / 335 kW) oder den Ferrari Testarossa (390 PS / 287 kW) ziemlich alt aussehen lässt.

Blick in den Innenraum des Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials.
Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials Foto: Rock n Roll Classics

Der Innenraum überrascht mit Komfort: Ledersitze, Wildleder-Armaturen, klassische Instrumente und dezent integrierte Zusatzanzeigen prägen das Interieur des Italosportlers, der sich weniger als kompromissloser Racer, sondern als eine Art "Gentleman's Express" versteht.

Blick in den Motorraum des Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials.
Ferrari 512 BB Twin Turbo von Koenig Specials Foto: Rock n Roll Classics

Über den belgischen Automobilhändler "Rock n Roll Classics" wechselte der Sportwagen 2025 seinen Standort. Der zuletzt angeschlagene Preis von 249.900 Euro erscheint dabei mehr als fair – zumal ein serienmäßiger und deutlich schwächerer 512 BB nur 15 bis 30 Prozent "günstiger" ist.

Er ist der König unter den Koenigen: Dieser Ferrari 512 BB vom ehemaligen Supercar-Tuner Koenig Specials ist vielleicht der extremste seiner Art. Mit seiner Breitbau-Karosserie und mit radikalem Turbotuning sucht er seinesgleichen. Die 653 PS (480 kW) klingen sogar 2025 noch furchteinflößend. Und: Der Koenig-Ferrari hat eine belebte Vorgeschichte.
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Der Ferrari 296 Speciale (2025) im Video:

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Der Boxermotor im Ferrari 512 BB von Koenig Specials mutiert zum Turbomonster

Herzstück des Koenig-Umbaus ist der 4,9-l-Boxermotor des 512 BB. Ursprünglich mit 355 PS (261 kW) ausgeliefert, erhielt er bei Koenig Specials zunächst ein Leistungsplus durch überarbeitete Ansaugung, Abgasanlage und Fahrwerksanpassungen, womit rund 450 PS (331 kW) anstanden. In einer zweiten Ausbaustufe ging Koenig jedoch noch weiter: Der Zwölfzylinder-Motor bekam verstärkte Innereien, eine moderne Einspritzanlage und zwei Rajay-Turbolader. Das Ergebnis sind 653 PS (480 kW), die im Ferrari 512 BB von Koenig Specials auf die Hinterräder losgelassen werden. Damit übertrifft er sogar die Leistung zeitgenössischer Supersportler wie den Porsche 959 oder den Lamborghini Countach (beide bis zu 450 PS / 331 kW). Brisant dabei: All das will ohne elektronische Hilfen wie ABS oder ESP beherrscht werden.

Koenig-typisch wird auch dieser Ferrari optisch verfeinert. Das Widebody-Kit umfasst neben ausladenden Frontschwellern auch ausladende Lufteinlässe hinter den Seitenscheiben, die die neuen Turbolader mit Frischluft versorgen. Am Heck präsentiert sich eine neue Abgasanlage, ebenfalls weit ausgestellte Radhäuser sowie ein im Heck integrierter Spoiler. Aber: Koenig ist auch bekannt für Breitbauten weit jenseits des hier gebotenen. Beispiele dafür sind etwa der Koenig Road Runner (Porsche 911 Turbo) oder der Über-Breitbau auf Basis des Ferrari Testarossa.

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Der Koenig-Ferrari hat eine belebte Historie

2025 taucht der Ferrari 512 BB von Koenig Specials bei einem belgischen Händler auf – angeboten für 249.900 Euro und mit einer durchgehend dokumentierten Historie, die offenlegt, dass der Ferrari auf eine belebte Vergangenheit zurückblickt. Ausgeliefert wurde das Fahrzeug 1978 an einen deutschen Industriellen und schon 1979 erstmals zu Koenig Specials nach München gebracht. Nach seiner zweiten Leistungssteigerung 1986 wechselte der Wagen mehrfach die Besitzenden und Stationen: Von Deutschland aus ging es nach Spanien und in die Schweiz, wo er wegen lokaler Zulassungshürden zeitweise nur auf Händlerkennzeichen bewegt wurde. 2013 gelangte er nach Großbritannien und wurde über fünf Jahre von Ferrari-Spezialisten technisch aufbereitet. Die umfassende Restaurierung ist ebenso dokumentiert, wie die Echtheit durch ein originales Koenig-Zertifikat.