Mit 26 Jahren Verspätung: BMW M3 Touring (E46) geht in Serie
Der Erfolg des aktuellen BMW M3 Touring (G81) lässt (Koffer-)Raum für mehr – zum Beispiel für eine Kleinserie des M3 E46 als Touring. An diesem hatte BMW das Kombi-Konzept im Jahre 2000 einst ersonnen und doch wieder verworfen. Die britische Firma Petroyle korrigiert die Vergangenheit nun, indem sie 50 Exemplare des E46er-M3 Touring auflegt. Das könnte der Kombi kosten!
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Die Kleinserie des BMW M3 Touring (E46) soll 50 Exemplare umfassen
Wo Raum ist für Koffer, da ist auch Raum für eine Kleinserie: Das findet zumindest Petroyle. Der Restaurierungsbetrieb aus dem britischen Oxford hat das Schweißgerät niedergelegt und sich der M-ammutaufgabe gestellt, den BMW M3 E46 zum Kombi umzubauen. Und das nicht nur einmal, sondern gleich in einer Auflage von 50 Exemplaren.
Die Idee dahinter liegt näher als es auf den ersten Blick den Anschein hat. So ist der aktuelle BMW M3 (G81) als Touring derzeit in aller Munde und bald sogar als GT3-Projekt auf dem Nürburgring unterwegs. Gleichzeitig gibt es da draußen sicher viele solvente Youngtimer-Fans, die den Kombi gerne schon mit der vielleicht besten M3-Generation aller Zeiten gehabt hätten: dem E46.
Den verkaufte BMW von 2000 bis 2006 nur als Coupé und Cabrio, nicht aber als Limousine, geschweige denn als Kombi – auch wenn es durchaus anderweitige Pläne gegeben hat. Im Debütjahr des M3 E46 entwickelte die M GmbH tatsächlich im Geheimen einen Touring, dessen Entwurf man nach verhaltenen Kundenbefragungen aber wieder in der Schublade parkte. 26 Jahre lang.
Genau dieses Exemplar dient nun als Blaupause für das Projekt, das Petroyle auf die schönen Zehnspeichen-Räder gestellt hat. Für die 50 Exemplare fassende Kleinserie schnappt sich die Firma einen regulären E46er-Kombi und rüstet ihn vom furiosen S54-Reihensechser über die komplette Hinterachse bis hin zu sämtlichen Karosserieteilen mit allen M-Details auf.
Der BMW i3 im Video

Einen authentischen BMW M3 Touring (E46) kaufen? Petroyle machts möglich
Wobei statt Blech rundum Kohlefaser zum Einsatz kommt, damit der größere Kombi-Aufbau im Vergleich zum Coupé nicht allzu sehr ins Gewicht fällt. Sogar das Dach carbonifiziert der britische Betrieb auf Wunsch. Und wenn wir schon beim Wünschen sind: Selbstverständlich hat der erlesene Kundenkreis die absolute Entscheidungshoheit, was zum Beispiel die Farb- und Materialwahl anbelangt. Aber nicht nur dort.
Wer schon einen mutmaßlich sechsstelligen Betrag in Richtung Petroyle überweist, möchte vielleicht auch gleich die maximale M-Manie unter der Haube haben. Für diesen Fall parkt der Kleinserienhersteller optional einen V8 oder V10 aus dem M-Regal unter der Haube. Auch in Sachen Getriebe herrscht in Oxford Wünsch-dir-was-Stimmung.
Das Ganze hat natürlich seinen Preis: Mit Hinblick auf die Tragweite und den Tiefgang des Unterfangens könnten wir uns gut vorstellen, dass der E46er-BMW M3 Touring deutlich mehr kosten wird als ein fabrikneuer G81er-M3 Touring. Der startet derzeit bei 108.900 Euro.
Fazit
Der derzeitige Restomod-Hype hat es mittlerweile sogar geschafft, die Türen zu alternativen Vergangenheiten zu öffnen. Ein BMW M3 E46 Touring hätte schon Anfang der 2000er gut ins Portfolio gepasst, was die Kleinserie reizvoll macht. Besonders charmant ist aber, dass Petroyle auf modische Hightech-Spielereien wie digitale Cockpits verzichtet und bewusst ein authentisches Fahrzeug im OEM-Stil aufbaut. Das dürfte dem Werterhalt auf lange Sicht zugute kommen.


















