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Tesla Model S Facelift (2016): Motor & Rekord Model-S-Rekordversuch auf dem Nürburgring

von Alexander Koch 20.09.2019
Inhalt
  1. Motoren & Ausstattung des Tesla Model S Facelift (2016)
  2. Rekordversuch: Tesla Model S mit "Plaid"-Antrieb auf dem Nürburgring
  3. Crashtest-Ergebnis des Model S Facelift
  4. Model S mit Reichweitenrekord

Nachdem das Tesla Model S Facelift (2016) im Frühjahr 2019 mehr Reichweite und eine höhere Ladeleistung bekommen hat, greift man nun mit dem neuen "Plaid"-Antrieb nach dem Nürburgring-Rekord. Alles zu Motoren und Ausstattung!

Das Tesla Model S Facelift (2016) ist seit Mitte Juli 2019 nicht mehr in der günstigeren Einstiegsvariante verfügbar – und somit nur noch in zwei Versionen Long Range und Performance erhältlich. Der Basispreis für die Baureihe steigt damit auf mindestens 86.800 Euro an. Dafür gibt es die Long-Range-Version mit 100-kWh-Batterie und bis zu 610 Kilometer Reichweite nach der neuen WLTP-Norm. Auch die Performance-Variante mit 590 Kilometer Reichweite ist teurer geworden: Los geht es ab 102.700 Euro – dafür ist aber der bislang optionale "Ludicrous Mode" für maximale Beschleunigung bereits ab Werk aktiviert. Erst im Frühjahr 2019 hatten alle Modelle des Tesla Model S Facelift (2016) überarbeitete Motoren erhalten, mit denen das Elektroauto gut zehn Prozent mehr Reichweite erhielt. Dank verbesserter Leistung und Drehmoment fahren Standard-Range- und Long-Range-Version seitdem auch schneller aus dem Stand auf Tempo 100. Die Long-Range-Variante benötigt 3,8 Sekunden für den Standardsprint, die Performance-Version 2,6 Sekunden. Außerdem kamen verkürzte Ladezeiten im Zuge der Überarbeitung hinzu. Alle Modelle des Tesla Model S Facelift (2016) verfügen über einen Dual-Motor-Allradantrieb.

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Tesla Model S P90D (2016): Test Beschleunigungstest im Model S

Geschichte Teslas im Video:

 
 

Motoren & Ausstattung des Tesla Model S Facelift (2016)

Das Tesla Model S Facelift (2016) ist es eines der ganz wenigen E-Autos dieser Größe auf dem Markt. Gegen ein Aufpreis von 4400 Euro bietet der US-Amerikaner sogar eine dritte Sitzreihe an, die aber den 894 Liter fassenden Stauraum erheblich einschränkt. Der Autopilot, der automatisches Lenken, Beschleunigen und Bremsen unter Berücksichtigung von Fahrzeugen und Fußgängern auf seiner Spur ermöglicht ist kostenlos. Wer zusätzlich das Funktionspaket für autonomes Fahren an Bord haben will, zahlt derzeit 6.300 Euro extra. Keinen Aufpreis kostet der charakteristische wie riesige 17-Zoll-Touchscreen als zentrales Steuerelement im Armaturenbrett. Es verfügt über Internet-Anbindung und ermöglicht WiFi-Hotspots für die Passagiere. Darüber lässt sich das Tesla Model S Facelift (2016) mit zahlreichen weiteren Optionen ausstatten: Unter anderem sind HEPA-Luftreinigungsfilter, LED-Kurvenlicht sowie -Nebelscheinwerfer und ein Kaltwetter-Paket erhältlich. Ein Hochstrom-Ladegerät gibt es für 1700 Euro plus Aktivierungspauschale von 2100 Euro. Sind die Akkus leer, lässt sich das Tesla Model sowohl über die 230V-Wechselstrom-Steckdose als auch am Tesla-Supercharger – hier in nur 75 Minuten – aufladen. Letzterer ist seit Januar 2017 für Neukunden nicht mehr kostenfrei, die nur noch ein Guthaben von 400 kWh erhalten. Die anschließende Gebühr soll laut Tesla aber unter dem Preis für die Tankfüllung eines Autos mit Verbrenner liegen. Mehr zum Thema: Das kostet der Tesla-Supercharger

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Tesla Model S: Nürburgring-Rekordversuch
Die Modifikationen für den Rekordversuch am Nürburgring sind umfangreich. Foto: CarPix
 

Rekordversuch: Tesla Model S mit "Plaid"-Antrieb auf dem Nürburgring

Wie Elon Musk bei Twitter bestätigt hat, wird das Tesla Model S Facelift noch im September 2019 für einen Rekordversuch auf den Nürburgring geschickt. Mutmaßlicher Auslöser ist die Rekordfahrt des ebenfalls elektrischen Porsche Taycan, der die Nordschleife in 7:42 Minuten umrundet hat. Erste Fotos zeigen ein Model S bei Abstimmungsfahrten. Größere Räder, Kotflügelverbreiterungen sowie vergrößerte Kühlöffnungen an der Front zeugen von der Ernsthaftigkeit, mit der die Tesla-Mannschaft das Projekt "Nordschleife" angeht. Gerüchten zufolge sollen auf den mächtigen Felgen Michelin Pilot Sport Cup 2 R sitzen – Semislicks, die man eher selten auf Elektrofahrzeugen aus Kalifornien findet. Das Tesla Model S soll übrigens als Siebensitzer den Rekordversuch am Nürburgring absolvieren, wie Musk unlängst über Twitter verkündete. Unklar ist, wer hinter dem Lenkrad des Tesla Model S Platz nehmen wird – Nico Rosberg hat sich bereits ins Spiel gebracht. Angetrieben wird der am Nürburgring gesichtete Prototyp des Model S von dem neuen, dreimotorigen "Plaid"-Antrieb. Der Produktionsstart für das Serienmodell ist für Oktober oder November 2020 geplant. Kosten soll die stärkste Model-S-Variante Elon Musk zufolge "mehr als unser aktuelles Angebot, aber weniger als die Konkurrenz" , womit er wohl auf den Porsche Taycan anspielt. Der ist zu Preisen ab 152.136 Euro zu haben.

Tesla Model S im IIHS-Crashtest (Video):

 
 

Crashtest-Ergebnis des Model S Facelift

In puncto Sicherheit bietet das Tesla Model S Facelift (2016) ausreichend Schutz, was sich in fünf das im Euro-NCAP-Crashtest niederschlug. Im IIHS-Test, dem Crashtest des US-Versicherungsinstituts für Autobahnsicherheit, bekommt das Model S jedoch nur die zweitbeste Note. Und dabei ist es schon der zweite Anlauf. Bereits im ersten Test schrammte der Stromer iknapp am begehrten "Top Safety Pick+" vorbei. Zwar überzeugte das Tesla Model S in den meisten Test-Kategorien mit guten Wertungen, erhielt beim Front-Seitwärts-Aufprall aber nur nur eine ausreichende Bewertung. Messungen am Dummie zeigten, dass in diesem Fall Verletzungen am Kopf, sowie am rechten Bein möglich wären, würde der simulierte Crash tatsächlich so stattfinden. Beim zweiten Anlauf war es vor allem der Sicherheitsgurt, der nicht überzeugen konnte: Beim Small Overlap Crashtest, der einen Unfall mit einem Baum oder einer Laterne bei 65 km/h simuliert, schlug der Kopf des Fahrers trotz Sicherheitsgurt gegen das Lenkrad. Die Kindersitzverankerung schnitt mit der drittbesten von vier möglichen Bewertungen ebenfalls schlecht ab. Die Frontscheinwerfer des Tesla Model S Facelift (2016)  wurden mit der schlechtesten Wertung versehen. Mehr zum Thema: Gutachten zum Tesla-Autopiloten

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Tesla Model S
Italiener stellten mit dem Model S einen Reichweitenrekord auf. Foto: Twitter/Tesla Owners Italia
 

Model S mit Reichweitenrekord

Was Tesla-Chef Elon Musk schon immer behauptet hatte, stellt das Tesla Model S Facelift (2016) nun tatsächlich unter Beweis: Fünf Mitglieder eines italienischen Tesla-Clubs taten sich zusammen, um einen Reichweitenrekord aufzustellen. Mit Spritsparreifen ausgerüstet und ausgeschalteter Klimaanlage legte die Gruppe die Distanz bei einem Tempo von rund 40 km/h in 29 Stunden zurück. Entsprechend müde und verschwitzt, aber auch stolz zeigten sich die Männer nach der 1000-Kilometer-Tour. Tricksereien sollen ausgeschlossen sein: Berichten des Guardian zufolge war bei der Rekordfahrt nämlich auch ein Notar anwesend, der die Ladesteckdose des Tesla Model S Facelift (2016) versiegelt hat. Bei dem Rekordfahrzeug handelt es sich um ein Model S 100D, der in 4,1 Sekunden auf 60 mph (96 km/h) beschleunigt und nach Angaben des Herstellers bei einem Tempo von 100 km/h eine Reichweite von 594 Kilometern erzielt. Der Basispreis für das Tesla Model S 100D beträgt 105.320 Euro. Tesla-CEO Musk war von der 1000-Kilometer-Fahrt so begeistert, dass er dem Club aus den fernen USA per Twitter gratulierte.

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