Batterie im Winter: Tipps zur Pflege So kommt die Autobatterie unbeschadet durch die kalte Jahreszeit

von AUTO ZEITUNG 21.11.2019

Auch moderne Autobatterien sind sehr temperaturempfindlich. Fällt das Thermometer im Winter unter Null, verlangsamen sich die chemischen Prozesse in einer Blei-Säure-Batterie. Die Folge: Der Akku stellt weniger Energie bereit.

Auch wenn die Autobatterie bei neueren Fahrzeugen häufig als "wartungsfrei" deklariert ist, beudetet das nicht, dass sie im Winter keine Pflege benötigt. Denn auch moderne Akkus sind sehr temperaturempfindlich. Wenn das Thermometer im Winter unter Null fällt, verlangsamen sich die chemischen Prozesse. Die Folge: Die Batterie stellt weniger Energie bereit und der Speicher verliert mit zunehmender Kälte an Kapazität. So stehen bei minus zehn Grad Celsius noch rund 65 Prozent der eigentlichen Leistung zur Verfügung, bei minus 20 Grad sind es nur noch etwa 50 Prozent. Bei alten und ohnehin schwachen Starterbatterien reicht das dann mitunter nicht mehr, um den Motor anzulassen – und auf müdes Orgeln folgt häufig der frühzeitige Batterie-Tod. Tipps wie "bei Frost vor dem ersten Startversuch die Beleuchtung einschalten, um die Batterie vorzuwärmen" oder "eine Zündkerze herausschrauben, um die Motorkompression zu verringern" gehören ins Reich der Legenden und taugen nichts. Sie verschlimmern die Situation allenfalls. Besser und erfolgreicher ist es, das Auto oder nur die Batterie im Warmen abzustellen. Wenn das nicht möglich ist, reicht oft auch eine Temperaturzufuhr per heißer Wärmflasche. Es kann genügen, diese zehn Minuten vor dem Motorstart auf die Batterie zu legen, um den Startvorgang erfolgreich "anzuheizen". Bei erfolglosen Startvorgängen ist es sinnvoll, nach spätestens zehn Sekunden abzubrechen, der Batterie Ruhe zu geben und den Vorgang nach einer halben Minute zu wiederholen. Mit den Pflege-Tipps der AUTO ZEITUNG hingegen kommt die Batterie unbeschadet durch den Winter. Mehr zum Thema: Autobatterie wechseln

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Autobatterie im Winter: Tipps zur Pflege

Damit es im Winter erst gar nicht zu Problemen mit der Autobatterie kommt, können Autofahrer mit einigen Tipps zur Pflege vorsorgen. Wichtig ist – gerade bei kalten Außentemperaturen – den Blei-Säure-Akku möglichst in einem guten Ladezustand zu halten. Wird das Auto hauptsächlich im Kurzstreckenverkehr benutzt und muss es häufige Kaltstarts über sich ergehen lassen, dann empfiehlt es sich, die Kapazität des Stromspeichers testen zu lassen und gegebenenfalls mit Hilfe eines Ladegerätes an der 230-Volt-Steckdose nachzuladen. Es gibt inzwischen Geräte, die eine sogenannte Erhaltungsfunktion haben und sich über eine Batterie-Schnell-Kupplung oder den Zigarettenanzünder anschließen lassen. Bei letzterem ist allerdings zu überprüfen, ob sie auch bei abgeschalteter Zündung funktioniert. Bei vielen Neufahrzeugen ist dies nicht der Fall. Darüber hinaus empfiehlt es sich, das Gehäuse und die Pole der Autobatterie regelmäßig mit einem antistatischen Tuch zu säubern. So wird verhindert, dass Feuchtigkeit und Schmutz für schleichenden Stromverlust sorgen. Daher lohnt es sich auch, den Sitz der Polklemmen zu überprüfen und bei Bedarf die Muttern nachzuziehen. Bei älteren Autobatterien mit Kontroll- oder Befüllöffnung sollte zudem darauf geachtet werden, dass der die Kammern mit ausreichend Flüssigkeit gefüllt sind. Ist das nicht der Fall, muss destilliertes Wasser nachgefüllt werden. Und: Um die Autobatterie im Winter vor Schäden zu schützen, sollten Verbraucher wie Gebläse, Radio, Sitzheizung und Co. nicht direkt nach dem Start voll aufgedreht werden.  Mehr zum Thema: Klimaanlage im Winter richtig nutzen

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