Hyper Sleeper: Opel Corsa Bimotor mit 1200 PS

Was Youtuber Adam Beard mit einem runtergerockten Opel Corsa B GSi für 350 Euro angestellt hat, verschlägt einem schlicht die Sprache: Der Brite bastelte eine Bimotor-Rakete mit 1200 PS, noch mehr Understatement und einer Straßenzulassung!

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Der Opel Corsa Bimotor stehend von vorne.
Opel Corsa Bimotor Foto: Youtube/Twin Engine Corsa

Die Kühlerbatterie ragt nicht umsonst aus der Front des Opel Corsa Bimotor heraus: Mit zwei Motoren und 1200 PS (883 kW) kann man thermisch gar nicht genug Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Der Opel Corsa Bimotor stehend von schräg hinten.
Opel Corsa Bimotor Foto: Youtube/Twin Engine Corsa

Faszinierend ist vor allem, dass der Corsa B GSi von außen nicht annähernd erahnen lässt, welches Spektakel sich im Innenraum abspielt.

Der Opel Corsa Bimotor stehend von schräg vorne.
Opel Corsa Bimotor Foto: Youtube/Twin Engine Corsa

Zwei enorm modifizierte Calibra-Turbomotoren sorgen für astronomische Leistungswerte.

Der Opel Corsa Bimotor stehend seitlich.
Opel Corsa Bimotor Foto: Youtube/Twin Engine Corsa

Dazu passt, dass auch die Felgen aus dem Turbo-Calibra stammen.

Der Opel Corsa Bimotor stehend von hinten.
Opel Corsa Bimotor Foto: Youtube/Twin Engine Corsa

Unfassbar: Der Bimotor-Corsa besitzt tatsächlich eine Straßenzulassung.

Das Cockpit des Opel Corsa Bimotor.
Opel Corsa Bimotor Foto: Youtube/Twin Engine Corsa

Der völlig entkernte Innenraum ist ausschließlich der Kontrolle der beiden Motoren gewidmet.

Der vordere Motor des Opel Corsa Bimotor.
Opel Corsa Bimotor Foto: Youtube/Twin Engine Corsa

600 PS (441 kW), der Erste: Der Zweiliter-Vierventiler erhielt unter anderem geschmiedete Innereien und hausgemachte Krümmer.

Der hintere Motor des Opel Corsa Bimotor.
Opel Corsa Bimotor Foto: Youtube/Twin Engine Corsa

600 PS (441 kW), der Zweite: Der mächtig aufgeladene hintere Motor wird von einer Rohrrahmen-Konstruktion getragen. 

Was tun, wenn das Projektauto, ein Opel Corsa B mit Dreiliter-V6, endlich fertiggestellt ist? Diese Frage bereitete Adam Beard nicht besonders lange Kopfzerbrechen. Denn als der Brite das Inserat eines Vauxhall beziehungsweise Opel Corsa B GSi entdeckte, war eine noch kühnere Vision geboren. Er nahm den abgehalfterten Giftzwerg für umgerechnet 350 Euro mit nach Hause, um ihn nach bester Rallye-Manier in einen Bimotor-Renner zu verwandeln. Dabei durfte die Opel-DNA aber nicht verloren gehen: Für den Vortrieb sorgen zwei aufgeladene 16V-Vierzylinder, wie sie auch im Calibra Turbo zum Einsatz kamen.

Vorne geriet der Einbau noch vergleichsweise einfach, musste dort nur wenig angepasst werden, um den Zweiliter unterzubringen. Dafür brauchte es umso größere Investitionen, um aus dem begrenzten Raum die Leistung von 600 PS (441 kW) herauszukitzeln. Dazu gehören Schmiede-Innereien, Stahlpleuel sowie hausgemachte Ansaugkanäle und Krümmer. Im Vergleich zum hinteren Motor sieht es unter der vorderen Haube aber fast noch serienmäßig aus. Für den Einbau des zweiten Aggregats musste Beard den hinteren Fahrzeugboden komplett herausschneiden und einen Rohrrahmen konzipieren, der sowohl den Vierzylinder als auch dessen Getriebe und Fahrwerk tragen kann.
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Der Opel Frontera (2024) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Front- Heck und Allradantrieb mit 1200 PS: Alles auf Knopfdruck im Opel Corsa Bimotor

Ursprünglich hatte der britische Tüftler nicht ganz so viel Leistung vorgesehen, aber "mit dem wachsenden Ego wuchs auch der Turbolader", wie er in einem seiner Youtube-Videos schmunzelnd erklärt. Ergo pustet die im wahrsten Sinne des Wortes alles überragende Turbine auch hinten 600 PS (441 kW) in die Brennräume. Mindestens ebenso faszinierend mutet die Gleichschaltung der beiden Motoren an, die trotz zweier Getriebe über einen einzigen Handschalthebel gesteuert wird. Die Triebwerke lassen sich auch separat starten und abschalten, sodass auf Knopfdruck reiner Front- oder Heckantrieb mit jeweils 600 PS (441 kW) bereitsteht. Das absolut zweckmäßige Cockpit ist mit jeder Pore nur darauf ausgelegt, den Bimotor bei Laune beziehungsweise an der Leine zu halten.

Der hintere Motor des Opel Corsa Bimotor.
Foto: Youtube/Twin Engine Corsa

Weil Beard offenbar hobbymäßig Porsche, AMG und Co. zu Tode erschreckt, beließ er den weißen Kleinwagen so weit es ging im Serien- beziehungsweise Budgettrimm. Davon zeugt unter anderem die gedoppelte, frei stehende Kühleranlage und die ebenfalls aus thermischen Gründen gerippte Heckscheibe. Ursprünglich wollte er dem Bimotor Corsa für den Sleeper-Look nur ein sichtbares Endrohr verpassen, doch die Richtung Asphalt zielenden Abgaswolken des hinteren Motors brachten die Hinterachse bei Beschleunigungsläufen zum Tanzen.

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Auch die Doppelscheinwerfer, der Entenschwanz-Spoiler und die Turbo-Felgen des Calibra tragen dazu bei, dass man den Corsa erst so richtig ernst nimmt, wenn er Lader-zwitschernd den Rückspiegel ausfüllt. Beard gibt dabei ganz offen zu: "Wer Performance sucht, sollte lieber auf eine konventionelle Motor-Anordnung setzen." Ihm aber ging es beim Bimotor um die Ingenieursleistung, die er über zehn Jahre mit Tüfteln und Testen erbracht habe. Und die ist definitiv einen Applaus wert. Wessen Neugierde wir nun geweckt haben, der oder die sollte mal auf seinem Youtube-Kanal "Twin Engine Corsa" vorbeischauen.