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Fahrbericht

Erste Testfahrt im vollelektrischen DS No. 7: Savoir-vivre

Der neue DS No. 7 versucht, den Geist der legendären Göttin in die Gegenwart zu transportieren: mit viel Komfort, Eigenständigkeit und Luxus. Wie das gelingt, zeigt der Fahrbericht.

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Ein silbergrauer DS No. 7 mit schwarzem Dach fährt auf einer Straße durch eine bergige Landschaft unter teils bewölktem Himmel.
Der DS No. 7 zeigt mit optionalem Fahrwerk eine elegante Gelassenheit. Foto: DS Automobiles
Ein silbergrauer DS No. 7 mit schwarzem Dach fährt auf einer Straße durch eine bergige Landschaft unter teils bewölktem Himmel.
Optional: in Schwarz lackierte Haube und Dach Foto: DS Automobiles
Der Innenraum des DS No. 7 zeigt Lenkrad, Display und graue Sitze. Durch die Frontscheibe sind ein Haus und Bäume zu sehen.
Eigenständige, hochwertige Materialien und eine reduzierte Architektur im Innenraum des DS No. 7 Foto: DS Automobiles
Der Innenraum des DS No. 7 zeigt hellgraue, gesteppte Sitze, ein schwarzes Lenkrad, eine Mittelarmlehne und ein Panoramaglasdach.
Bequeme Sitze mit optionalem Nackenwärmer für viel Reisekomfort. Foto: DS Automobiles
Die geöffnete Heckklappe des DS No. 7 gibt den Blick auf den leeren Kofferraum und die teilweise umgeklappten Rücksitze frei.
Dreiteilig klappbare Fondlehne. Der DS No. 7 bietet zwischen 560 und 1570 Liter Ladevolumen. Foto: DS Automobiles

DS No. 7 E-Tense FWD Long Range: Elektro-Variante mit bis zu 734 Kilometer Reichweite

DS, Abkürzung für „Déesse“ (Französisch „die Göttin“), steht in der Automobilgeschichte für eines der elegantesten Fahrzeuge, die Citroën je auf die Straße brachte. Von 1955 bis 1975 entstand die legendäre DS und wurde weit über Frankreich hinaus verehrt. Ihr technisches Meisterstück war das hydropneumatische Fahrwerk, das ihr einen kaum gekannten Fahrkomfort verlieh. Genau diesen Geist möchte die 2014 gegründete Marke DS in die Gegenwart übertragen.

Fahrbericht zum SUV-Coupé DS No. 8 im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Interieur: Stellantis-Plattform trifft französische Handwerkskunst

Eine moderne Interpretation der einstigen Fahrkultur findet sich heute im wachsenden Modellportfolio der Marke, zu dem nun auch der neue DS No. 7 zählt. Mit der Neuausrichtung der eigenständigen Premiummarke versucht der Stellantis-Konzern, die Möglichkeiten seiner konzernweiten Medium-Plattform auszureizen. Sie ermöglicht sowohl Verbrenner- als auch batterieelektrische Antriebe. Der Weg zur etablierten Premiummarke bleibt zwar anspruchsvoll, die Richtung stimmt jedoch. Trotz der technischen Vorgaben einer Architektur, auf der auch Modelle von Opel bis Jeep entstehen, nutzt DS die Freiräume konsequent aus.

Dabei kopiert die Marke nicht einfach die etablierten Wettbewerber, sondern sucht ihre Inspiration in der französischen Handwerkskunst. Hochwertige Lederbezüge umschließen die Sitze weich wie gut eingetragene Lederschuhe. Edle Hölzer, aufwendig bearbeitetes Aluminium und feine Per
lennähte prägen den Innenraum. Auch Raumangebot und Ergonomie überzeugen. Bei Anzeigen und Bedienkonzept bemüht sich DS mit eigenen Farbschemata und individuellen Details um mehr Eigenständigkeit gegenüber den Konzernschwestern. Der Erfolg bleibt jedoch überschaubar. Eine stärkere gestalterische Handschrift oder ein Nachtpanel nach dem Vorbild früherer Saab-Modelle, das auf langen Fahrten nur die wichtigsten Infos einblendet, wäre die elegantere Lösung.

Komfort: Das Fahrwerk macht den Unterschied – DS eben

Apropos Komfort: Genau hier gelingt DS der überzeugendste Verweis auf die eigene Geschichte. Der No. 7 ist optional mit der kamerabasierten DS Active Scan Suspension erhältlich. Das System erfasst die Fahrbahn im Voraus und passt die Dämpfung frühzeitig an Unebenheiten an. Im 
von uns gefahrenen Topmodell mit elektrischem Antrieb und 97,2-kWh-Batterie (netto) vermittelt die Technologie tatsächlich ein bemerkenswert gelassenes Fahrgefühl französischer Prägung. Allerdings ist das Fahrwerk nur gegen Aufpreis oder in den höheren Ausstattungslinien erhältlich – anders als die legendäre Hydropneumatik gehört es nicht zur Serienausstattung. Gerade für 
eine Marke, die ihren Anspruch so stark über den Komfort definiert, wäre das wünschenswert.

Der Innenraum des DS No. 7 mit Lenkrad, breitem Display und grauen Sitzen. Durch die Frontscheibe sind ein Haus und Bäume zu sehen.
Foto: DS Automobiles

Zur angenehmen Reisekultur tragen weitere Details bei. Die vordere Doppelverglasung ist serienmäßig, beim Hybrid-Modell gilt dies auch für die hinteren Seitenscheiben. In den batterieelektrischen Varianten wie unserem Testwagen kostet die hintere Doppelverglasung dagegen Aufpreis. Dennoch sollte DS die Akustik weiter verfeinern und die durch die Verglasung gewonnene Ruhe mit zusätzlicher Dämmung an Radkästen und Fahrwerksanbindungen verbessern.

Zum Komfortcharakter der No. 7 passt der kultivierte Elektro-Antrieb mit seiner souveränen Kraftentfaltung ohnehin am besten. In der Long-Range-Version verspricht DS zudem bis zu 734 Kilometer Reichweite nach WLTP. Selbst auf der Autobahn sollen mehr als 400 Kilometer am Stück realistisch sein. Damit empfiehlt sich die No. 7 als angenehmer Langstreckenbegleiter.

Die Hybrid-Version startet bei 47.700 Euro. Der von uns getestete DS No. 7 E-TENSE Long Range mit Vorderradantrieb kostet in der Ausstattungslinie Pallas ab 61.700 Euro. Je nach Motorisierung und Ausstattung sind Preise von knapp 80.000 Euro möglich. Das ist eine selbstbewusste Ansage. Gleichzeitig zeigt der DS No. 7, 
dass es im Premiumsegment auch jenseits deutscher Konventionen reizvolle Interpretationen von Komfort und Luxus gibt. Mit einer noch klareren Eigenständigkeit könnte genau das zu seiner größten Stärke werden.

Ein silbergrauer DS No. 7 mit schwarzem Dach fährt auf einer Straße durch eine bergige Landschaft unter teils bewölktem Himmel.
Foto: DS Automobiles

Fazit

Der DS No. 7 setzt wohltuende und komfortbetonende Akzente im Premium-Einerlei. Gleichzeitig zeigen Plattformzwänge und manche Detailentscheidungen, dass für DS der Weg zur echten Premium-alternative erst begonnen 
hat. Das Potenzial ist da, vollständig ausgeschöpft wird es derzeit aber noch nicht.

Technische Daten des DS No. 7 E-Tense FWD Long Range (2026)

Elektro

AUTO ZEITUNG 22/2026

DS No. 7 E-Tense FWD Long Range (2026)

Technische Daten

Motor

permanenterregte Synchronmaschine

Antrieb

Konstant-Übersetzung; Vorderradantrieb

Leistung

180 kW / 245 PS

Max. Drehmoment

343 Nm

Kapazität / Spannung

Lithium-Ionen-Batterie,

97,2 kWh (netto), 400 Volt

Karosserie

Außenmaße (L / B / H)

4660 / 1900 (2099)* / 1625 mm

Leergewicht / Zuladung

2138 / 562 kg

Kofferraumvolumen

560 – 1570 l

Fahrleistungen

Beschleunigung (0 – 100 km/h)

7,8 s

Höchstgeschwindigkeit

190 km/h

Verbrauch (WLTP)

16,3 kWh/100 km

Reichweite (WLTP)

734 km

Kaufinformationen

Grundpreis

61.700 € €

Alle Daten Werksangaben; *Breite inklusive Außenspiegel