Vorstellung

Brabus Lamborghini Urus: Minzfrische 900 PS für 600.000 Euro

Brabus erweitert sein Portfolio um eine italienische Marke: Ab sofort werden in Bottrop auch Lamborghini bespoilert, umlackiert und mit mehr Dampf versehen. Als erstes trifft es den Rambo-Lambo Urus.

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Brabus Lamborghini Urus 900, fotografiert auf einer Bühne von schräg vorne.
Grüner gehts nicht: Der Brabus 900 Mint sticht aus der Menge heraus. Foto: Brabus
Brabus Lamborghini Urus 900, fotografiert von der Seite.
Die brabuseigenen Anbauteile aus Carbon sind in dieser Ausführung aber kaum noch wahrnehmbar. Foto: Brabus
Brabus Lamborghini Urus 900, fotografiert von schräg vorne.
Die Lufteinlässe hat Brabus deutlich aufgeplustert. Foto: Brabus
Brabus Lamborghini Urus 900, fotografiert von schräg hinten.
Am Heck bekommen der Diffusor und der Heckspoiler Feinschliff aus Bottrop. Und viel grünen Lack. Foto: Brabus
Cockpit des Brabus Lamborghini Urus 900, fotografiert von links.
Auch innen ist alles im grünen Bereich. Leder und Carbon sind, wie bei Brabus üblich, picobello verarbeitet. Foto: Brabus
Mittelkonsole des Brabus Lamborghini Urus 900, fotografiert von links.
In der Mittelkonsole mit dem lamborghinitypischen Starterknopf werden Leder, Carbon und (ein bisschen) Kunststoff verarbeitet. Foto: Brabus
Rückbank des Brabus Lamborghini Urus 900, fotografiert von links.
Auch im Fond dominiert hoffnungsvolles Grün. Foto: Brabus
Vorderrad des Brabus Lamborghini Urus 900, fotografiert von der Seite.
Der Brabus 900 Mint rollt auf 24 Zoll großen Schmiedefelgen mit zehn Speichen und Nabendeckel im Zentralverschlussdesign. Die Walzen gehen ordentlich in die Breite: vorne messen sie 295 mm, hinten gar 345. Foto: Brabus

Der Brabus-Urus ergrünt bis in die letzte Ritze

Wem im Lamborghini-Konfigurator der Frische-Faktor fehlt, der kann jetzt bei Brabus in Bottrop anklopfen. Die Tuningschmiede kümmert sich ab sofort nämlich auch um die exaltierten Sportler aus Italien. Den Anfang macht der Lamborghini Urus, der im Ruhrpott in zwei verschiedene Pötte fällt: einen mit Zaubertrank und einen mit grüner Farbe. Minzgrün, um genau zu sein. Damit strahlt der Urus so intensiv, dass er auch auf dem größten Supermarktparkplatz aus der Menge heraussticht.

Und die Brabus-Lackierabteilung macht keine halben Sachen. Außer den Reifen im stolzen Format von 24 Zoll und einigen Carbonteilen in Lufteinlässen und Heckblende ergrünt der Urus bis in die letzte Ritze. Die brabuseigenen Anbauteile wie der kantige Frontsplitter, die Radlaufverbreiterungen und der Diffusor fallen so weniger stark ins Auge. Um 20 mm tiefer liegend als der Original-Urus verbreitet der grüne Brabus dennoch eine hochkonzentrierte Form von Frühlingserwachen und Lebendigkeit.

Der Smart 5 Brabus im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Der getunte Plug-in-Hybrid hat 900 PS und einen Rest an grünem Gewissen

Auch im Innenraum ist alles im grünen Bereich. Die Sattler:innen aus dem Brabus-Gewächshaus lassen kaum eine Oberfläche unbeledert. Tierhaut in „Stone Mint“ so weit das Auge reicht, auf Sitzen, Türen, Armaturenbrett und Mittelkonsole. Mal gesteppt, perforiert oder einfach glatt setzt das Leder Akzente und nimmt dabei das lamborghini-typische Sechskantmuster auf.

Carbon kommt in diesem Brabus-Interieur ausnahmsweise nur sparsam zum Einsatz. Plastik praktisch gar nicht. Wer daran hängt und das entsprechende Kleingeld mitbringt, kann sich bei Brabus sogar den Zündschlüssel oder die Reisetasche für den (natürlich minzgrün ausgeschlagenen) Kofferraum grün einkleiden lassen, als würde hier permanent der Saint Patrick’s Day gefeiert.

Nicht ganz so grün wie der Rest ist das Triebwerk. Der Brabus basiert jedoch auf dem Urus SE, einem Plug-in-Hybriden. Deshalb verbleibt ein Rest an Umweltbewegtheit, da er ganz unlamborghinisch auch lautlos bewegt werden kann. Der elektrische Teil des Hybrid-Antriebsstrangs bleibt unangetastet. Der Vierliter-V8 hingegen bekommt das Brabus PowerXtra LG40-900 Performance-Update spendiert. Im Team reichen die Motoren also 900 PS (662 kW) an das Achtgang-Getriebe weiter, schlanke 100 Pferdchen mehr als die Serienversion.

Schaltet die Startampel auf Grün, schießt der Brabus-Lambo somit in 3,2 s auf 100 km/h, also genau zwei Zehntel vor dem Serien-Urus-SE. Anschließend rennt die Wuchtbrumme recht flott bei 312 km/h in den elektronischen Begrenzer. Nicht schlecht für einen ausgewachsenen Zweieinhalbtonner mit einem Rest Geländetauglichkeit, aber nur ein km/h schneller als in Serie.

Richtig grün vor Neid werden Normalsterbliche beim Blick in die Preisliste. Der Brabus 900 Mint verlangt nach 583.071 Euro. Da ist es beinahe tröstlich, dass der vergleichsweise dezente, aber eben nicht so minzfrische Brabus 900 Superblack schon für 544.099 Euro (Preise: Stand Februar 2026) zu haben ist.

Quellen