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Golf Rallye G60/Escort RS Cosworth: Classic Cars Golf Rallye G60 vs. Escort RS Cosworth

von Thomas Pfahl 19.06.2020

Sie sind jung, sie sind wild, sie sind Stars: Wir stellen den VW Golf II Rallye G60 gegen den Ford Escort RS Cosworth. Vorhang auf für zwei scharfe Classic Cars!

Die Kölner hatten die Rallye-Einsätze bei der Entwicklung des Ford Escort RS Cosworth von Anfang an ganz oben auf der Prioritätenliste. Der erfolgreiche Sierra stand mit dem nahenden Ende der Baureihe vor dem Aus. Der Nachfolger sollte kompakter, aber nicht minder leistungsfähig werden. Also packte man den verkürzten Sierra-Antrieb unter die Karosserie des 1991 vorgestellten Escort. Seine ausgestellten und stilbildenden Kotflügel verdankte der neue Topsportler der breiten Spur. Tatsächlich hatten die Karosserien von Escort und "Cossie" übrigens nur die Dachhaut gemeinsam. Der Sportler wurde bei Karmann in Rheine gebaut. Weitere Besonderheit: Beim Basis-Escort mit Vorderradantrieb saß der Motor quer, beim Ford Escort RS Cosworth war er längs im Vorderwagen untergebracht. Mehr zum Thema: Die Allrad-Ikonen der 90er im Vergleich

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Classic Car VW Golf G60 Rallye gegen Ford Escort Cosworth

Als VW 1989 den Rallye-Golf ankündigte, sprachen Kritiker zunächst von einem "immer verwirrenderen Angebot". Neben dem regulären GTI, dem exklusiven Limited sowie dem vorderradgetriebenen G60 sollte jetzt auch noch eine Allrad-Variante mit G60-Motor folgen? Immerhin war jedes Modell für sich einzigartig, der Rallye-Golf sogar noch einzigartiger. Denn der VW Golf II Rallye G60 unterschied sich als Homologationsmodell für die Rallye-Einsätze in der Gruppe A deutlich von seinen Brüdern. Mit üppigen Kotflügelverbreiterungen trug er seine Potenz zur Schau. Dabei handelte es sich im Übrigen nicht um einfache Aufsätze wie bei den GTI-Verbreiterungen. Sie waren vielmehr fester (Blech-)Bestandteil der in Brüssel gefertigten Rallye-Golf-Karosserie. Auch die Rechteck-Scheinwerfer gehörten zu den Erkennungsmerkmalen des neuen Topmodells. Das höhere Gewicht von Blech und Antrieb drückte auf die Fahrleistungen. Immerhin wusste das Fahrverhalten des 44.500 DM teuren VW Golf II Rallye G60 zu begeistern. Und darauf kam es schließlich an: Der Allradantrieb spielte vor allem auf Schotter, Schnee und Eis seine Stärken aus. Die Technik stammte vom seit 1986 erhältlichen Golf syncro. Das bedeutete: Grundsätzlich wurden zunächst einmal die Vorderräder angetrieben. Bei Drehzahlunterschieden – sprich: wenn die vorderen Räder durchdrehten – verhärtete das Silikonöl im Visco-Gehäuse, die entstehenden Reibungskräfte übertrugen das Drehmoment auf die Lamellen der dortigen Kupplung und trieben damit auch die Hinterräder an. So bot der Rallye-Golf beste Arbeitsbedingungen für Erwin Weber und Manfred Hiemer, die im Kampf um die Deutsche Rallye-Meisterschaft mitreden wollten. Jeder unserer Protagonisten hat so seine Eigenheiten – und seine Fans.

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Technische Daten von Ford Escort RS Cosworth und VW Golf II Rallye G60

Technische DatenFord Escort RS CosworthVW Golf II Rallye G60
MotorR4, TurboR4, G60-Lader
Hubraum1993 ccm1763 ccm
Leistung220 PS160 PS
Maximales Drehmoment290 Nm225 Nm
GetriebeFünfgangFünfgang
AntriebAllradAllrad
0-100 km/h6,3 s9,0 s
Höchstgeschwindigkeit221 km/h208 km/h
Leergewicht1290 kg1250kg
L/B/H in mm4211/1738/14254035/1700/1400
Bauzeit1992-19961989-1991
Stückzahl71455000
Preis59.730 Mark (1994)44.500 Mark (1989)
 

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