Chrom trifft Carbon: Der große Showdown am Tegernsee

Alte Meisterwerke treffen visionäre Technikikonen – der Concours of Elegance bringt die Gegensätze der Autowelt zusammen. Zwischen feinstem Karosseriebau vergangener Jahrzehnte und vollelektrischen Hypersportlern zeigt das Event eindrucksvoll, wie emotional und vielseitig Mobilität sein kann!

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Im Vordergunr stehen ältere Brabus Fahrzeuge, im Hintergrund der Brabus Rocket GTS.
Brabus Fahrzeuge Foto: Auto Zeitung

Alt und neu im direkten Dialog: Klassische Fahrzeuge, veredelt von Brabus, und im Hintergrund der Brabus Rocket GTS Deep Blue. Knapp eine Million kostet der Sportler, den Preis für den schönen Mercedes verrät Brabus nur auf Anfrage.

Mehrere Oldtimer nebeneinander geparkt.
Oldtimer Foto: Auto Zeitung

Der Concours of Elegance zeigt zum zweiten Mal eindrucksvoll, wie vielfältig die Autowelt sein kann. Die Oldtimer prägen das Event. Mit zahlreichen Raritäten, Versteigerungen und liebevoll gepflegten Einzelstücken stehen sie im Mittelpunkt.

Der Innenraum eines Pagani Utopia in der Nahaufnahme.
Pagani Utopia Foto: Auto Zeitung

Nicht oft erhält man einen Blick in einen Pagani Utopia. Dieses Kundenfahrzeug hat um die 2,5 Mio Euro gekostet und ist im Wert gestiegen. Sie sind selten und sie bleiben selten, denn Pagani stellt jährlich nur rund 55 Fahrzeuge her.

Ein Alfa Romeo GT Electric stehend vor einer Wand.
Alfa Romeo GT Electric Foto: Auto Zeitung

Ein weiterer richtiger Exot ist der Alfa Romeo GT Electric. Der Elektro-Sportwagen mit nostalgischer Optik hat 600 PS und braucht für den Sprint auf Tempo 100 nur 2,7 sec.

Mehrere Lamborghini-Fahrzeuge nebeneinander parkend.
Lamborghinis Foto: Auto Zeitung

Bund, laut und auffällig sind die Fahrzeuge am Lamborghini-Stand. Der Sportwagenhersteller hat zudem seinen Neuling Temerario mitgebracht.

Ein alter Rolls Royce und im Hintergrund stehen Fahrzeuge von Polestar.
Rolls Royce und Polestar Foto: Auto Zeitung

Ein alter Rolls-Royce steht neben modernen Polestar-Fahrzeugen - was für ein Kontrast! Der Concours of Elegance zeigt eindrucksvoll, wie emotional und vielseitig Mobilität sein kann.

Wo sonst Ruderboote und Bergpanorama das Bild bestimmen, glitzern für ein Wochenende legendäre Kühlergrills neben scharf geschnittenen Carbon-Silhouetten. Der Concours of Elegance geht in seine zweite Runde – und zeigt, wie breit das Spektrum automobiler Faszination sein kann. Liebevoll restaurierte Oldtimer neben brandneuen Sportlern: Was wie ein Widerspruch klingt, entfaltet vor der traumhaften Kulisse des Tegernsees eine wunderbare Harmonie. Und zeigt sehr offensichtlich die Vielfalt und den Wandel der Autowelt.
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Das Mercedes 300 SLR Uhlenhaut Coupé im Video:

Video Platzhalter
Video: Mercedes

Zeitreise auf Rädern: Als Fahrzeuge noch Kunstwerke waren

Wer am 25. oder 26. Juli 2025 durch das Gelände von Gut Kaltenbrunn schlendert und eine Affinität zu Autos hat, kommt aus dem Staunen kaum heraus. Dort steht ein Delage D8 S Roadster von 1931 – ein französischer Gentleman mit fließender Linienführung, ein Einzelstück. Daneben: ein Citroën SM Mylord. Ein eleganter Umbau von Chapron, der mit nur fünf produzierten Exemplaren weltweit zu den seltensten Citroën-Modellen zählt.

Passendes Zubehör für den Klassiker:

Und natürlich fehlte auch der Mythos aus Stuttgart nicht: der Mercedes-Benz 300 SL Roadster. Flach, schnell, stilvoll – ein technisches Meisterwerk mit seinem ikonischen Gitterrohrrahmen, das nicht nur Sammlerherzen höherschlagen lässt. Diese Fahrzeuge erzählen Geschichten aus einer Zeit, als das Automobil noch eine exklusive Kunstform war, jeder Wagen ein individuelles Statement.

Exklusiv, selten, teuer und beeindruckend sind auch der nicht straßenzugelassene und fast fünf Millionen Euro teure Aston Martin DB5 Continuation (ganz wie James Bond, mit sich änderndem Kennzeichen und Waffen an Bord) oder der nicht nur von Tina Tuner geliebte Lamborghini LM 002.

Kraft, Technik, Provokation: Die neue Ära zeigt Präsenz

Das Kontrastprogramm gibt es nur wenige Schritte weiter: Der Brabus Rocket GTS Deep Blue – ein fast schon martialisch wirkender Supersportler auf AMG-Basis, der mit 1000 PS (735 kW) und maßgeschneiderter Aerodynamik zeigt, wie maximale Leistung heute aussieht. Auch beim Concours of Elegance steht der Pagani Utopia, dessen Name Programm ist: Kohlefaser trifft Handwerkskunst, Bi-Turbo-V12 trifft auf italienisches Design wie aus einer anderen Galaxie.

Nicht weniger spektakulär: der Lamborghini Temerario, der neue Hybrid-Hypersportler aus Sant’Agata mit aggressiv geschliffenem Look und elektrifizierter Kraftentfaltung. Und dann – fast leise, aber ebenso konsequent – Polestar-Fahrzeuge, die Design, Nachhaltigkeit und Performance auf skandinavische Weise vereinen. Und als wäre der Kontrast zwischen Vorkriegs-Roadstern und Hypercars nicht schon spektakulär genug, setzt PAL-V noch einen drauf: Mit dem flugfähigen Gyrocopter-Auto Liberty will der niederländische Hersteller den Traum vom Abheben auf Knopfdruck schon Ende 2026 Realität werden lassen. 

Was sie alle eint? Sie sind Ausdruck einer neuen automobilen Ästhetik: geprägt von Technologie, Leistung und dem Anspruch, auch im digitalen Zeitalter Begehrlichkeiten zu wecken.

Fazit

Der Concours of Elegance 2025 ist mehr als ein Treffen von sehr wohlhabenden Autofans und ihren rollenden Schätzen. Er ist ein Ort der Kontraste, an dem automobile Historie auf Zukunftsvisionen trifft. Wo Sammler:innen mit Hut neben Start-up-Gründern in Techwear stehen, und wo der gleiche Respekt einem Delage aus den 1930ern gilt wie einem Polestar mit Over-the-Air-Updates. Gerade in dieser Gegensätzlichkeit liegt die Faszination: Die Autowelt verändert sich – aber ihre emotionale Kraft bleibt.