Vorstellung

VW Tayron (2025): Preis, Antriebe & Co. des Allspace-Nachfolgers

In China ein seit 2018 etablierter Modellname, feiert der VW Tayron nun auch in Europa seine Premiere. Der gestreckte Tiguan beerbt die Allspace-Variante, ist seit Oktober 2024 im Konfigurator und dürfte im ersten Halbjahr 2025 ausgeliefert werden. Hier gibts alle Infos inklusive Preis!

(1/11)
Zwei Exemplare des VW Tayron (2025) stehen vor einem Bergpanorama.
VW Tayron (2025) Foto: VW

Da ist er endlich: Der Tayron, der den Tiguan Allspace ablöst und optional mit sieben Sitzplätzen erhältlich ist.

Der VW Tayron (2025) statisch von vorne fotografiert
VW Tayron (2025) Foto: VW

Schon an der Front wird klar: Das Design bedient sich fast eins zu eins am kleinen Bruder.

Der VW Tayron (2025) statisch von der linken Seite fotografiert
VW Tayron (2025) Foto: VW

Der Radstand fällt mit 2791 mm rund elf Zentimeter länger aus als beim Tiguan.

Der VW Tayron (2025) statisch von hinten fotografiert
VW Tayron (2025) Foto: VW

Die Anordnung des Markenlogos und Modellschriftzugs wurde leicht verändert.

Das Cockpit des VW Tayron (2025) durchs geöffnete linke Fenster fotografiert
VW Tayron (2025) Foto: VW

Das Interieur trumpft mit einem zentralen 12,9-Zoll-Touchscreen (optional 15 Zoll) und einem Gangwahlhebel hinter dem Lenkrad auf.

Die vorderen Sitze des VW Tayron (2025) durch die geöffnete Fahrertür fotografiert
VW Tayron (2025) Foto: VW

In der R-Variante muten die vorderen Sitze sportlich an.

Die zweite und dritte Sitzreihe des VW Tayron (2025), wobei zwei Sitze der zweiten Reihe umgeklappt sind
VW Tayron (2025) Foto: VW

Die zweite Reihe ist verschieb- und in Dritteln umklappbar.

Der Kofferraum des VW Tayron (2025) mit aufgestellter dritter Sitzreihe
VW Tayron (2025) Foto: VW

Hinter der dritten Sitzreihe beträgt das Ladevolumen beim Siebensitzer 345 l ...

Der Kofferraum des VW Tayron (2025) mit umgeklappter dritter Sitzreihe und zwei umgeklappten Sitzen in der zweiten Sitzreihe
VW Tayron (2025) Foto: VW

... und hinter der zweiten Sitzreihe 850 l.

Der VW Tayron (2025) fährt auf einer Straße und ist von vorne links fotografiert.
VW Tayron (2025) Foto: VW

Analog zum Tiguan gibt es den Tayron als 2,0-l-Turbobenziner sowie -diesel oder als 1,5-l-Mild- beziehungsweise Plug-in-Hybrid.

Der VW Tayron (2025) fährt auf einer Straße und ist von hinten links fotografiert.
VW Tayron (2025) Foto: VW

Der eHybrid soll vollelektrisch über 100 km schaffen.

Preis: VW Tayron (2025) ab 45.475 Euro

Die deutsche Kundschaft darf sich an einen neuen Modellnamen gewöhnen: VW Tayron heißt künftig das, was Volkswagen bislang als Tiguan Allspace verkauft hat – also einen gestreckten Tiguan mit Platz für sieben Sitze. Hintergrund der neuen Bezeichnung dürfte wohl sein, dass Volkswagen das neue SUV mit ihr prägnanter zwischen dem normalen Tiguan und dem deutlich teureren Touareg positionieren kann – einen entsprechenden Preisaufschlag inklusive. Im Oktober 2024 wurde das Mittelklasse-SUV endlich offiziell enthüllt und der Bestellstart eingeläutet. In der Ausstattungslinie Life startet der Allspace-Nachfolger bei 45.475 Euro, während die R-Line ab 59.065 Euro konfigurierbar ist (Alle Preise: Stand Oktober 2024).
Auch interessant: Unsere Produkttipps bei Amazon

Der VW Tayron (2025) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antriebe: Verbrenner & Plug-in-Hybride

Formal ein eigenständiges Auto, nutzt auch der VW Tayron (2025) die neueste Variante des Modularen Querbaukasten (MQB evo) als Basis – und erfüllt damit technisch dieselben Voraussetzungen wie der kleinere Tiguan. Entsprechend bekommt der Siebensitzer auch die gleichen Motorisierungen. Als Selbstzünder stellt VW den Zweiliter-Turbodiesel in den Leistungsstufen 150 PS (110 kW) und 193 PS (142 kW) bereit. Bei den Benzinern geht es mit dem mildhybridisierten neuen 1,5-l-eTSI-Motor mit 150 PS (110 kW) los, den schwächeren Bruder mit 130 PS (96 kW) übernimmt man nicht aus dem Tiguan-Portfolio. Darüber rangieren die Zweiliter-Aggregate mit 204 PS (150 kW) und 265 PS (195 kW). 

Nützliches Zubehör rund um den Plug-in-Hybrid:

Der 1.5 TSI kommt auch in den Plug-in-Hybriden (eHybrid) mit 204 PS (150 kW) oder 272 PS (200 kW) Systemleistung zum Einsatz, die von einer im Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe integrierten E-Maschine unterstützt werden. Die Stromversorgung übernimmt eine 19,7-kWh-Batterie (netto), die sich an der AC-Ladesäule mit bis zu elf kW und am Gleichstrom-Schnelllader mit bis zu 50 kW aufladen lässt. Der Prognosewert für die elektrische Reichweite liegt bei über 100 km. Der stärkere Diesel und die beiden 2.0 TSI-Motoren fahren standardmäßig mit Allradantrieb vor. Die Kraftverteilung übernimmt – abgesehen von den eHybrid-Varianten – immer ein Siebengang-DSG.

Exterieur: Tiguan-Design bei deutlich angewachsenen Maßen

Der VW Tayron (2025) weist wenig überraschend starke Ähnlichkeiten zum kleinen Bruder auf. Tatsächlich liegt der wohl größte Unterschied neben dem wuchtigeren Heck, in dem sich ein größerer Kofferraum und optional eine dritte Sitzreihe verbergen, bei der leicht veränderten Anordnung des Markenlogos und Modellschriftzugs auf der Heckklappe. Zudem wirken die seitlichen Lufteinlässe an der Front ein wenig breiter als beim Tiguan. Als Außenmaße gibt VW 4770 mm in der Länge, 1852 mm in der Breite (ohne Außenspiegel) und 1660 mm in der Höhe an. Der Radstand beträgt 2791 mm, also elf Zentimeter mehr als beim Tiguan. Der Skoda Kodiaq ist in der Länge fast identisch, der VW Tiguan mit 4539 mm aber merklich kürzer.

Interieur: Tiguan-Cockpit plus dritte Sitzreihe & mehr Kofferraumvolumen

Das Cockpit des VW Tayron (2025) durchs geöffnete linke Fenster fotografiert
Foto: VW

Äquivalent zum Exterieur sind in Sachen Cockpit und Infotainment des VW Tayron (2025) keine nennenswerten Unterschiede zum Tiguan zu erkennen. Der Neue besticht also ebenso mit scharfen, großen Displays, mittig mit Touchfunktion. Das zentrale Display misst gleichermaßen 12,9 Zoll und bei besser ausgestatteten Exemplaren 15 Zoll. Ein Head-up-Display projiziert die Informationen direkt ins Sichtfeld – also auf die Windschutzscheibe. Über einen Dreh-Drück-Steller in der Mittelkonsole lassen sich die Fahrprofile, die kombinierten Einstellungen für Ambientelicht und Soundsystem sowie die Audio-Lautstärke regeln.

Der Getriebewahlschalter rückt von der gewohnten Platzierung auf der Mittelkonsole als kleiner Stummel rechts oben hinter das Lenkrad. Der Hauptunterschied zum Tiguan ist natürlich das Längenwachstum, das sich auch auf das Platzangebot und das Kofferraumvolumen auswirkt und überdies die dem Tayron vorbehaltene, dritte Sitzreihe ermöglicht. Für mehr Variabilität sind die Sitze der zweiten Reihe übrigens verschiebbar. Das Ladevolumen steigt von den 652 bis 1650 l im Tiguan auf – je nach Variante – mindestens 850 l hinter der zweiten Sitzreihe bis maximal 2090 l hinter den Vordersitzen. Der Fünfsitzer bietet dabei jeweils etwas mehr Ladevolumen als der Siebensitzer, der eHybrid mit 705 bis 1915 l jeweils weniger als die genannten Maße von Benziner beziehungsweise Diesel.

Fahreindruck: Bedienung, Komfort & Platz sind seine Stärken

Mehr Platz und eine dritte Sitzreihe bei rund 7000 Euro Aufpreis zum Tiguan – man muss das Mehr eines VW Tayron wirklich wollen oder brauchen, damit sich das rechnet. Doch für sich genommen macht der Neuling bei der ersten Testfahrt hinsichtlich Bedienung, Komfort und Platz einen rundum guten Eindruck. Und weil der Touareg zur Sprache kam: Das 30.000 Euro teurere Oberklasse-SUV ist nicht nur wegen der Preisdifferenz, sondern auch wegen der fehlenden Option auf sieben Sitze keine ernsthafte Alternative. Von Alexander Koch

Fazit

Dass der chinesische Tayron die Basis für einen XXL-Tiguan für Europa bieten würde, ist schon längst keine Überraschung mehr – dass mit ihm aber auch der Name zu uns kommt, sehr wohl. Das ermöglicht Volkswagen, das Auto höher zu positionieren als bislang: mit der für Kund:innen schlechten Nachricht, dass der Kodiaq-Bruder teurer wird. Die Alternativen innerhalb des VW-Konzerns werden aber auch nicht mehr, gilt der Seat Tarraco doch als Auslaufmodell. Licht und Schatten liegen wie immer also nah beieinander.