Farm-Monster-Trike: Apokalypse-Dreirad mit VW-Dieselmotor

Wenn das Farm-Monster-Trike am Horizont hinter den Maisfeldern auftaucht, wird aus dem Erntedankfest ein Ernte-Krank-Fest: Eine amerikanische Tüftler-Crew hat ein irrsinniges Dreirad mit VW-Dieselmotor erschaffen, das man sitzend in einem Traktorreifen steuert.

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Das Farm-Monster-Trike fahrend seitlich.
Farm-Monster-Trike Foto: Youtube/Grind Hard Plumbing Co

Traktorreifen und Sitz vorne, VW-Dieselmotor in der Mitte, Geländereifen hinten – fertig ist das Farm-Monster-Trike. Naja, zumindest in der Theorie.

Das Farm-Monster-Trike stehend von vorne.
Farm-Monster-Trike Foto: Grind Hard Plumbing Co

In der Praxis kostete das Projekt den Youtubern von Grind Hard Plumbing Co nämlich einige Monate Zeit und viel Strom für das Schweißgerät.

Das Farm-Monster-Trike stehend von hinten.
Farm-Monster-Trike Foto: Grind Hard Plumbing Co

Vor allem im Gelände gibt das verrückte Trike eine überraschend gute Figur ab.

Das Farm-Monster-Trike fahrend von vorne.
Farm-Monster-Trike Foto: Youtube/Grind Hard Plumbing Co

Aber auch auf der Straße kann sich die wilde Kreation sehen lassen. Knapp 40 km/h hat sich Erbauer Chris damit schon getraut.

Das Farm-Monster-Trike fahrend von hinten.
Farm-Monster-Trike Foto: Youtube/Grind Hard Plumbing Co

Obwohl die Person am Steuer unmittelbar vor sich das riesige Rad stehen hat, soll die Übersichtlichkeit nach hinten das größere Problem sein.

Das Cockpit des Farm-Monster-Trike.
Farm-Monster-Trike Foto: Youtube/Grind Hard Plumbing Co

Hier lässt sich gut erkennen, wie Sitz, Lenkrad und Stahlrohre am Schienenring befestigt sind. Man achte auch auf die Rollerblade-Reifen auf der inneren Fläche des Traktorreifens.

Der Motor des Farm-Monster-Trike
Farm-Monster-Trike Foto: Youtube/Grind Hard Plumbing Co

Hier hätte man einen VW-Dieselmotor wohl eher nicht erwartet. Aber der vielfach gerügte Skandalmotor dürfte in der Anschaffung denkbar günstig gewesen sein.

Vor zehn Jahren, im Herbst 2015, geriet der VW-Dieselmotor EA 189 im Zuge des Dieselskandals in Ungnade (Das sind die größten Autoskandale aller Zeiten). Heute darf zumindest eines der etwa elf Millionen Triebwerke noch eine rühmliche Rolle als Antriebsquelle übernehmen. Den Zweiliter-TDI wählten nämlich die Youtuber namens Grind Hard Plumbing Co für eine Trike-Kreation, die an ingeniöser Schweiß- und Schwerstarbeit kaum zu übertreffen ist.

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Alles begann damit, dass die amerikanische Crew aus dem nördlichen Idaho nach der Entwicklung eines völlig absurden Offroad-Motorrads noch zwei Geländereifen herumliegen hatte. Schnell führte eines zum anderen und schon hatte sich Moderator Chris in den Kopf gesetzt, die beiden als Hinterräder für ein Trike zu nutzen, dass von einem riesigen Traktor-Vorderrad aus gesteuert werden sollte.

Dazu bestellte er sich den größten Reifen, den er im Internet finden konnte: 54 Zoll misst das Rad im Inneren, sodass es insgesamt etwa zwei Meter hoch ausfällt. Sitz und Lenkrad sind dabei über Stahlrohre an einen Schienenring geschraubt, der via Rollerblade-Rädern an der Innenseite des Traktorrads entlangläuft. Ja, Rollerblade-Räder. Der Schienenring dient ebenfalls als Verbindungsstück zur Hinterachse. Letztere stammt wiederum aus einem Hummvee und wurde um ein Differential pro Rad ergänzt.
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Mit VW-Dieselmotor und Allradlenkung: Das Farm-Monster-Trike macht auf allen Ebenen fassungslos

Und als wäre das alles noch nicht verrückt genug, haben die Youtuber eine Allradlenkung integriert. Je nach Einstellung lässt sich die Hinterachse unabhängig vom Vorderrad in die entgegengesetzte Richtung lenken zwecks kleineren Wendekreises oder parallel schalten für einen Krabbengang im Gelände. Den Hinterradantrieb versorgt der eingangs erwähnte VW-Motor mit Power. Dabei handelt es sich um einen Zweiliter-TDI mit schätzungsweise 140 PS (103 kW), und – was noch wichtiger sein dürfte – rund 320 Nm Drehmoment. Ursprünglich hatte Grind Hard Plumbing Co sogar mit einem BMW-Sechszylinder aus dem 325i (E36) experimentiert, der sich dann aber wohl doch nicht so recht eignen wollte.

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Was neben dem kräftigeren Antritt aus dem Drehzahlkeller auch für den Turbodiesel spricht: Das allgegenwärtige Zischen und Pfeifen beim Gasgeben, das eher an eine Turbine denn an einen Dieselmotor erinnert. Die Fahrversuche der Crew sind auf jeden Fall sehenswert. Denn wie sich der gesamte Rohrrahmen um den Motor herum anhebt beim Beschleunigen, ist unvergleichlich. Überhaupt funktioniert das komplett in Eigenregie zusammengeschusterte Farm-Monster-Trike im Gelände überraschend gut und selbst auf öffentliche Straßen traut sich Erbauer Chris knapp 40 km/h zu. Wer sich selbst von der genialen Idee und ihrer grandiosen Umsetzung überzeugen möchte, sollte sich das entsprechende Youtube-Video der Amis anschauen.