Mit Mut, Schweiß(gerät) und Tränen: VW Käfer als Mad-Max-Mobil
Täglich grüßt das Schweißgerät: Was Danton Kustom Arts aus einem 1200er-VW gemacht hat, lässt Käfer-Fans den luftgekühlten Atem stocken. Für 33.900 Euro stand der apokalyptische Rodder in Frankreich zum Verkauf.
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Auch das Mad-Max-Universum braucht einen Volkswagen, findet offenbar zumindest der französische Schweißgerät-Liebhaber Alexandre Danton. Deshalb hat der Chef des Customizing-Ateliers Danton Kustom Arts den seligen VW Käfer zerpflückt sowie gechoppt und einen Rat Rod aus dem Bilderbuch erschaffen. Dabei geriet der Aufbau so flach, dass der doppelte Scoop-Ansaugtrichter und die grobstolligen Geländereifen beinahe schon über das XXL-Stoffdach hinausragen.
Der rostige ex-1200er zielt optisch also voll auf die Dystopie im australischen Outback, bleibt dabei aber tatsächlich straßenzugelassen, wie die französischen Oldtimer-Kennzeichen dokumentieren. Was sich da rund um das schwarz-weiße Blechschild an hemdsärmeliger Custom-Culture ergießt, will aber auf den ersten Blick nicht so ganz ins gängige Verständnis eines historischen Kulturguts passen. Dabei ist die Hot-Rod-Kultur ähnlich alt wie die Anfänge des VW Käfers.
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Apokalyptischer Rodder: VW Käfer als Mad-Max-Mobil
In jedem Fall ist der Anblick der Danton Arts Kustoms-Kreation nur was für Hartgesottene. Denn infolge des Umbaus verlor der 57er-Käfer Kotflügel und Fronthaube – also alles, was dem Einbau eines 5,7-l-V8 im Wege stand. Den mächtigen Achtzylinder steuert die erste Generation des Cadillac Seville (1975-79) bei. Der verbaute Edelbrock-Vergaser lässt darauf schließen, dass hier deutlich mehr als die serienmäßigen 180 PS (132 kW) in den Brennräumen blubbern. Wem das noch wenig vorkommt, sollte bedenken, dass so ein 1200er-VW im Serientrimm höchstens 800 kg auf die Waage bringt.

Den Schutz vor Ketten-zerreißenden Steinschlägen übernimmt ein Rest-Häubchen zwischen den frei stehenden Scheinwerfern, die mehr Flicken besitzt als deutsche Autobahnen. Die zackenförmige Schweißnaht könnte man glatt als stilisierten Blitz deuten. Dabei dürfte das, was akustisch im Cadillac-V8 steckt, eher einem Donner gleichen. Und damit dieser auch vom Innenraum aus ungefiltert genossen werden kann, gibts statt Seitenscheiben höchstens Gitter zwischen den verkürzten Säulen. Und das Faltdach geriet so lang, dass darunter eine ganze Truppe Wüsten-Marodeure ihre Metalhand gen Himmel strecken könnte.
Der Innenraum musste dem Cadillac-V8 weichen
Leider bietet der gestretchte Käfer aber nur Platz für zwei, denn Sitze, Lenkrad und Pedale mussten aufgrund des V8 weit nach hinten wandern. Nur das ebenfalls rostbraune Armaturenbrett befindet sich noch an Ort und Stelle, was dem Ablesen des einsamen Tachos nicht gerade dienlich ist. Ansonsten hielten ein stilechter Käfig sowie Streben für die Lenkradverlängerung Einzug. Zur Bedienung der GM-Dreistufen-Automatik (So funktioniert ein Automatikgetriebe) hat Danton einen zweckmäßigen Hebel auf die wild verschweißte Abdeckung geschraubt. Charmant: die farblich passenden Sitzkissen auf den puristischen Alu-Schalen. Und was kostet der Spaß? Auf der französischen Seite Leaderclass stand das Einzelstück für 33.900 Euro zum Verkauf, also zum Preis eines nackten VW Golf TDI. Wer den apokalyptischen Rodder gekauft hat? Vielleicht ja sogar das Mad-Max-Filmteam ...











