Mercedes-AMG E-Klasse elektrisch: AMG-Erlkönig gesichtet
Mit der elektrischen E-Klasse bringt Mercedes auch eine Performance-orientierte Variante – das verrät uns die Sichtung eines Erlkönigs mit deutlichen AMG-Attributen.
Die neue elektrische Mercedes E-Klasse wurde bereits Ende 2025 als Erlkönig gesichtet. Nun folgt die AMG-Variante, die stark getarnt ihre Runden zieht und von unserem Erlkönig-Fotografen abgelichtet wurde. Als direktes Nachfolgermodell des AMG EQE geht die neue Limousine allerdings nicht nur bei der Bezeichnung – EQ im Namen ist Geschichte –, sondern auch beim Design zurück zu Verbrenner-Tugenden.
Konkret bedeutet das eine klassische, kantigere Silhouette ohne „one-bow“-Design, ausgestellte Radhäuser und eine aggressiver gezeichnete Front – das verraten die zwar abgeklebten, aber durchaus erkennbaren großen Lufteinlass-Elemente. Am Heck sitzt zudem ein „liebevoll“ überklebter Spoiler. Nicht in die Irre führen lassen sollte man sich von den Front- und Heckleuchten. Was hier zu sehen ist, hat mit der Serienversion noch herzlich wenig zu tun und dient nur der Tarnung.
Mercedes-AMG E-Klasse elektrisch: Mehr von allem dank neuer Plattform
Kommt der Mercedes-AMG EQE noch mit 400-V-Architektur und bis zu 460 kW (625 PS) daher, verspricht die neue Plattform AMG.EA mit 800 V nicht nur deutlich schnelleres Laden, sondern auch einen Hochleistungsantrieb, wie der AMG GT 4-Türer mit seinen 860 kW (1169 PS) bereits demonstriert hat. Ermöglicht wird diese hohe Leistung durch kompakte Axialflussmotoren, die gegenüber konventionellen E-Motoren eine höhere Dauerleistung und ein höheres Drehmoment bieten.
Ganz so groß wird der Leistungssprung bei der AMG-E-Klasse voraussichtlich nicht ausfallen. Wir gehen allerdings davon aus, dass zum einen die Leistung und zum anderen das Fahrwerk so abgestimmt werden, dass sich die Sport-Limousine ihr elektroautotypisches Mehrgewicht nicht anmerken lassen wird.
Denn auch wenn für das AMG-Modell Leistung und sportlich ambitionierte Fahreigenschaften im Vordergrund stehen werden, darf sich das kommende Modell auch in Sachen Reichweite keine Kompromisse erlauben, wenn es den mäßigen Erfolg des EQE wettmachen möchte. Die AMG.EA-Plattform könnte dafür eine 800-V-High-Performance-Batterie mit direkt gekühlten Rundzellen beisteuern.
Neues MBUX-Layout und AMG-Details im Innenraum
Was den Innenraum der Mercedes-AMG E-Klasse elektrisch angeht, so verrät ein kleines Detail im Armaturenbrett des Erlkönigs, dass wir eine ähnlich breite Digitallandschaft wie in der neuen C-Klasse erwarten dürfen. Denn trotz großzügiger Tarnung des Cockpits verrät der kleine charakteristische Kamera-Hubbel in der Mitte das neue MBUX-Layout, das als Hyperscreen ein 39,1 Zoll großes, durchgängiges Display beinhaltet und als Superscreen drei Displays nebeneinander kombiniert. Zudem dürfte das Infotainmentsystem auf dem Mercedes-eigenen Betriebssystem MB.OS basieren. Dass es dazu AMG-typische Design-Details geben wird, versteht sich von selbst.
Eine offizielle Vorstellung der AMG-E-Klasse erwarten wir frühestens Ende 2027, der Marktstart könnte auch erst 2028 erfolgen. Den Preis schätzen wir in Anbetracht des aktuellen Preises des AMG EQE von rund 107.400 Euro (Stand: September 2026) auf deutlich mehr als 110.000 Euro.
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