Vorstellung

BMW M3 (E46) mit V10: Brachiales Bimmer-Best-Of mit M5-Motor

Dank eines detailverliebten Tuners löst der BMW M3 E46 nachträglich das 10er-Ticket und lässt sich den S85er-V10-Motor des BMW M5 unter die Haube schuhlöffeln. Ebenfalls enthalten im Rundum-Rastlos-Paket: die Sechsgang-Box des M3 E92!

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Der BMW M3 (E46) mit V10 stehend von schräg vorne.
BMW M3 (E46) mit V10: Brachiales Bimmer-Best-Of mit M5-Motor und E92-Schaltung! Foto: Youtube/Autotopia LA
Der BMW M3 (E46) mit V10 stehend von hinten.
Der Besitzer des hier gezeigten E46er-M3 nutzte die Bandbreite des BMW-Sortiments aus dem neuen Jahrtausend, um einen biestigen Bimmer auf die Räder zu stellen. Foto: Youtube/Autotopia LA
Der BMW M3 (E46) mit V10 stehend von vorne.
Der US-Amerikaner nahm den kurzlebigen und doch unsterblichen V10 aus dem M5 (E60) und presste ihn unter die Haube der dritten M3-Generation. Foto: Youtube/Autotopia LA
Der BMW M3 (E46) mit V10 stehend seitlich.
Damit der 507 PS (373 kW) starke Fünfliter-Koloss nicht nach dem ersten Sprint abtaucht und das fünf Jahre währende Projekt in seine teuren Einzelteile zerlegt, brauchte es einen eingeschweißten Hilfsrahmen. Foto: Youtube/Autotopia LA
Das Cockpit des BMW M3 (E46) mit V10.
Vertraut der Bimmer-Fan außen auf die stilsichere Werkslackierung „Interlagos Blau“, darf man sich im Innenraum ... Foto: Youtube/Autotopia LA
Die Sitze des BMW M3 (E46) mit V10.
... über die weiß belederten Recaros wundern. Foto: Youtube/Autotopia LA
Der Motor des BMW M3 (E46) mit V10.
Der Blick unter die Haube offenbart, dass nichts mehr so ist wie es einmal war. Foto: Youtube/Autotopia LA

Die M5-Ansaugbrücke greift im M3-Motorraum um sich wie ein hungriger Kraken

Eigentlich war der von 2000 bis 2006 gefertigte BMW M3 (E46) zu früh dran, um vom Zylinderwahn der mittleren 2000er-Jahre betroffen zu sein. Und das ist auch eigentlich gut so, denn der S54er-Reihensechser war an Laufkultur und Leistungsentfaltung kaum zu übertreffen. Und eigentlich dürften die späteren V8- und V10-Triebwerke aus M3 E92 beziehungsweise M5 E60 auch gar nicht zwischen Doppelniere und Spitzwand passen.

Der Besitzer des hier gezeigten E46er-M3 hatte die ganzen „Eigentlichs“ offenbar satt nutzte die Bandbreite des BMW-Sortiments aus dem neuen Jahrtausend, um einen biestigen Bimmer auf die Räder zu stellen, der für Fans das Potenzial zum Instant-Traumwagen hat.

Deshalb nahm der US-Amerikaner den kurzlebigen und doch unsterblichen V10 aus dem M5 (E60) und presste ihn unter die Haube der dritten M3-Generation. Und tatsächlich: Der Blick unter die Haube offenbart, dass nichts mehr so ist wie es einmal war.

Die exorbitante Kohlefaser-Ansaugbrücke greift wie ein hungriger Kraken um sich und wirbelt die Nebenaggregate wild durcheinander. Was man nicht sieht, fasziniert aber sogar noch mehr: Damit der 507 PS (373 kW) starke Fünfliter-Koloss nicht nach dem ersten Sprint abtaucht und das fünf Jahre währende Projekt in seine teuren Einzelteile zerlegt, brauchte es einen eingeschweißten Hilfsrahmen.

Der BMW i3 im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Ein echter V10-Handschalter dank Getriebe aus dem M3 E92

Der stabilisiert auch das Getriebe, bei dem es sich weder um das sequentielle Siebengang-SMG aus dem Serien-M5 handelt, noch um ein Teil aus dem E46-Regal. Stattdessen schaltet und waltet die manuelle Sechsgang-Box des Nachfolgers M3 E92. Sie einzupassen, war laut des Tuners eines der kleineren Probleme, weil der V8 des E92 –vereinfacht gesagt – ein um zwei Zylinder verkürzter V10-Block sei.

Während der V10-M3 antriebsseitig ein Frankenstein der besten Sorte ist, setzt das Coupé in sämtlichen anderen Bereichen auf das Zauberwort „Custom“. Jetzt einmal tief Luft holen: Es gibt Custom-LED-Scheinwerfer mit V10-Signet in den Angel-Eyes, Custom-V10-Abzeichen in den Kotflügelrippen, einen Custom-Frontspoiler, Custom-Radlaufverbreiterungen mit Radhausentlüftungen, eine Custom-Motorhaube, Custom-Schweller, eine Custom-Kofferraumklappe nach CSL-Vorbild und eine Custom-Heckschürze. Natürlich alles aus Kohlefaser, versteht sich.

Vertraut der Bimmer-Fan außen auf die stilsichere Werkslackierung „Interlagos Blau“, darf man sich im Innenraum über die weiß belederten Recaros wundern. Für den Heimweg vom All-You-Can-Eat-Mexikaner wäre dieser M3 also nicht die beste Wahl, auch wenn es in seinen Brennräumen ebenso brodelt wie im Magen.

Ob es eine Sünde ist, das zeitlose und ergonomisch gelungene Cockpit mit Bildschirmen zu pflastern? Kann man drüber diskutieren. Versöhnlicher stimmen das eigens angefertigte Sportlenkrad sowie das verlockende Schaltgestänge. Und wenn dann auch noch der V10 mit bis zu 8250 Touren kreischt, spielt alles andere sowieso keine Rolle mehr. Eigentlich schon eine geniale Idee, diese M3/M5-Mixtur.