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Erlkönig

Audi RS 6 2027: Brutalo-Limousine bereitet ihr Comeback vor

Nach Jahren der Kombi-Monokultur kehrt der Audi RS 6 auch als Limousine zurück. Was der Stufenheck-Audi genau unter der Haube hat, ist noch geheim.

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Der Audi RS 6 fährt als Erlkönig durch einen Kreisverkehr, von vorne fotografiert.
Auch die künftige Generation des Audi RS 6 könnte mit ihren riesigen Kühlluftöffnungen so manchen Kleinwagen verschlucken. Foto: SH Proshots
Der Audi RS 6 fährt als Erlkönig durch einen Kreisverkehr, von hinten fotografiert.
Analog zum RS 5 rückt der RS 6 die ovalen Auspuffblenden enger zusammen als der Vorgänger. Auch die Klappensteuerung ist gesetzt. Foto: SH Proshots
Der Audi RS 6 fährt als Erlkönig durch einen Kreisverkehr, von rechts fotografiert.
Die Limousine greift die klassische Stufenheck-Silhouette auf und garniert sie mit einer Spoilerlippe, die im Vergleich zu den ausgestellten Radhäusern geradezu diskret wirkt. Foto: SH Proshots

Während sich der Avant zunehmend in den Himmel der Power-Kombis geröhrt hat, geriet die Audi RS 6 Limousine nach und nach in Vergessenheit. Tatsächlich hat Ingolstadt den eleganten Performanten bereits 2010 mit dem Ende der C6-Baureihe eingestampft und in den beiden Folge-Generationen auch nicht reanimiert. Wie bereits frühere RS-Erlkönige der 2025 eingeführten A6 C9-Generation belegen, fährt sich die Limousine aber tatsächlich warm für ihr großes Comeback.

Spannend wird es im Vergleich zu früheren Erlkönigen vor allem in der Heckansicht. Wie der RS 5 oder die abgelichteten RS 6 Avant-Prototypen rückt auch die Limousine die beiden ovalen XXL-Auspuffblenden näher aneinander als vom Vorgänger gewohnt. Zudem schmückt Audi Sport das Stufenheck mit einer Spoilerlippe und Air Curtains vor und hinter den Vorderrädern. Der RS 6 scheint die markante Rückleuchten-Einheit des Standard-A6 zu übernehmen. Wir rechnen zudem mit einem massiven Singleframe-Kühlergrill, der wie gewohnt seitlich von zusätzlichen Lufteinlässen flankiert wird.

Der Audi A6 Avant im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Der Audi RS 6 wird zum Plug-in-Hybrid

Während die klassische Karrosserieform ihr Comeback vorbereitet, wird der bekannte Antriebsstrang des RS 6 aufs Altenteil geschoben. Statt des reinen Verbrenners wütet im künftigen RS 6 ein Plug-in-Hybrid, der die maximal 630 PS (463 kW) des Vorgängers deutlich überbieten, gleichzeitig aber erheblich sparsamer sein soll. Die wichtigste Frage im Zusammenhang mit dem kommenden Audi RS 6 können wir leider noch nicht mit Sicherheit beantworten: Stecken unter seiner Haube weiterhin acht Zylinder oder eher ein V6, wie beim kleinen Bruder RS 5?

Mit dem BMW M5 setzt der ärgste RS 6-Konkurrent auf einen hybridisierten 4,4-l-V8 mit 727 PS (535 kW) Systemleistung. Den könnte Audi dank des VW-Konzernverbunds eigentlich mit dem V8-Antrieb des Lamborghini Urus SE kontern, der sogar 800 PS (588 kW) mobilisiert. Damit dürfte der oberste Herr der Ringe allerdings auch sehr schwer geraten. Gerüchten zufolge greift Audi daher auf einen V6 zurück und will diesen durch ausgefeilte Hybridtechnik auf ein ähnlich strammes Leistungsniveau heben wie den BMW M5. Klingt spannend. Fest steht: Die ursprünglich geplante E-Version des RS 6 befindet sich nicht mehr auf dem Audi-Produktplan, die Entwicklung wurde 2025 beendet. Denn offensichtlich verlangen RS 6-Fans nicht nach lautlosem Leistungsüberfluss, sondern nach Verbrennergrollen, das unüberhörbar aus den beindicken Auspuffrohren quillt.

Quellen
  • SH Proshots