Bußgeldkatalog (2020): Punkte, zu schnell, Fahrverbot Punkte, Bußgeld und Fahrverbot ab wann?

von AUTO ZEITUNG 20.07.2020
Punktetacho Flensburg
Foto: autozeitung.de
Inhalt
  1. Neuer Bußgeldkatalog für 2020
  2. Was 2020 beim Bußgeldkatalog zu beachten ist
  3. Bußgeldkatalog-Kategorien

Der aktuelle Bußgeldkatalog (2020) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Straßenentwicklung (BMVBS) beinhaltet alle Bußgelder, die Punkte und ein mögliches Fahrverbot (bzw. Führerscheinentzug). Oft gefragt: Wie hoch sind die Punkte bei 20 oder 30 km/h zu schnell, Punkte Für Rotlichtverstoß, oder Abstandsvergehen?

Bußgeldkatalog, was war das nochmal? Diese Frage stellen sich vielen erst, wenn der Bußgeldbescheid ins Haus flattert. Und dann ist es zu spät. Dabei ist es nicht schwer: Im Bußgeldkatalog sind sämtliche Geldstrafen aufgelistet, die Verkehrsteilnehmern auferlegt werden, sobald sie ordnungswidrig gegen die StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) verstoßen, darunter etwa das zu schnelles Fahren in geschlossenen Ortschaften oder das Nichtbeachten einer roten Ampel. Um Bußgeld-Strafen zu vermeiden, muss man also einfach nur wissen, was wie bestraft wird. Auch zum Jahr 2020 hat sich da schon wieder einiges getan. Wir fassen die Änderungen am Bußgeldkatalog der vergangenen Jahre zusammen. Mehr zum Thema: Führerschein und Bußgeldkatalog

News StVO (2020): Neue Verkehrsregeln & Bußgelder
StVO 2020: Novelle, Änderungen, Bußgeld Grüne fordern strengere Regeln bei Verstößen in 30er-Zonen

Auto-Posing verboten (Video):

 
 

Neuer Bußgeldkatalog für 2020

Im aktuellen Bußgeldkatalog ist die Fahrerlaubnis mit acht Punkten weg – vor 2014 brauchte es dafür schon 18 Punkte. Neben Autofahrern sind seit der Reform des Bußgeldkatalogs inzwischen auch Radfahrer und Fußgänger von Bußgeldern und Punkten betroffen. Fußgänger erhalten aber keine Punkte für Ordnungswidrigkeiten, sie können lediglich mit einem Bußgeld bestraft werden. Wer keine Punkte kassieren oder ein Bußgeld bezahlen will, der sollte sich im Straßenverkehr ordnungsgemäß verhalten. Dazu gehört inzwischen auch, dass jeder Verkehrsverstoß für sich verjährt. Wer seine Fahrerlaubnis verliert, kann diese frühestens nach sechs Monaten neu beantragen. Hier geht es zum Bußgeldrechner

 

Was 2020 beim Bußgeldkatalog zu beachten ist

Auch für 2020 gab es einige Änderungen für den Bußgeldkatalog. Im Fokus höherer Strafen standen vor allem das Parken in zweiter Reihe sowie auf Geh- und Radwegen, die Rettungsgasse, der größere Abstand zu Fahrradfahren bei Überholvorgängen oder das direkte Überholverbot bei Zweirädern. Entsprechendes Falschparken wird seit dem 28. April 2020 mit bis zu 100 Euro und in gravierenden Fällen auch mit Punkten geahndet. Autofahrer, die keine Rettungsgasse bilden, müssen mit einer Geldbuße von bis zu 320 Euro rechnen. Hinzu kommen ein einmonatiges Fahrverbot sowie zwei Punkte in Flensburg. 2020 gibt es zudem ein neues Verkehrsschild, das Autos das Überholen von Zweirädern verbietet. Ist das Überholen doch erlaubt, muss künftig innerorts ein Abstand von mindestens 1,5 Metern und außerorts von zwei Metern eingehalten werden. Zudem reichen künftig innerorts 21 km/h mehr als erlaubt, um neben 80 Euro Strafe und einem Punkt auch einen Monat Fahrverbot zu kassieren. Außerorts sind es 26, km/h, ander als bislang kann seit dem 28. April 2020 schon beim ersten Verstoß der Führerschein für einen Monat weg sein. Allerdings: Da Teile der neuen StVO wegen eines Formfehlers rechtswidrig sind, wenden die Bundesländer seit Juli 2020 wieder die alten Regeln für Fahrverbote an und prüfen zudem die Rückgabe bis dahin eingezogener Führerscheine. In unserem Bußgeldkatalog sind bis zur erneuten offiziellen Änderung jedoch die im April 2020 in Kraft getretenen Regelungen vermerkt.

Ratgeber MPU-Untersuchung
MPU: Vorbereitung, Ablauf & Kosten Wichtige Tipps zur MPU
 

 

Bußgeldkatalog-Kategorien

Alle Angaben ohne Gewähr; Änderungen vorbehalten

Tags:
Copyright 2020 autozeitung.de. All rights reserved.