Vorstellung

VW ID. Polo GTI: Alles Wichtige zum ersten Elektro-GTI

Basierend auf der Studie ID. 2all zeigte VW 2023 das ID. GTI Concept, 2026 bringt Volkswagen das Serienmodell unter dem klangvollen Namen VW ID. Polo GTI. Das Wichtigste zum elektrischen Hot Hatch!

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Der VW ID. Polo GTI steht in Studioumgebung, von vorne links fotografiert.
Der Look des ID. Polo GTI orientiert sich eng an der Vorab-Studie und überrascht wenig – was sich durchaus positiv interpretieren lässt. Foto: VW
Der VW ID. Polo GTI steht in Studioumgebung, von rechts fotografiert.
Der ID. Polo GTI misst bei einem Radstand von 2,60 m insgesamt 4,10 m in der Außenlänge. Foto: VW
Der VW ID. Polo GTI steht in Studioumgebung, von hinten rechts fotografiert.
Einzige Antriebsvariante: der 166 kW (226 PS) starke Frontmotor mit 52-kWh-NMC-Batterie, so auch beim Cupra Raval VZ zu finden. Foto: VW
Das Cockpit des VW ID. Polo GTI.
Der Innenraum wartet mit physischen Tasten am Lenkrad und in der Mittelkonsole auf. Foto: VW
Die Studie VW ID. GTI Concept (2023) stehend von schräg vorne fotografiert.
Das ID. GTI Concept kündigte bereits 2023 die Rückkehr zu bewährten Design-Tugenden an. Foto: VW
Eine Skizze zeigt das Interieur des VW ID. GTI Concept (2023), die Sportschalensitze von schräg hinten sowie das Cockpit.
Einige Grundideen des Studien-Interieurs übernimmt das Serienmodell, etwa das Lenkrad- oder Display-Konzept. Foto: VW

Preis: VW ID. Polo GTI ab 39.000 Euro

Der „elektrische Polo“ wurde Ende April 2026 enthüllt – und was anfangs nur eine Umschreibung war, um verständlich zu machen, in welcher Fahrzeugklasse die Studie VW ID. 2all spielt (Polo), wurde mit dem ID. Polo Realität. Wie wir bereits seit der IAA 2025 wissen, gesellt sich mit dem ID. Polo GTI ein konsequent benannter Performance-Ableger dazu. Der GTX-Zusatz elektrischer Sportmodelle hat damit ausgedient, wenngleich die Bezeichnung GTI bei der Petrolhead-Fraktion zumindest für ein Stirnrunzeln sorgen dürfte.

Mit der Enthüllung verrät VW auch, dass der ID. Polo GTI knapp 39.000 Euro kosten wird. Damit fällt er spürbar günstiger aus als der identisch angetriebene Cupra Raval VZ Extreme, der bei 43.525 Euro startet. Allerdings handelt es sich beim Cupra um die sogenannte „Launch Edition“ zur Markteinführung, möglicherweise siedelt sich der reguläre Preis ein wenig unterhalb an (alle Preise: Stand Mai 2026). Der Vorverkauf für den GTI beginnt im Oktober 2026.

Der VW ID. Polo GTI im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Antrieb: 226 PS, Frontantrieb & Differentialsperre

Das Serienmodell des VW ID. Polo GTI basiert auf der „MEB+“-Plattform, erhält Vorderradantrieb sowie serienmäßig ein elektronisches Sperrdifferential und ein adaptives Fahrwerk (DCC). Die wichtigsten technischen Daten:

  • Leistung: 166 kW/226 PS

  • Drehmoment: 290 Nm

  • 0 auf 100 km/h in 6,8 s

  • Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h

  • Leergewicht (EU): 1540 kg

  • Batterie: Nickel-Mangan-Kobalt (NMC), 52 kWh netto

  • Ladeleistung: 11 kW AC, 105 kW DC

  • Ladegeschwindigkeit: 10 auf 80 % SoC in 24 min (vorläufig)

  • Reichweite: 424 km (vorläufig)

Exterieur: Sportlich, aber alltagstauglich

GTI-Modelle haben nie zu dick aufgetragen und so möchte es VW auch mit dem 4097 mm langen, 1816 mm breiten und 1515 mm hohen VW ID. Polo GTI halten, dessen Radstand wie bei den anderen „MEB+“-Kleinwagen 2599 mm beträgt. Natürlich soll er für eine gewisse Sportlichkeit stehen – dafür sorgen alleine schon die dynamischen Proportionen. Typisch GTI ist der rote Streifen unter dem „Kühlergrill“, der von einem Leuchtband dominiert wird, das die serienmäßigen LED-Matrix-Scheinwerfer verbindet. Für das GTI-Gefühl arbeitet der ID. Polo an der Frontstoßstange zudem mit Lufteinlässen in Wabenstruktur.

Auch abgesehen davon tritt der GTI dynamisch auf: Auffällig sind die bulligen Schweller und das Diffusor-artige Heck. Wie auch der Standard-ID. Polo integriert der GTI die hinteren Türgriffe in die Rahmen der Seitenscheiben, was für eine cleane Flanke sorgt. Wuchtige 19-Zöller runden den sportlichen Auftritt ab.

Interieur: Schlicht, modern & funktional

Wie beim Standardmodell wirkt das Interieur des VW ID. Polo GTI schlicht und aufgeräumt. Das Cockpit weist zwei einzelne Bildschirme auf: eine 10,25-Zoll-Instrumententafel und eine 12,9-Zoll-Infotainment-Steuerung. Das Betriebssystem läuft auf Android-Basis, weshalb es nach moderner Smartphone-Bedienlogik funktioniert. Unterhaltsam: In der „Retro-Anzeige“ spielen die digitalen Armaturen auf jene des Golf 1 an. Dazu wird die aktuelle Track-Wiedergabe auf dem Display stilecht als Kassette ausgespielt.

Das Cockpit des VW ID. Polo GTI.
Foto: VW

Die Touch-Slider aus vergangenen Modellen weichen physischen Bedienelementen unter dem Zentraldisplay und am Zwei-Speichen-Lenkrad, das obendrein mit einer Zwölf-Uhr-Markierung aufwartet. Für ein sportliches Feeling sollen auch zahlreiche rote Akzente sorgen, etwa Ziernähte oder die Ambientebeleuchtung. Auch die Sitze sind sportlich ausgelegt, um angemessenen Seitenhalt für das dynamische Potenzial eines GTI zu bieten.

Eine der buchstäblich größten Stärken des ID. Polo GTI ist unter der Heckklappe zu finden: der 441 l fassende Kofferraum. Durch das Frontantriebs-Layout verbirgt sich unter dem Kofferraumboden ein weiteres riesiges Ladefach, das diesen Wert ermöglicht. Zum Vergleich: Das Ladevolumen übersteigt nicht nur das des aktuellen Golf 8, sondern auch einige Varianten des Audi A5 Avant.

Fahreindruck: Benchmark im GTI-Segment

Drei Minuten auf 
kleinen Fahrfreude-Straßen, und der neue ID. Polo GTI hat dich überzeugt. 1500 Kilogramm leicht, druckvoll motorisiert, wieselflink und äußerst kompetent entwickelt – so sieht die neue Benchmark im GTI-Segment aus. Kritikpunkte waren auf den ersten Testkilometern kaum zu entdecken … Von Johannes Riegsinger

Fazit

Ordentlich Power, tiefe Straßenlage, Differentialsperre und ein moderner, aber klassisch inspirierter VW-Look: Der sportlichste ID. Polo verdient sich das GTI-Label und dürfte einige Wolfsburg-Fans abholen. Zudem hat der technisch eng verwandte Cupra Raval sein dynamisches Potenzial bereits auf Testfahrt bewiesen. Durch die Antriebsgleichheit mit dem Cupra geht dem GTI allerdings auch ein wenig seiner Individualität verloren.