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Mercedes G-Klasse (2018): Preis & Motoren Mercedes' Urgestein aufgewertet

von Thomas Geiger 20.07.2020
Inhalt
  1. Preis der Mercedes G-Klasse (2018)
  2. Motoren der Mercedes G-Klasse (2018)
  3. Mercedes G-Klasse (2018) im Crashtest
Eckdaten
Bauzeitraumseit 2018
AufbauartenGeländewagen
Türen4/5
Abmessungen (L/B/H)4825/1931/1969
Leergewicht2429-2560 kg
Leistung422 bis 585 PS
AntriebsartenAllrad
GetriebeartenAutomatik
KraftstoffartenBenzin
AbgasnormEuro 6
Grundpreisab 107.040 Euro

Die komplett neu konstruierte Mercedes G-Klasse schreibt seit 2018 die Geschichte des rustikalen Benz fort. Die Offroad-Legende punktet mit effizienteren Motoren und besseren Fahrleistungen. Das ist der Preis der 2020 punktuell überarbeiteten G-Klasse!

Die Mercedes G-Klasse (2018) ist die dienstälteste Baureihe bei Benz. Zwei Jahre nach Markstart bringt Mercedes ein paar Updates für die G-Klasse, der Preis für die Offroad-Legende bleibt mit 99.446,80 Euro (Stand: Juli 2020) aber auf dem gleichen Niveau. Unter anderem gibt es neue Lackierungen, ein serienmäßiges Widescreen-Cockpit, einen Desert-Modus und Rückfahrkamera, außerdem ist der G 400 d nun frei konfigurierbar, weil das Sondermodell ausgelaufen ist. Im Vergleich zu seinen Vorgängern bleibt sich der 2018 neu aufgelegte Vierkant aus Graz treu: Ja, auch an diesem Auto hat Designchef Gorden Wagener seine Idee von der sinnlichen Klarheit ausgelebt und noch ein paar Linien weggenommen. Doch wenn ein Würfel aus Blech ein Würfel aus Blech bleiben soll, hat selbst ein Star-Designer eine gewisse Mühe, seine Handschrift zu hinterlassen. Und das ist in diesem Fall auch gut so. Auch wenn die Mercedes G-Klasse (2018) fünf Zentimeter breiter und zwölf Zentimeter länger wird, damit nun auch die Hinterbänkler endlich bequem sitzen können, bleibt es deshalb beim beinah rechtwinkligen Design, den kreisrunden Scheinwerfern und den Blinkern, die allen Crashanforderungen zum Trotz auch weiter wie Krokodilsaugen auf der Motorhaube thronen. Dass die Frontscheibe mittlerweile ganz leicht gebogen ist, erkennt man nur aus nächster Nähe. Und auch das Ersatzrad bleibt weiter von außen an der senkrechten Hecktür angeschlagen. Mehr zum Thema: Der Mercedes-AMG G 63 im Test

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Preis der Mercedes G-Klasse (2018)

Mit der Neuauflage im Jahr 2018 bekam die Mercedes G-Klasse (2018) zum ersten Mal so etwas wie ein modernes Fahrwerk. "Wir montieren vorne eine Einzelradaufhängung, haben eine neue Lenkung und eine Verstelldämpfung", erklärte Baureihenchef Gunnar Güthenke und stellt damit deutlich mehr Komfort auf der Straße in Aussicht. Denn während der G-Klasse im Abseits auch nach vier Jahrzehnten noch keiner etwas vormacht, war das Fahrverhalten bislang – nun ja – eher mäßig. Selbst die erste M-Klasse von 1997 war komfortabler und spurstabiler als die letzte Evolutionsstufe der G-Klasse. Vom Vergleich mit modernen Modellen wie dem GLE oder dem GLS ganz zu schweigen. Doch Güthenke weiß um das Risiko, dass sein Riesenbaby plötzlich als verweichlicht gelten könnte. Schließlich haben schon ganz andere Autos diesen Flirt mit dem Alltag verloren. Deshalb schwört er Stein und Bein, dass die Mercedes G-Klasse (2018) im Gelände dafür keine Kompromisse macht. In der Theorie nicht, weil zumindest der Leiterrahmen, die Getriebeuntersetzung und die drei hundertprozentigen Sperren so unverrückbar zur G-Klasse gehören wie der Stern im eckigen Grill. Und in der Praxis nicht, weil trotz des größeren Radstandes und der breiteren Spur alle im Gelände relevanten Werte sogar noch einmal besser geworden sind: "Bodenfreiheit und Watttiefe, Rampen- und Böschungswinkel – überall haben wir beim Generationswechsel noch ein paar Punkte rausgeholt", schwärmt Güthenke.

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Motoren der Mercedes G-Klasse (2018)

Aber es ist nicht nur das neue Fahrwerk und eine neue Elektronik mit einem speziellen Fahrprofil für abwegige Touren, die Allrad-Abenteuer zu einem gemütlichen Spaziergang machen. Sondern beim Ausflug im Unterholz profitiert man auch vom neuen Cockpit in der Mercedes G-Klasse (2018). Schon möglich, dass Traditionalisten das Interieur aus E- und S-Klasse trotz der augenzwinkernden Spielereien wie der Lautsprecher im Stil der Blinker oder der Übernahme von Sperren-Schalter und Haltebügel ein bisschen zu verspielt ist. Doch ohne das Widescreen-Cockpit mit den riesigen Monitoren gäbe es auch keine neue 360-Grad-Kamera, mit der man den G beim Trail zwischen Felsbrocken und Baumstämmen aus allen Perspektiven betrachten kann. Und wenn man ehrlich ist, kann man auch den ans Lenkrad gerückten Schalthebel verkraften, wenn es dafür jetzt ein paar vernünftige Ablagen gibt. Das Design vorsichtig poliert, das Fahrwerk revolutioniert und das Innenleben endlich vernünftig modernisiert. Zum Start im Jahr 2018 kam die G-Klasse (2018) nur als 500er mit einem 4,0 Liter großen V8, den man mit seinen 422 PS und 610 Newtonmeter Drehmoment schon aus dem letzten 4x4² kennt. Dass er trotzdem besser beschleunigt, schneller fährt und mit 11,1 Litern weniger verbraucht, liegt allein an der neuen 9-Gang-Automatik und den bis zu 170 Kilogramm, die das Stahlgebirge abgespeckt hat. 2020 ist der G 500 Geschichte, dafür sind zwei Diesel (G 350 d und G 400 d) sowie der G 63 AMG im Angebot. Der Preis beginnt bei 99.446,80 Euro für den G 350 d und bei 102.694,80 Euro für den G 400 d. Für das Topmodell, den Mercedes-AMG G 63, müssen Kunden mindestens 154.309 Euro auf den Tresen legen.

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Ein G bleibt ein G

Die Mercedes G-Klasse (2018) im Crashtest (Video):

 
 

Mercedes G-Klasse (2018) im Crashtest

Die Mercedes G-Klasse (2018) erreicht im Euro NCAP-Crashtest die maximalen fünf Sterne. Erwachsene Insassen genießen einen 90-prozentigen Schutz. Besonders beim Seitenaufprallschutz kann die massive G-Klasse punkten und die vollen 16 Punkte erzielen. Kinder sind in dem Geländewagen zu 83 Prozent geschützt. Trotz der hohen Motorhaube und des wuchtigen Aufbaus genießen ungeschützte Verkehrsteilnehmer, respektive Fußgänger und Radfahrer, einen 78-prozentigen Schutz. Die Sicherheitsunterstützung in Form von Assistenzsystemen schützt zu 72 Prozent. Punkte hat die Mercedes G-Klasse (2018) lediglich beim Spurassistenten verloren, der 1,8 von möglichen vier Punkten erzielt. Die übrigen Assistenten verfehlen nur knapp die vollen Punktzahlen.

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