Vorstellung

Mercedes G 3.0 Iconic: Mit Mega-Kühler aus der MetaGarage

Bisher war der Mercedes G-Klasse eine Maybach-Version erspart geblieben. Bei der MetaGarage darf man den Geländegänger aber so aufbrezeln lassen, als ob er direkt vom Edelableger der Stuttgarter käme, M-Logo inklusive.

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Mercedes G M Monogramm der MetaGarage, fotografiert von schräg vorne.
So richtig aerodynamisch kann eine G-Klasse nie werden. Die Schöpfung der MetaGarage stellt noch ein paar Quadratzentimeter mehr Chrom in den Fahrtwind als das Original. Foto: MetaGarage
Mercedes G M Monogramm der MetaGarage in schwarz und weiß, fotografiert von schräg vorne.
Wer keinen Chrom mag, bekommt die Kühlkathedrale auch schwarz lackiert oder goldfarben. Foto: MetaGarage
Mercedes G M Monogramm der MetaGarage, fotografiert von der Seite.
Das Bodykit und die bis zu 24 Zoll hohen Felgen sind auch nicht eben dezent. Foto: MetaGarage
Mercedes G M Monogramm der MetaGarage, fotografiert von schräg oben.
Auch das Heck der gepimpten G-Klasse zeigt (Abriss-)Kante. Foto: MetaGarage
Mercedes G M Monogramm der MetaGarage, fotografiert von schräg hinten.
Besonders mit Mehrfarblackierung kann man die MetaGarage-G-Klasse leicht mit einer Maybach-Ausführung verwechseln. Foto: MetaGarage
Logo des Mercedes G M Monogramm der MetaGarage, fotografiert von schräg vorne.
Dieses Logo dürfte den Marketingmenschen von Maybach nicht gefallen, steht hier aber für „Monogramm“. Foto: MetaGarage
Mercedes 300 C von Binz, fotografiert von der Seite.
Die getunte G-Klasse soll auch eine Hommage an diesen Mercedes 300 sein, der vom Carossier Binz zum Edelkombi umgebaut wurde. Von ganz allein erschließt sich das allerdings nicht. Foto: Gooding

MetaGarage verpasst der G-Klasse einen Kühlergrill, so groß wie ein Torbogen

In Dubai ist es wärmer als auf der Leopoldstraße. Das wäre eine naheliegende Erklärung für den erhöhten Kühlbedarf, den die Tuningschmiede MetaGarage aus den Arabischen Emiraten offenbar bei der Mercedes G-Klasse diagnostiziert. Der in G 3.0 Iconic umbenannte Allradler stanzt nämlich einen quadratmetergroßen Grill in den Fahrtwind, wie man ihn bei Mercedes seit den 1950er-Jahren nicht mehr gesehen hat. Damals trug der als Adenauer-Mercedes bekannte 300er einen Chromkühler wie eine Monstranz vor sich her, was man nur als äußerst selbstbewussten Herrschaftsanspruch deuten konnte und sollte. Im Fuhrpark von Kanzler Merz würde die gepimpte G-Klasse aus dem Orient hingegen deplatziert wirken.

Zumal die MetaGarage kaum Mühen scheut, das G-Gitter wild in Szene zu setzen. Auf Wunsch gibt es den Grill auch in Schwarz, Weiß oder aber – besonders dezent – in Gold gehalten. Darüber gipfelt ungefähr auf Dachhöhe eines Sportwagens ein M-Logo, das dem Maybach-Wahrzeichen stark ähnelt. Hier steht das M allerdings für Monogramm. Komischerweise werden weder das Logo noch der Grill effektheischend hinterleuchtet, wie das etwa bei der Mercedes-Studie Vision Iconic aus dem Jahr 2025 der Fall ist. Vielleicht gibt es das auf Extrawunsch? Wir wissen es nicht. So oder so verleiht der Kühler dem Klassiker einen Retro-Touch, der stark mit den modernen LED-Leuchten kontrastiert.

Mercedes G 580 EQ im Video: Wie schlägt sich die elektrische G-Klasse im Gelände?

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Die gepimpte Mercedes G-Klasse kostet 700.000 Dollar - mindestens

Flankiert wird der Grill von einem raumgreifenden Frontspoiler, der in den Dünen auch als Kehrblech für Wüstensand fungieren könnte und seitlich in stark ausgestellte Radläufe übergeht. Darunter rotieren bis zu 24 Zoll große Schmiederäder im Rhythmus eines serienmäßigen AMG G 63-Antriebs. Die G-Klasse aus der MetaGarage muss sich nämlich mit den 585 PS (430 kW) des naturbelassenen V8 begnügen. Es sei denn, man ist willens, mehr als die 700.000 Dollar (603.000 Euro) für das allein optisch getunte Vehikel auszulegen.

Zu diesem Preis bleibt es aber nicht bei Kühlkathedrale und Body-Kit. Das Interieur kann zu diesem Tarif individuell ausstaffiert werden wie ein orientalischer Ballsaal, Goldapplikationen, Bar und Bildschirmlandschaft inklusive. Es braucht viel Fantasie, sich vorzustellen, wie ein „echter“ Maybach das noch toppen könnte. Auch die Referenz an einen anderen mythischen Mercedes ist nicht selbsterklärend. Nach Auskunft von Unternehmensgründer Alexey Gashkov zitiert der G 3.0 Iconic einen zum Edelkombi umgebauten 300 C des Carossiers Binz. Dieses Einzelstück aus dem Jahr 1957 hat aber wenig gemein mit einer G-Klasse und einen vergleichsweise winzigen Kühlergrill. Mit dem Schlund der MetaGarage gerüstet kommt der Geländeklassiker dagegen daher wie ein Geldtransporter von Brink's.

Quellen