Porsche Macan 4S electric im Dauertest: Das gefällt & das nervt
Mit dem Porsche Macan 4S rollt ein sehr sportlich ambitioniertes Elektro-SUV in unseren Fuhrpark. So schlägt sich der Sportwagen für die ganze Familie.
Preis und Ausstattung des Dauertest-Porsche Macan 4S
Mit dem Macan 4S electric zieht ein besonders interessanter Neuzugang in unseren Redaktionsfuhrpark ein. Nicht nur, weil bereits der erste Test des stärkeren Macan Turbo einen Hauch von 911-Feeling in der oft nüchternen Welt der Elektromobilität versprühte, sondern auch, weil ihm seine Qualitäten in Vergleichstests regelmäßig Bestnoten in den Einzelwertungen eingebracht haben und er fahrdynamisch in seiner eigenen Liga fährt. Zum Gesamtsieg reichte es jedoch meist nicht. Der Grund ist offensichtlich: der Preis.
Der Porsche Taycan im Video

Was gefällt & nervt: Eindrücke aus dem Dauertest
Und damit sind wir direkt beim Punkt:
Was uns nervt
Schon der Basispreis von 92.200 Euro fällt sogar im Wettbewerbsumfeld sehr selbstbewusst aus. Zum Vergleich: Ein BMW iX3 xDrive50 startet bei rund 74.700 Euro.
Unser Testwagen treibt die Rechnung noch deutlich höher: Mit oakgrüner Lackierung, farblich passender Lederausstattung, 18-Wege-Sportsitzen, Panorama-Glasschiebedach, Anhängerkupplung, 20-Zoll-Rädern sowie zahlreichen weiteren Extras nähert er sich der 140.000-Euro-Marke. Die typische Porsche-Aufpreispolitik zeigt sich also auch beim elektrischen Macan in voller Ausprägung.
Das gefällt
Viel mehr Kritikpunkte haben sich in den ersten Wochen allerdings nicht ergeben. Im Gegenteil: Schon die erste Dienstreise führte den Zuffenhausener von Köln bis nach Südfrankreich und präsentierte seine Stärken: Die Bedienung ist angenehm sachlich, die Assistenzsysteme arbeiten zurückhaltend, und die Langstreckentauglichkeit überzeugt auf ganzer Linie.
Dazu tragen insbesondere die hohe Ladeleistung von bis zu 270 kW sowie die netto 95 kWh große Batterie bei. Auf den französischen Autobahnen pendelte sich der Verbrauch laut Bordcomputer bei rund 22 kWh pro 100 km ein. Dadurch reichen kurze Kaffeepausen aus, um genügend Energie für die nächste Etappe nachzuladen. Schneller und entspannter lassen sich elektrische Langstrecken derzeit kaum absolvieren.
Alltagstauglichkeit
Generell schränkt nur das flach auslaufende Heck die Variabilität etwas ein – das Ladevolumen fällt geringer aus, als die Fahrzeuggröße vermuten lässt. Dem stehen jedoch eine souverän arbeitende Luftfederung, sehr bequeme Sitze und ein großzügiges Raumangebot in beiden Sitzreihen gegenüber.
Auch das Infotainmentsystem stimmt mit klarer Menüstruktur und einfacher Bedienung positiv. Das optionale Bose-Soundsystem liefert den passenden Ton.
Erstes Fazit
Top: Fahrdynamik, Komfort, Ladeleistung und Verarbeitung zählen zum Besten in diesem Segment. Allerdings verlangt Porsche dafür einen stolzen Preis. Ob sich der Macan 4S electric auch ein ganzes Jahr im Redaktionsalltag bewährt, muss er erst noch beweisen …
Technische Daten des Porsche Macan 4S electric
AUTO ZEITUNG 17/2026 | Porsche Macan 4S electro |
|---|---|
Technik | |
Motor | 2 perm. erregte Synchronmaschen |
Antrieb | Konstantübersetzung; Allrad |
Systemleistung | 30 kW / 448 PS (Overboost 380 kW / 516 PS) |
Systemdrehmoment | 820 Nm |
Spannung / Kapazität netto | Li.-Io.-Batterie, 800 V / 95 kWh |
Karosserie | |
Außenmaße (L / B / H) | 4784 / 1938 (2152)* / 1632 mm |
Leergewicht | 2345 kg |
Kofferraumvolumen | 40 – 1348 l (Frunk: 84 l) |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung 0 – 100 km/h | 4,1 s |
Höchstgeschwindigkeit | 240 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 17,7 kWh |
Reichweite | 611 km |
Kosten | |
Grundpreis | 92.200 € |
Testwagenpreis | 138.100 € |
Alle Daten Werksangaben; *Breite mit Außenspiegeln | |
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