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Neues Mazda CX-5 Facelift (2021): Testfahrt Erste Testfahrt mit dem CX-5 Facelift

von Jürgen Voigt 03.02.2021

Das neue Mazda CX-5 Facelift (2021) erweist sich bei der ersten Testfahrt als kleine, aber feine Modellpflege.

Facelift ist ja ein weit gedehnter Begriff. Im Falle des neuen Mazda CX-5 Facelift (2021) wird er sogar zum Paradoxon. Denn von den erfolgten Maßnahmen sieht man bei der ersten Testfahrt von außen: nichts. Kann man auch nicht, denn der geringere Verbrauch steht zwar in den technischen Daten, man merkt ihn aber höchstens an der Zapfsäule und im Portemonnaie. Zwar hat der CX-5 keine neuen Aggregate unter der Haube, doch Feinarbeit am Motormanagement oder zum Beispiel am Allradantrieb (AWD-Modelle), der nun leichter läuft, senken die WLTP-Normverbräuche je nach Modell um bis zu 0,6 Liter pro 100 Kilometer. Und sämtliche Antriebe erfüllen nun die aktuelle Abgasnorm Euro 6d. Doch schauen wir uns erstmal drinnen ein wenig um. Dort fällt sofort das nun größere (10,25 Zoll) und zudem gestochen scharf auflösende Display in der Mitte ins Auge. Im CX-5 ist das neu, aber aus den Modellen CX-30 und Mazda3 kennen wir das bereits. Es ist Bestandteil des Mazda Connect Infotainment- und Bediensystems der neuesten Generation und mit dem wir in den beiden Kompaktmodellen bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Doch während das System im Mazda3 und im CX-30 serienmäßig ist, muss man im größeren SUV dafür extra investieren. Vom großen Fortschritt in Bedienung und Infotainment profitiert man erst mit der Ausstattung Exclusive-Line, die ab 32.390 Euro mit dem 165-PS-Benziner im CX-5 Skyactiv-G 165 zu bekommen ist. Doch die beiden unteren Ausstattungen Prime- und Center-Line spielen eh eine untergeordnete Rolle, weil sie nur mit den Basismotorisierungen angeboten werden. Ab der Exclusive-Line ist dann unter anderem auch die Smartphone-Integration per AppleCarPlay und Android Auto dabei, sodass man bequem auch über den Drehdrücksteller (Multi Commander) auf der Mittelkonsole Zugriff auf die Smartphone-Inhalte hat. Ist dort auch die MyMazda App installiert, können die Nutzer:innen damit auch von zu Hause aus auf seinen CX-5 zugreifen, zum Beispiel um schon mal eine Navigationsroute zu programmieren. Der digitale Radioempfang (DAB+) bereichert das neue Mazda Connect System, und eine Alarmanlage mit Innenraumüberwachung gehört ebenfalls zum Elektronik-Equipment. Auch die Ausrüstung mit Assistenzsystemen kann sich beim neuen Mazda CX-5 Facelift (2021) sehen lassen, die Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung sowie die adaptive Geschwindigkeits- und Abstandsregelung bleibt aber der Topausstattung Sports-Line vorbehalten. Das gilt gleichfalls für das nun – im Gegensatz zu früher – gestochen scharfe Bilder liefernde 360-Grad-Kamerasystem und das integrierte Navi mit 3D-Karten, das aber für 750 Euro auch einzeln zu ordern ist.

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Das Mazda CX-5 Facelift (2021) im Video:

 
 

Erste Testahrt im Mazda CX-5 (2017)

Die erste Testfahrt unternehmen wir mit dem Top-Benziner CX-5 Skyactiv-G 194 in der Vorderradantriebsvariante – Allrad AWD kostet 2000 Euro Aufpreis. Da der 2,5-Liter-Benziner mit 194 PS – wie bei Mazda üblich – ohne Turbo-Unterstützung auskommen muss, entwickelt der hoch verdichtende Skyactiv-Motor sein Drehmoment von bis zu 258 Newtonmeter nicht brachial aus dem Stand heraus, sondern sanft verteilt über den gesamten Drehzahlbereich. Das hat eine gelassene, ausgeglichene Fahrweise zur Folge, obschon das neue Mazda CX-5 Facelift (2021) bei Bedarf in 8,9 Sekunden Tempo 100 und maximal 195 km/h erreicht (Werksangaben). Beim Sprinten hilft dem Mazda nun auch die beim Skyactiv-G 194 stets serienmäßige Sechs-Stufen-Automatik (Skyactiv-Drive), die nun ein nicht mehr ganz so müdes Ansprechverhalten wie bisher zeigt und mit ihrer Schalttätigkeit schneller auf Gasbefehle reagiert. Dennoch liegt dem sauber verarbeiteten, qualitativ hochwertig wirkenden und geräumigen Mazda-SUV das entspannte Reisen mehr als das Rasen. Einmal mehr fällt die bereits seit der letzten Überarbeitung stark verbesserte Dämmung der Abroll- und Windgeräusche auf, und der Vierzylinder-Saugmotor hält sich ohnehin mit seinen Äußerungen stets zurück. Das gilt dem ersten Eindruck nach auch für seine Trinksitten. Der versprochene WLTP-Normverbrauch von 7,6 Liter auf 100 Kilometer sollte sich wohl auch in der Praxis umsetzen lassen – da zeigt auch die nach wie vor serienmäßige aktive Zylinderabschaltung des Skyactiv-G 194 ihre mäßigende Wirkung als Saufbremse. Ganz billig ist das Vergnügen mit dem Mazda CX-5 Skyactiv-G 194 nicht. Er startet als Exclusive-Line bei 35.390 Euro, bringt dafür aber auch eine reichhaltige Ausstattung mit. Das günstigste Mazda CX-5 Facelift (2021) liegt derzeit bei 27.690 Euro. Dafür bekommt man dann den CX-5 Skyactiv-G 165. Dessen 2,0-Liter-Benziner mit 165 PS wurde ebenfalls verbrauchsoptimiert, wie im übrigen auch die weiterhin wärmstens zu empfehlenden Skyactiv-D Bi-Turbodiesel mit 150 PS (ab 33.490 Euro) oder 184 PS für 40.090 Euro in der Sports-Line (alle Preise Stand Januar 2021).

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