Vorstellung

Ohne XXL-Breitbau: Mansory RS Q8 verpackt 780 PS dezent

Mansory ist eigentlich bekannt für carbonschwangeres Extremtuning, das – gelinde gesagt – polarisiert. Der Umbau des Audi RS Q8 gerät hingegen fast schon diskret.

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Audi RS Q8 von Mansory; stehend und von schräg vorne fotografiert.
Audi RS Q8 von Mansory Foto: Mansory

Die Mansory-Anbauteile sind nicht viel extremer als ein Serien-RS Q8, aber sie sind komplett aus Carbon, wahlweise glossy lackiert oder matt glänzend.

Audi RS Q8 von Mansory; stehend und von schräg hinten fotografiert.
Audi RS Q8 von Mansory Foto: Mansory

Mansory hat ein offenes Ohr für Kundenwünsche. Der Auspuff pustet vierflutig an den Seiten oder auch in der Mitte, je nach dem, was das Herz begehrt.

Audi RS Q8 von Mansory; stehend und von schräg vorne fotografiert.
Audi RS Q8 von Mansory Foto: Mansory

Hinter dem Grill wirkt der bekannte Vierliter-V8, hier auf 780 PS (574 kW) erstarkt.

Eine Alufelge, die für den Audi RS Q8 von Mansory verfügbar ist.
Audi RS Q8 von Mansory Foto: Mansory

Mansory hält ein halbes Dutzend Felgendesigns in den Formaten 23 und 24 Zoll bereit.

Der Innenraum vom Audi RS Q8 von Mansory mit Blick auf den Startknopf im Dachhimmel.
Mansory Audi RS Q8 Foto: Mansory

Der Startknopf wurde in nach bester Fliegermanier in den Dachhimmel integriert.

Der Audi Q8 ist für sich genommen schon ein imposanter Brocken. Und auch serienbelassen treibt die Topversion RS Q8 so manchem SUV-Gegner den Blutdruck in den roten Bereich. Wenn dann noch ein notorischer Hardcore-Tuner wie Mansory Hand an den Ingolstädter legt, scheint der Clash der Zivilisationen programmiert.

Pustekuchen! Entgegen seiner Gewohnheit hat der Oberpfälzer PS-Potentat die Hecktüren weder hinten, noch oben oder unten angeschlagen. Auch das Breitenwachstum bleibt moderat, und der Audi ist weiterhin als solcher zu erkennen.

Die zahlreichen Anbauteile aus Carbon in der Spezifikation T200 könnten auch dem Individualisierungsprogramm Audi Exclusive entstammen und fallen deutlich dezenter aus als etwa beim RS Q8 des Konkurrenten Keyvany. Dank der üppigen Ausmaße der Radhäuser fällt kaum auf, dass darin bis zu 24 (!) Zoll große Alufelgen rotieren.Einzig die frischluftfreudige Motorhaube, auf Wunsch mit breitem Rallystreifen lackiert, zeigt sich ein bisschen kriegerischer.

Der Audi Q8 e-tron Dakar im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Der Audi RS Q8 von Extrem-Tuner Mansory stemmt 780 PS

Apropos Motorhaube: Auch darunter versteckt sich Carbon – nämlich auf der Motorabdeckung. Vor allem aber hat Mansory sich die Innereien des Audi-V8 zur Brust genommen. Der Ansaugtrakt, die Elektronik und der Auspuff wurden kräftig modifiziert. Der Vierliter-Turbo produziert nach der Kur satte 780 PS (574 kW) und 1000 Nm Drehmoment anstelle der serienmäßigen 600 PS (441 kW) und 800 Nm.

Genug, um den Sprint auf 100 km/h in 3,3 s hinter sich zu bringen, eine halbe Sekunde schneller als die Serie. Auch auf der Autobahn lässt sich der gepimpte Audi RS Q8 nicht lumpen. Erst bei 320 km/h findet sein Beschleunigungsdrang ein Ende. Einer Boeing 747-400 reicht das bequem zum Abheben. Der Mansory RS Q8 soll jedoch dank seiner Spoiler und des großen Diffusors auch bei hohen Tempi brav auf dem Boden bleiben.

Mansory übt sich in Zurückhaltung – außen wie innen

Auch im Innenraum übt sich Mansory untypischerweise in Zurückhaltung. Je nach Kundenwunsch schmückt sich der Audi RS Q8 mit Carbon auf Lenkradkranz, Armaturenbrett, Schaltpaddels und Automatik-Wählhebel. Das bleibt aber trotzdem dezent. Der in den Dachhimmel integrierte Startknopf geht da schon als Extravaganz durch. Das Mansory-Logo kann sich auch auf gesteppten Ledersitzen, Teppichen und sogar auf der Kofferraummatte wiederfinden. Anders als bei seinen meisten anderen Schöpfungen hat Mansory aus dem RS Q8 jedoch keine Grellness-Oase gemacht.

Interessant bleibt zu beobachten, wie sich dieser dezente Ansatz von Mansory in der Tuning-Welt behauptet. Während die Marke sonst für ihre auffälligen und polarisierenden Designs bekannt ist, zeigt der RS Q8, dass auch Zurückhaltung und Eleganz ihren Platz in Mansorys Portfolio haben. Ein klarer Beweis dafür, dass weniger manchmal mehr sein kann.