Wo sind Ladestationen für Elektroautos? (Karte) Interaktive Karte zeigt alle Ladestationen für Elektroautos

von Sven Kötter 18.12.2019

Eine Ladestation für das Elektroauto zu finden, ist oftmals eine mühsame Angelegenheit. Die Bundesnetzagentur hat eine interaktive Karte erstellt, die sämtliche Ladepunkte, deren Betreiber und Steckertechnik zusammenfasst. Und: Auch auf den Parkplätzen vieler Supermärkte können Elektroautos mittlerweile geladen werden!

Die Bundesnetzagentur bietet online eine interaktive Karte mit allen aktuellen Ladestationen für Elektroautos in Deutschland. Sie zeigt nicht nur, wo Strom geladen werden kann, sondern informiert auch über Betreiber sowie Anzahl und Technik der Ladepunkte. Welcher Stecker wo passt, kann so ganz schnell herausgefunden werden. Normalladepunkte werden mit blauen Punkten, Schnellladesäulen mit roten Punkten dargestellt. Das Ladesäulenregister wird ständig gepflegt und um neue Ladestationen erweitert. Nutzer können ebenfalls neue Ladepunkte melden, falls diese noch nicht berücksichtigt wurden. Preise und eine Information über die aktuelle Auslastung der E-Tankstellen werden allerdings nicht kommuniziert. Die umfassende Übersicht hilft daher nicht nur bei der Suche nach geeigneten Ladesäulen. Sie illustriert auch gut, wo es in Deutschland noch Lücken in der Ladeinfrastruktur gibt. Besonders ländliche Gebiete im Osten weisen noch entsprechenden Bedarf im Netz der Ladestationen auf. Die interaktive Karte der Bundesnetzagentur ist auch für Mobilgeräte über den folgenden Link erreichbar: Ladestationen für Elektroautos

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Die Ladesäulen von Aldi Süd im Video:

 
 

Interaktive Karte zeigt alle Ladstationen für Elektroautos

Zur Karte der Bundesnetzagantur, die zeigt, wo Ladestationen für Elektroautos sind, passt auch folgende Meldung: Ende Juli 2019 gab es deutschlandweit mehr als 20.500 Ladepunkte. Das sind rund 52 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) werden von ihnen 75 Prozent durch die Energiewirtschaft betrieben. "Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur hält mit dem aktuellen Markthochlauf von Elektroautos mit", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, der Deutschen Presse-Agentur. Auch im ländlichen Raum gebe es zunehmend Ladepunkte. Kapferer forderte die Bundesregierung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zugleich auf, Hindernisse zu beseitigen: "Wir brauchen aber einen schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur im privaten Bereich und an Arbeitsplätzen. Denn hier dürften in Zukunft die meisten E-Autos geladen werden." Dazu müsse die Bundesregierung viel mehr tun. Ein dichtes Netz von Ladestationen gilt als Voraussetzung dafür, dass mehr Elektroautos benutzt und gekauft werden. Deutlich mehr E-Fahrzeuge in den kommenden Jahren sind immens wichtig, damit Autobauer strengere CO2-Grenzwerte bis 2030 einhalten können.

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Ladestationen für Elektroautos auf Supermarktparkplätzen

Bei Ikea können Elektroauto-Fahrer seit März 2019 während der Öffnungszeiten auf den Parkplätzen aller 53 deutschen Filialen kostenlos Ökostrom laden, Aldi Süd hat seit Ende 2018 über 80 Ladestationen in Betrieb. Auch an zahlreichen Standorten der Baumärkte Hornbach und Hagebau stehen mittlerweile Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung. Burger King hat mit der Installation von Schnellladestationen auf den Parkplätzen seiner Schnellrestaurants begonnen. Darüber hinaus hat die Supermarktkette Rewe Ende 2018 ein Pilotprojekt gestartet, bei dem getestet werden soll, ob Fahrer von Elektroautos daran interessiert sind, ihre Fahrzeuge während des Einkaufs zu laden. Lidl will das Netz an Ladestationen bis März 2020 auf 400 erweitern und setzt dabei auf einen Mix aus AC- und DC-Ladepunkten mit verschiedenen Leistungsklassen und setzt auf Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt. Langfristig sollen möglichst viele Standorte sogar mit mindestens zwei Ladesäulen ausgestattet werden. Und auch bei Kaufland, das wie Lidl der Schwarz-Gruppe angehört, können Elektroauto-Fahrer seit Februar 2019 an 100 Standorten kostenlos Grünstrom laden. Bis Ende 2020 sollen bundesweit weitere 100 Schnellladestationen hinzukommen. Dass der Ausbau bislang eher schleppend voran geht, liegt vor allem daran, dass die Errichtung sehr teuer ist. Fördermittel der Bundesregierung für eine Ladesäule gibt es zudem nur dann, wenn sie rund um die Uhr erreichbar ist. Zahlreiche Supermarktparkplätze werden jedoch über Nacht abgesperrt. Um eine höhere Auslastung zu gewährleisten, arbeitet die Schwarz-Gruppe in Berlin mit einem E-Carsharing-Dienst zusammen, dessen Fahrzeuge über Nacht, während der Supermarkt geschlossen ist, aufladen.

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