Höhere Bußgelder für Falschparker: Online-Petition 100 Euro plus ein Punkt für Falschparker gefordert

von Christina Finke 22.05.2019

Höhere Bußgelder für Falschparker fordern Verkehrsverbände in einer Online-Petition an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: 100 Euro soll ein Knöllchen demnach zukünftig kosten. Andernfalls sieht das Bündnis sogar das Voranschreiten der Verkehrswende in Gefahr!

Verkehrsverbände fordern deutlich höhere Bußgelder für Falschparker, um die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen: Unter dem Motto "Knolle statt Knöllchen" startete das Bündnis Mitte Mai 2019 eine entsprechende Online-Petition an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Mindestens 100 Euro sollen demzufolge künftig bei einem Park-Verstoß fällig werden. Außerdem solle Falschparken mit einem Punkt in Flensburg geahndet werden, so die Forderung. Die Begründung: "Zweite-Reihe-Parker zwingen Fahrradfahrer dazu, gefährlich weit auf die Fahrbahn auszuweichen. Dort geraten sie durch heranfahrende Autos und Lkw in Lebensgefahr." Zu dem Verbändeverbündnis gehören neben dem VCD der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, die Deutsche Umwelthilfe und der Bundesverband Carsharing. Bislang zahlen Falschparker im Schnitt ein Bußgeld von 20 Euro "Das hat keine abschreckende Wirkung", ist sich die Bundesvorsitzende des VCD, Kerstin Haarmann, sicher und fordert deshalb höhere Bußgelder für Falschparker. Mehr zum Thema: Härtere Strafen für Gaffer

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Onlinepetition: Höhere Bußgelder für Falschparker gefordert

Höhere Bußgelder für Falschparker, so wie in der Online-Petition der Verkehrsverbände gefordert, würden den Behörden ein wirksames Mittel an die Hand geben, um die Parkregeln durchsetzen zu können. Derzeit gebe es von Stadtverwaltungen und Polizei zu häufig eine gefährliche Toleranz oder Resignation gegenüber Regelverstößen, so Verkehrsverbände. Ihre Auflistung von Beeinträchtigungen und Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer durch rücksichtslose Falschparker ist lang: Parkende Autos an Straßenecken behindern Rettungsfahrzeuge; Fußgänger und Autofahrer können sich deswegen nicht rechtzeitig sehen und das Überqueren der Straße wird so vor allem für Kinder und ältere Menschen gefährlich. Besonders rücksichtslos und gefährlich sei auch das Falschparken laut Petition an Zebrastreifen und Ampel-Übergängen, zudem würden Falschparker auf Gehwegen Rollstuhlfahrern den Weg versperren und dafür sorgen, dass sich Busse und Bahnen verspäten sowie Anschlüsse platzen. Ein weiterer Punkt der Verkehrsverbände: Widerrechtlich zugeparkte Ladestationen und Parkplätze behindern Nutzer von E-Autos und Carsharing-Angeboten. Daher sehen VCD & Co. am Ende sogar die Gefahr, dass Falschparker die Verkehrswende ausbremsen könnten.  Mehr zum Thema: Falschparken mit Carsharing-Autos

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