Erste Testfahrt: Darum überzeugt der neue Kia EV2
Kia bringt mit dem kompakten Crossover EV2 ein neues Elektro-Einstiegsmodell an den Start. Das Fazit nach der ersten Testfahrt fällt positiv aus!
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Lautlose Testfahrt im Kia EV2
Schon beim ersten Blick wird klar: Der neue, betont erwachsen gezeichnete Kia EV2 ist mehr als nur ein weiteres günstiges Modell im boomenden Elektro-Kleinwagensegment. Der koreanische Hersteller beweist mit dem pfiffigen City-Crossover, dass ein preisbewusster Einstieg ins neue Mobilitätszeitalter nicht zwingend mit Verzicht gleichzusetzen ist. Im Gegenteil: Der kompakte EV2 bietet alles, was man sich sowohl für die Stadt als auch für längere Ausfahrten wünscht – und das, ohne dabei an Komfort oder Praktikabilität zu sparen.
Der Kia EV2 (2026) im Video

Der Kia EV2 ist nicht nur für die Stadt geeignet
Gerade im urbanen Umfeld spielt der Kia EV2 seine Stärken indes naturgemäß voll aus. Die handlichen Abmessungen und der kleine Wendekreis machen das Einparken und Navigieren durch enge Straßen zum Kinderspiel. Das Beste daran: Selbst in der Basisausstattung fühlt sich im Interieur niemand wie im „Sparbrötchen“. Schon das Einstiegsmodell kommt mit allen wichtigen Komfort- und Sicherheitsfeatures, auf die man heutzutage nicht mehr verzichten möchte.
Doch auch abseits des dichten Stadtverkehrs weiß der von uns gefahrene Kia EV2 Earth mit 42,2 kWh großer Batterie zu überzeugen. Seine ordentliche Reichweite und der flotte, durchzugsstarke Antrieb machen ihn durchaus langstreckentauglich. Der 108 kW (146 PS) starke Elektromotor reagiert spontan aufs Strompedal und bringt das nur 4,06 m kurze Elektroauto zügig auf Tempo, ohne dabei seine Effizienz aus den Augen zu verlieren. Besonders im Stadtverkehr macht sich diese bemerkbar: Hier sind Verbräuche um die 12 kWh auf 100 km locker möglich. Wer ausschließlich in der Stadt unterwegs ist, kommt somit rund 350 km weit, ohne nachzuladen.
Perfekt für den Alltag
Was den Komfort anbelangt, legt der Kia EV2 in seiner Klasse die Messlatte für kommende Rivalen tatsächlich reichlich hoch. Besonders hervorzuheben ist hier der nicht nur für diese Fahrzeugklasse enorm gute Geräuschkomfort: Die Abrollgeräusche der Reifen sind so effektiv gedämmt, dass Fahrten selbst bei sehr rauem Straßenbelag angenehm leise und entspannt ablaufen.
Aber auch das Raumangebot überrascht im positiven Sinn: Vorn genießen Fahrer:in und Beifahrende ein großzügiges Raumgefühl und ausreichend seitlich Bewegungsfreiheit. Und wer häufig mit mehreren Personen unterwegs ist, wird die optionalen verschiebbaren Einzelsitze im Fond lieben. Sie sorgen dafür, dass sich selbst in der zweiten Reihe eine für dieses Segment außergewöhnlich üppige Beinfreiheit genießen lässt – ein echtes Highlight, das den Alltagsnutzen deutlich erhöht.
Beim Fahrverhalten gibt sich der Kia EV2 markentypisch unkompliziert: Die Lenkung bleibt stets leichtgängig, könnte allerdings mehr Rückmeldung bieten – hier geht das Gefühl zur Straße doch ziemlich verloren. Dafür gefällt die Abstimmung der Feder-Dämpfer-Elemente. Insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten gleicht das Set-up die meisten Unebenheiten souverän aus, sodass Kopfsteinpflaster und Schlaglöcher kaum für Unmut sorgen. Die Sitze unterstützen das entspannte Fahrgefühl, denn sie sind bequem gepolstert und bieten auch auf längeren Strecken guten Halt und Komfort.
Niedriger Einstandspreis, gute Serienausstattung
Innen gibt es im EV2 die mittlerweile bei Kia obligatorische Bildschirmfront und eine eingängige Bedienung. Die Verarbeitungsqualität gibt keinen Anlass zur Kritik. Alle Bauteile sitzen passgenau, und auf schlechten Straßen hören selbst empfindliche Ohren keine Knarz- oder Knistergeräusche. Allerdings sind manche Oberflächen im Cockpitbereich empfindlich gegenüber Kratzern – hier wäre eine robustere Materialauswahl durchaus wünschenswert gewesen. Ob dann aber der günstige Einstandspreis in Höhe von 26.600 Euro zu halten gewesen wäre, ist fraglich. Zumal es für dieses Geld überraschend viel Ausstattung gibt: Klimaautomatik, zahlreiche Assistenzsysteme, Smartphone-Anbindung sowie Remote-Funktionen sind beispielsweise stets serienmäßig an Bord.
Fazit
Der neue Kia EV2 ist ein rundum gelungenes Einstiegsmodell, das beinahe keine Wünsche offenlässt. Egal ob Kurzstrecke in der Stadt oder längere Tour am Wochenende – der kleine Stromer meistert beides souverän, leise und effizient. Der pfiffige Koreaner zeigt, wie angenehm und problemlos der elektrische Alltag sein kann. Und das zu fairen Preisen. Wir freuen uns jedenfalls auf den ersten Test!
Technische Daten des Kia EV2
AUTO ZEITUNG 09/2026 | Kia EV2 (mit 42,2-kWh-Batterie) |
|---|---|
Technische Daten | |
Motor | Permanenterregte Synchronmaschine |
Antrieb | Konstantübersetzung; Vorderrad |
Leistung | 108 kW / 146 PS |
Max. Drehmoment | 250 Nm |
Kapazität / Spannung | 42,2 kWh (netto) / 400 V |
Karosserie | |
Außenmaße (L / B / H) | 4060 / 1800 / 1575 mm |
Leergewicht / Zuladung | 1545 / 475 kg |
Kofferraumvolumen | 403 – 1201 l |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung (0 – 100 km/h) | 8,7 s |
Höchstgeschwindigkeit | 161 km/h |
Verbrauch auf 100 km | 15,1 kWh |
Reichweite | 317 km |
Kaufinformationen | |
Grundpreis | 26.600 € |
Alle Daten Werksangaben | |






















