DeLorean-Antagonist: BMW 633 CSi aus "Zurück in die Zukunft"
Zwar ohne eingebaute Zeitmaschine, dafür aber mit Hardcore-Hutze und Flug-Funktion machte sich dieser BMW 633 CSi im zweiten Teil von „Zurück in die Zukunft“ unsterblich. Auch nach dem Film legte das Cabrio seine Rolle als Schurkenmobil nicht ab: 2017 wurde es aus der Sammlung eines Drogenbarons gerettet.
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.
Der BMW 633 CSi aus "Zurück in die Zukunft" konnte kaum fahren und nicht fliegen
Zugegeben: Der zweite Teil von „Zurück in die Zukunft“ lag bei seinem Ausblick auf das Jahr 2015 häufig daneben – nicht so sehr aber bei der Darstellung des BMW 633 CSi von Schurken-Enkel Griff Tannen (Tom Wilson). Nicht nur hatte BMW die 6er-Reihe nach einer 14-jährigen Pause 2003 wieder eingeführt und mit ihr erstmals eine Cabrio-Version, sondern auch 2015 sogar die dritte und bislang letzte Generation im Angebot. Außerdem gilt die Nutzung von modifizierten Oldtimern alias Restomods seit Jahren als stetig wachsender Trend. Wenn auch nicht unbedingt in Form eines flugfähigen Umbaus.
Für das Einparken aus der Luft vor dem „Cafe 80's“ nutzte die Filmcrew einst einen Gabelstapler. Tatsächlich ist der schwarz-orange-graue Bimmer zu keiner Sekunde des Films fahrend zu sehen. Stattdessen wird er in der Handlung Opfer seines eigenen Besitzers, als dieser versucht, Marty McFly (Michael J. Fox) mit einem ausfahrbaren Baseballschläger vom Hoverboard zu befördern. Der schwungvolle Schlag knipst allerdings nicht dem ausweichenden Protagonisten die Lichter aus, sondern dem BMW.
Tatsächlich verpasste die Requisitenabteilung dem 6er eigens für diese Szene die schmaleren Rückleuchten des ersten 3ers (E21), da sie günstiger zu ersetzen waren. Überhaupt hatte der 633 CSi nicht viel mit der omnipräsenten Produktplatzierung am Hut, die den Rest der Filmreihe prägte. Das 1976er-Modell war ein heruntergekommener Grauimport aus Deutschland und mit einem Preis von 400 US-Dollar das günstigste, was die Filmcrew finden konnte.
Der leidlich laufende Sechszylinder mit 200 PS (147 kW) blieb unangetastet, dafür schnitt man das Dach ab, gönnte dem E24 proletenhafte Schürzen, Spoiler und eine Hutze aus dem Dragster-Sortiment. Zum Schluss erhielt der BMW dann noch das Schwebe-Kit und seine deftige Lackierung, im Film doppelt gewachst von Großvater Biff Tannen (Thomas F. Wilson).
Der BMW M2 CS im Fahrbericht (Video)

Die Rückleuchte und der Motor blieben im Filmzustand
Im Gegensatz zum omnipräsenten DeLorean DMC-12 von Doc Brown (Christopher Lloyd) kam der BMW 633 CSi nicht über ein paar wenige Sendeminuten hinaus und brachte es folglich nicht zur Hollywood-Ikone. Im Anschluss an die Dreharbeiten verrottete das Cabrio rund 15 Jahre in einer Sammlung, bis es von einem Filmnerd aus Connecticut (USA) gerettet und restauriert wurde. Wobei die Restaurierung den Filmzustand und nicht den Neuwagenstatus wiederherstellen sollte.
Dazu passt, dass die rechte Rückleuchte noch immer zertrümmert war und der 3,2-l-R6 weiterhin lief, als hätte auch sein Zylinderkopf Bekanntschaft mit Tannens Baseballschläger gemacht. 2015 schloss sich dann ein Kreis: In dem Jahr, in dem McFly und Doc Brown im Film in der 2015er-Zukunft ankommen, veröffentlichte BMW ein augenzwinkerndes Foto mit einem aktuellen M6 und dem 633 CSi-Filmauto. Pünktlich zum 21. Oktober 2015 verkaufte sein Besitzer den Klassiker dann für rund 23.000 Euro an einen britischen Schurken, der mit seinen Machenschaften mindestens auf dem Niveau des Zurück-in-die-Zukunft-Antagonisten rangierte.
Der Käufer verschiffte den 6er in sein Heimatland, wo er in einem ehemaligen Atombunker der Armee Marihuana im Wert von mehr als zwei Millionen Euro jährlich umsetzte. Als der Drogenbaron dann zwei Jahre später aufflog und für mehrere Jahre einsitzen musste, landete der BMW erneut zu einem ähnlichen Preis unterm Hammer.
Anschließend verlor sich die Spur des einzigartigen Cabrios. Es bleibt zu hoffen, dass der 633 CSi zu seinem 50. Geburtstag inzwischen eine Motor-Revision spendiert bekommen hat und nun sogar einen DeLorean jagen könnte – zumindest, bis dieser bei 140 km/h in eine andere Zeit flüchten kann.
















