Versicherungen für Elektroautos: Tarife & Tipps Den passenden Schutz für E-Autos finden

von Christina Finke 02.09.2019
Inhalt
  1. Tipps: Darauf bei der Kfz-Versicherung für Elektroautos achten
  2. Kfz-Versicherung: Gibt es spezielle Tarife für Elektroautos?
  3. So können E-Auto-Fahrer bei der Kfz-Versicherung sparen

Bei Kfz-Versicherungen für Elektroautos sollten Fahrzeugbesitzer ganz genau hinschauen: Einige Versicherer haben spezielle Tarife für Stromer im Angebot, andere gewähren immerhin eine Art Öko-Rabatt. Tipps für die Jagd nach der besten Police!

Strom statt Sprit, E-Motor statt Verbrenner und kein klassischer Ölwechsel: Auch wenn bei Elektroautos vieles anders ist – eine Kfz-Versicherung ist wie auch bei Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben Pflicht. Große Unterschiede gibt es dabei nicht: Auch bei Elektroautos berechnet sich die Höhe der Beiträge für die Kfz-Versicherung unter anderem nach Typ- und Regionalklasse, Leistungsumfang und Schadenfreiheitsklasse. Wer seinen Stromer über die Haftpflichtversicherung hinaus absichern möchte, kann aber spezielle Angebote nutzen. Die AUTO ZEITUNG erklärt, worauf Autofahrer beim Abschluss einer Kfz-Versicherung für E-Autos achten sollten. Mehr zum Thema: E-Auto-Prämie wird bis 2020 verlängert

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Tipps: Darauf bei der Kfz-Versicherung für Elektroautos achten

Wer eine Kfz-Versicherung für sein Elektroauto abschließen möchte, muss sich zunächst zwischen Voll- und Teilkasko entscheiden. Aufgrund des vergleichsweise hohen Anschaffungspreises empfielt es sich, zumindest für die ersten Jahre nach dem Neukauf eine Vollkasko abzuschließen. Vor allem ein umfassender Schutz für den Akku, das Herzstück aller Stromer, sollte im Leistungsumfang enthalten sein. Außerdem sollte der Schutz für den Stromspeicher Bedienfehler wie eine Tiefenentladung einschließen. Auch Schäden, die durch den Akku entstehen können – wenn etwa eine Ladestation in Brand gerät – sollte die Kfz-Versicherung abdecken. Ebenfalls sinnvoll kann es sein, dass sowohl Ladestation als auch Ladekabel vom Versicherungsschutz erfasst werden. Häufig haben E-Auto-Kunden aber auch schon einen Batterie-Schutz über die Garantie des Herstellers. Diese gilt meist für sechs bis acht Jahre beziehungsweise 160.000 bis 180.000 Kilometer, sodass es sinvoller sein kann, eine Anschluss-Garantieversicherung abzuschließen. Auch für Wallboxen, mit denen Elektroautos zuhause geladen werden können, haben Kfz-Versicherer entsprechende Zusatz-Optionen im Programm. Zudem sollten Abschleppvorgänge durch die Kfz-Versicherung für Elektroautos abgedeckt sein. Erzeugt die Antriebsachse beim unsachgemäßen Abtransportieren Strom im Motor, kann das zu Kurzschlüssen sowie Schäden am Akku und im schlimmsten Fall sogar zum Fahrzeugbrand führen. Apropos Brandgefahr: Auch hier bieten Kfz-Versicherer entsprechende Optionen an, um sich für den Fall der Fälle abzusichern. Mehr zum Thema: Alles zu Nummernschildern für E-Autos

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Kfz-Versicherung: Gibt es spezielle Tarife für Elektroautos?

Das Angebot an speziellen Tarifen hält sich bei der Kfz-Versicherung für Elektroautos noch in Grenzen. Zurückzuführen ist das bislang wohl vor allem auf die geringe Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge. Derzeit sind gerade einmal rund 85.000 reine Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs (Stand August 2019). Daher sind viele Versicherer wohl erst noch dabei, Daten zu entsprechenden Fahrzeugen zu sammeln. Kurt Sigl vom Bundesverband Elektromobilität (BEM) geht aber davon aus, dass die Zahl spezieller Tarife steigen wird. Seiner Ansicht nach sei es ebenfalls denkbar, dass sich E-Autofahrer künftig günstiger versichern könnten, weil sie erwiesenermaßen weniger Unfälle verursachen würden. "E-Autofahrer sind keine Raser", so Sigl. Laut Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale in Hamburg wüssten viele Elektroauto-Kunden aktuell auch gar nicht, dass ihre alte Versicherung nicht für einen Stromer ausgelegt sei. "Es wäre wünschenswert, wenn die Versicherer ihre Kunden darauf hinweisen würden", so die Verbraucherschützerin. Außerdem halte sie es für gut und sinnvoll, wenn alle Versicherer ihre Bedingungen auf die Besonderheiten von E-Autos ausweiten würden. Bisher tauchen Begriffe wie Akku oder Hochvolttechnik in den meisten Schutzbriefen jedoch gar nicht auf. Einige Kfz-Versicherer haben aber auch schon spezielle Angebote für Elektroautos im Programm. Ihre Angebote enthalten Leistungen, die speziell für E-Autos maßgeschneidert sind – etwa einen Rundum-Schutz für den Akku. Die meisten Versicherer beschränken sich aber darauf, Elektroautofahrern einen pauschalen Rabatt (in der Regel zwischen 10 und 20 Prozent) zu gewähren. Der Grund: Die Anbieter gehen davon aus, dass sich umweltbewusste Kunden in der Regel auch sehr umsichtig im Straßenverkehr verhalten würden. Mehr zum Thema: So viel kosten 100 Kilometer mit dem Elektroauto

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So können E-Auto-Fahrer bei der Kfz-Versicherung sparen

Wer bei der Kfz-Versicherung für Elektroautos sparen will, sollte zusätzliche Leistungen sinnvoll auswählen. Wer seinen Stromer nicht gekauft, sondern geleast hat, kann sich den zusätzlichen Schutz für den Akku in der Regel sparen. Meist ist die Versicherung auch schon über den Leasingvertrag abgedeckt. Das gilt auch in Fällen, in denen zwar das Fahrzeug gekauft, aber der Akku nur angemietet wird. Und wie auch bei Fahrzeugen mit herkömmlichem Antrieb gilt: Preise und Leistungen verschiedener Anbieter vergleichen, bevor eine Kfz-Versicherung für das Elektroauto abgeschlossen wird. Mehr zum Thema: Welcher Stromer kommt am weitesten?

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