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Geht auch ganz einfach:

A6/5er/G80/XF/S90: Vergleichstest Neuer G80 stellt sich dem Fünfkampf in der Oberklasse

Markus Schönfeld 23.12.2021
Inhalt
  1. Audi A6, BMW 5er, Genesis G80, Jaguar XF & Volvo S90 im Vergleichstest
  2. Fahrkomfort: Feinfühliges Adaptiv-Fahrwerk im BMW 5er
  3. Motor/Getriebe: Hubraumplus beim Genesis G80
  4. Fahrdynamik: Narrensicherer Audi A6
  5. Umwelt/Kosten: Höchste Anschaffungskosten für den Volvo S90
  6. Messwerte & Technische Daten Audi A6 45 TFSI quattro, BMW 530i xDrive, Genesis G80 2.5 T AWD, Jaguar XF P 300 AWD & Volvo S90 B6 AWD

Als Alternative im Oberhaus will der neue Genesis G80 die gefestigte Business-Elite unter Druck setzen. Dazu rollt er selbstbewusst zum Vergleichstest gegen Audi A6, BMW 5er, Jaguar XF und Volvo S90 an.

Gesamtbewertung (max. Punkte)Audi A6
45 TFSI quattro
BMW 530i
xDrive
Karosserie (1000)670693
Fahrkomfort (1000)782806
Motor/Getriebe (1000)674690
Fahrdynamik (1000)746702
Eigenschaftswertung (4000)28722891
Kosten/Umwelt (1000)253248
Gesamtwertung (5000)31253139
Platzierung21
Gesamtbewertung (max. Punkte)Genesis G80
2.5 T AWD
Jaguar XF
P300 AWD
Volvo S90
B6 AWD
Karosserie (1000)647623666
Fahrkomfort (1000)775726751
Motor/Getriebe (1000)662635623
Fahrdynamik (1000)732703710
Eigenschaftswertung (4000)281626872750
Kosten/Umwelt (1000)253228232
Gesamtwertung (5000)306929152982
Platzierung354

Etablierte Oberklasse-Limousinen wie Audi A6, BMW 5er, Jaguar XF und Volvo S90 bekommen in diesem Vergleichstest Konkurrenz vom Genesis G80. Doch ist der noble Asiate den hiesigen Limousinen gewachsen? Es ist ja nicht so, als hätte die Oberklasse wenig zu bieten. Da wären zunächst die etablierten deutschen Dauerbrenner, die mit jeder erdenklichen Ausstattung oder Antriebsart millionenfach konfiguriert werden. Dazu gesellen sich traditionell Alternativen von Jaguar, Lexus oder Volvo. Auch sie lassen sich ganz individuell auf die Ansprüche konfigurieren – vom pragmatischen Kilometerfresser bis hin zum sportlichen Luxussportler. Und ausgerechnet in dieses anspruchsvolle Segment markentreuer und zahlungskräftiger Kundschaft platziert Hyundais neue Premium-Marke Genesis nun ein komplett neues Modell, das nicht einmal den Anschein von Zurückhaltung aufkommen lässt. Der G80 ist eine riesige, coupéhafte Gestalt auf Rädern mit mächtigem Grill und mehr als drei Meter Radstand, die hier und da ganz bewusst optische Reminiszenzen an Bentley, Maybach oder Aston Martin versteckt. Mehr Schein als Sein könnte man nun munkeln. Doch tatsächlich beeindruckt der Koreaner auch im Inneren und sogar in puncto Fahren. Was das für die althergebrachte Elite bedeutet, klärt der Vergleichstest mit kräftig aufgeladenen Vierzylinder-Benzinern und Allradantrieb. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der Genesis G80 (2020) im Video:
 

 
 

Audi A6, BMW 5er, Genesis G80, Jaguar XF & Volvo S90 im Vergleichstest

Die erste Kampfansage macht der Genesis G80 bereits im Stand. Er überragt nämlich mit fünf Meter Außenlänge die Konkurrenten und baut mit 1,93 Metern Breite nicht gerade schmal. Man spürt das auch im Innenraum. Vor allem nach dem Öffnen der hinteren Türen eröffnet der Koreaner richtig viel Platz. Weder vor den Knien noch über den Köpfen ist hier irgendein Konkurrent so opulent. Zwar kommen zwei bis drei Erwachsene auch im Fond des BMW 5er, Audi A6 oder Volvo S90 unter. Doch im Vergleichstest geht nur der Genesis als Chauffeurslimousine durch. Auch die Verarbeitung kann sich sehen lassen. Ein Qualitätsunterschied zur etablierten Premium-Konkurrenz ist weder bei der Ledergüte noch bei der Einpassung von Kunststoffen zu erkennen. Hier sticht nur die Oberklasse-Referenz von BMW mit einer flauschigen Sattheit knapp heraus. Das Platzangebot im Kofferraum des Genesis ist mit 424 Litern dafür eher mäßig. Und umklappen lassen sich die Rücksitze lediglich mit dem Executive-Paket (4310 Euro). Dazu fehlt dem Koreaner auch die Freigabe für den Anhängerbetrieb – was ihn einige Wertungspunkte im Kapitel kostet. Das zweite Importauto – der Jaguar XF – ist dagegen vorn wie hinten deutlich enger geschnitten. Dass er konzeptionell schon sechs Jahre alt ist, merkt man auch beim Blick auf die Sicherheitsausstattung. Immerhin bieten die Engländer für alle Ausstattungslinien ein Fahrassistenzpaket mit einigen autonomen Fahrfunktionen an. Doch modernste Helfer wie aktiver Totwinkel-Assistent oder intelligente Spurverfolgung – beides beim Genesis G80 serienmäßig – sucht man in der Preisliste vergebens. Dafür gefällt die Bedienung des jüngst überarbeiteten Engländers. Sein Touchscreen ist nicht nur größer geworden, er setzt sich auch etwas vom Armaturenbrett ab. Auflösung, grafische Darstellung vor allem bei der Karte und Geschwindigkeit des Systems sind top. Gleiches gilt für das pegelfeste Meridian-Soundsystem. Überhaupt protzt die gesamte Oberklasse mittlerweile mit optionalem High-End-Hi-Fi/-Surround, das Unbedarfte schon mal aus dem Sattel haut. Der Audi A6 setzt dafür auf die Kraft von Bang & Olufsen, BMW traditionell auf Harman Kardon und der Volvo S90 auf eine kaum zu übertreffende 1460 Watt starke Anlage von Bowers & Wilkins mit insgesamt 19 Lautsprechern. Für 4050 Euro extra ist dieses Konzertsaal-Erlebnis sicher kein Schnäppchen. Wer es allerdings einmal gehört hat, wird beim geräumigen Schweden kaum wieder davon loskommen. An das neue Google-Infotainment im Volvo muss man sich allerdings erst gewöhnen. Das aufrechte Bildschirmformat hat sich mit dem Update zwar nicht geändert, die Bedienung im Vergleich zur alten Sensus-Version hingegen deutlich. Nicht viel einfacher lassen sich die Infotainment-Funktionen und vor allem die Klimaeinstellung im Audi A6 steuern. Die tiefe Position des Touchscreens und die fehlende haptische Rückmeldung eines echten Knopfes lenken bei der Fahrt ab. Wie es besser geht, zeigen BMW 5er und Genesis G80.

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Fahrkomfort: Feinfühliges Adaptiv-Fahrwerk im BMW 5er

Die Business-Klasse macht ihrem Namen vor allem beim Fahrkomfort alle Ehre. Lange Reisestrecken sind nämlich in allen fünf Kandidaten in diesem Vergleichstest ein echtes Vergnügen. Das liegt vor allem am guten Sitzkomfort, an der durchweg auf komfortabel getrimmten Fahrwerksauslegung und den vielen Luxusextras, mit denen die Testwagen ausgestattet sind. Dennoch sticht auch in dieser Disziplin der BMW 5er als klarer Maßstab hervor. Allein die anschmiegsamen und vielfach elektrisch einstellbaren Komfortsitze (2300 Euro) sind ein absolutes Highlight. Hinzu kommt das extrem feinfühlig ausgelegte Adaptiv-Fahrwerk, das für 1200 Euro unbedingt ins Auto gehört. Selbst mit höchster Beladung – und der 5er-Testwagen verträgt fast 600 Kilogramm – sind die Federreserven damit immens. Obendrein bleibt der Aufbau sogar auf schlechtesten Pisten unbeeindruckt ruhig. Da kommt der fast zwei Tonnen schwere Genesis G80 bei deutlich geringeren Störeinflüssen aus der Ruhe, denn vor allem über die Hinterachse dringen hier Impulse durch Kanten oder Bahnschienen zu den Insassen durch. Bei einseitigen Anregungen, etwa durch Gullydeckel, neigt zudem das Heck zum seitlichen Tänzeln. Hier wirkt die Abstimmung von Vorder- und Hinterachse im Audi A6 deutlich harmonischer. Auch wenn sein Aufbau auf unebenen Pisten stärker in Bewegung kommt, überzeugt der Ingolstädter doch mit sehr sanftem Abrollen. Und das, obwohl er wie Genesis G80 und Volvo S90 auf optionalen 20-Zöllern fährt. Apropos Volvo: Federn und Dämpfer arbeiten im Schweden selbst auf schlechten Pisten wirkungsvoll und solide. Dadurch gibt sich die 4,97-Meter-Limousine vor allem im Vergleich mit dem etwas hölzernen Jaguar XF sehr souverän. An die Spitze der Oberklasse federt sich der Volvo S90 aber auch mit der optionalen und vergleichsweise teuren Hinterachs-Luftfederung mit Niveauregulierung und adaptiven Dämpfern (2190 Euro) nicht heran. Erwähnen sollte man neben der sehr bequemen Rückbank im Genesis G80 auch noch die sehr angenehmen Volvo-Sitzbezüge (Tailored Wool Sportsitze: 1250 Euro). Sie bestehen zu 30 Prozent aus Wolle, zu 70 Prozent aus recyceltem Polyester und sind eine hochwertige, gemütlichere Alternative zum glatten Leder.

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Motor/Getriebe: Hubraumplus beim Genesis G80

Turbo-Vierzylinder-Benziner sind längst auch im Oberhaus angekommen. Und das sogar mit Allradantrieb, bis zu 304 PS und sehr sportlichen Fahrleistungen. Alle Kandidaten – bis auf den Volvo-typisch auf Tempo 180 begrenzten Volvo S90 – werden so auf der freien Autobahn bis zu 250 km/h schnell. Dazu gibt es Beschleunigungswerte von gut sechs Sekunden, die früher deutlich sportlicheren Autos vorbehalten waren. Setzen AUDI A6 45 TFSI quattro, BMW 530i xDrive, Jaguar XF P300 AWD und Volvo S90 B6 AWD dabei auf zwei Liter Hubraum, gönnt man dem Genesis G80 2.5 T AWD einen halben Liter mehr. Und tatsächlich spürt man das Hubraumplus nicht nur beim Drehmomentverlauf (bis zu 422 Newtonmeter), sondern schon beim Anfahrkomfort. Die sanfte Abstimmung der Achtstufen-Automatik ist jedenfalls sehr gut gelungen und passt optimal zum großen Koreaner, der damit einen rundum oberklassewürdigen Antriebskomfort liefert. Dennoch kann der Genesis im Sportmodus auch ganz anders. Dann nämlich wird ein V8-ähnlicher Motorsound simuliert, der sehr gut zu den gebotenen Fahrleistungen passt. Bei höheren Drehzahlen kann das allerdings – wie auch in Audi, Jaguar oder Volvo – akustisch etwas angestrengt wirken. In dieser Disziplin des Vergleichstests klingt nur der BMW-Motor wirklich kernig. Ab 4000 Touren arbeitet er sich sägend wie ein drehfreudiges Rennaggregat zu den oberen Tonlagen hinauf. Doch eigentlich steht auch dem komfortorientierten BMW 530i xDrive die ruhige Tonart viel besser, zumal er sich im Eco-Pro-Modus beim Spritkonsum vornehm zurückhält. Nur 8,6 Liter auf 100 Kilometern stehen nach der Normrunde der AUTO ZEITUNG im Protokoll. Das ist sogar noch etwas weniger als bei den ebenfalls knausrigen Widersachern Audi A6 45 TFSI quattro oder Volvo S90 B6 AWD. Diese sind ebenfalls mit Mild-Hybrid-Unterstützung ausgerüstet (Audi: 12 Volt, BMW und Volvo: 48 Volt). Die Abstimmung des Start-Stopp-Systems wirkt im Fünfer hin und wieder aber etwas überambitioniert, schaltet es beim Heranrollen an Ampeln den Verbrenner doch sehr früh ab. Will man dann bei spontanem Grün wieder beschleunigen, kann das zu kleinen Rucklern im Antrieb führen. Das fällt aber nur deshalb auf, weil der BMW-Antrieb ansonsten mustergültig geschmeidig und effizient abgestimmt ist. Genesis G80 2.5 T AWD und Jaguar XF P300 AWD sind derweil im Alltag deutlich durstiger. Hier muss man mit gut neun respektive zehn Litern pro 100 Kilometer rechnen. Auch reicht die Laufkultur der selbstentwickelten Vierzylinder von Hyundai, Jaguar oder Volvo nicht an die der deutschen Pendants von Audi und BMW heran. An das verhältnismäßig kleine Tankvolumen im S90 (60 Liter) werden sich Volvo-Fahrende schnell gewöhnen, dennoch kostet es Punkte bei der Reichweite.

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Fahrdynamik: Narrensicherer Audi A6

Trotz durchweg hoher Leergewichte zwischen 1767 Kilogramm (BMW 5er) und 1913 Kilogramm (Volvo S90) reichen die aufgeladenen Turbobenziner locker für sportlich ambitioniertes Kurvenräubern. Fahrmodusschalter auf dynamisch gestellt, schon schärfen sich Allradantrieb, Lenkung, Gasannahme und Getriebesteuerung bei allen spürbar. Der Genesis G80 beeindruckt zunächst durch hohe Kurvengeschwindigkeiten und gute Rückmeldungen über Lenkung und Fahrwerk. Das Bremsgefühl unter voller Last könnte aber besser sein, auch wenn die Bremsperformance stimmt. Und nach spitzen Kehren muss sich die Elektronik erst kurz sortieren, bevor sie wieder den vollen Punch des Motors freisetzt. Dann sind Traktion und Schub aber reichlich vorhanden – auch wegen der üppig dimensionierten 20-Zoll-Sportbereifung (275 Millimeter Breite hinten). Am Ende des abgesperrten Rundkurses muss sich der koreanische Riese nur dem wieselflinken Audi A6 geschlagen geben, der hier sehr leichtfüßig und behände um den Kurs jagt. Wie gewohnt erledigt der Audi die Dynamikprüfung regelrecht unspektakulär, ja fast spaßbefreit. Narrensicher, schnell und stets zu Topbremsungen bereit ist er dafür allemal – klarer Kapitelsieg. Etwas emotionaler, wenn auch nicht ganz so schnell meistert der Jaguar XF die Dynamikprüfung. Der Grenzbereich kündigt sich in Kurven sanft an, bevor die englische Raubkatze dann leicht kontrollierbar mit dem Heck nach außen drängt. Auf diese Art wird der Brite immerhin Drittschnellster auf dem Rundkurs. Der BMW 5er, der für diesen Vergleichstest durch Fahrwerk und Reifen voll auf Komfort getrimmt ist, kann auf dem abgesperrten Rundkurs hingegen nicht überzeugen. Nach wie vor ist er zwar sehr fahraktiv, das Grip- und Seitenführungsniveau ist aber niedriger als bei allen Mitstreitern. Mit ganz abgestelltem DSC (ESP) haben versierte Fahrende zwar ihren Spaß, ganz ungefährlich sind die Lastwechselreaktionen aber nicht. Dass der Volvo S90 hier keine bessere Zeit einfährt, liegt lediglich daran, dass er bei höheren Geschwindigkeiten etwas den Anschluss an die anderen verliert. Fahrdynamische Manöver meistert aber auch der spurstabile Schwede mit Bravour und Sicherheit.

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Umwelt/Kosten: Höchste Anschaffungskosten für den Volvo S90

Dafür muss man sich beim Blick auf die skandinavisch geprägte Preisliste verwundert die Augen reiben. Der 300 PS starke Volvo S90 B6 AWD ist nämlich mit Abstand der Teuerste in diesem Quintett aus Premium-Angeboten. Immerhin ist für mindestens 64.950 Euro schon die Ausstattungslinie Inscription an Bord, die aber neben komfortableren Sitzen und der Ambientebeleuchtung kaum Highlights zu bieten hat. Zwischen dem Volvo S90 und dem Jaguar XF P300 AWD – Zweitteuerster im Vergleichstest – liegen so fast 6000 Euro. In testrelevanter Ausstattung (Volvo: 70.180 Euro) trennen beide sogar 9000 Euro. Die Koreaner:innen bieten den 304 PS starken Genesis G80 2.5 T AWD indes schon für 51.700 Euro an. Und dafür ist der Koreaner im Prinzip schon fast voll ausgestattet. Es bleiben nur einige Pakete, die nach der etwas teureren "Variante Luxus" verlangen. Doch selbst die ist mit 57.600 Euro gerade so teuer wie die 265 und 252 PS starken Basismodelle von Audi A6 45 TFSI quattro und BMW 530i. Dass bei Audi zu diesem Kurs weder eine Einparkhilfe hinten, noch die Smartphone-Integration via Apple Car-Play oder Android Auto an Bord ist, wirkt nicht mehr zeitgemäß.

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Messwerte & Technische Daten Audi A6 45 TFSI quattro, BMW 530i xDrive, Genesis G80 2.5 T AWD, Jaguar XF P 300 AWD & Volvo S90 B6 AWD

AUTO ZEITUNG 26/2021Audi A6
45 TFSI quattro
BMW 530i
xDrive
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.R4/4; Turbo,
12V-Mild-Hybrid
R4/4; Turbo,
48V-Mild-Hybrid
Hubraum1984 cm³1998 cm³
Leistung195 kW/265 PS
5250 - 6500 /min
185 kW/252 PS
5200 - 6500 /min
Max. Drehmoment370 Nm,
1600 - 4300 /min
350 Nm,
1450 - 4800 /min
Getriebe/Antrieb7-Gang,
Doppelkupplung /Allrad
8-Stufen-Automatik /
Allrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1705/1821 kg1745/1767 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test)6,5 s6,0 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)250 km/h250 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,8/34,0 m36,5/35,8 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP)8,7/7,5 l S8,6/6,8 l S
CO2-Ausstoß (Test/WLTP)207/179 g/km205/163 g/km
Preise
Grundpreis57.390 €58.300 €
Testwagenpreis61.670 €64.900 €
AUTO ZEITUNG 26/2021Genesis G80
2.5 T AWD
Jaguar XF
P300 AWD
Volvo S90 B6 AWD
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.R4/4; TurboR4/4; TurboR4/4; Turbo,
E-Kompr-. 48V-M
Hubraum2497 cm³1997 cm³1969 cm³
Leistung224 kW/304 PS
5800 /min
221 kW/300 PS
5500 /min
220 kW/300 PS
5400 /min
Max. Drehmoment422 Nm,
1650 - 4000 /min
400 Nm,
1500 - 4500 /min
400 Nm,
2200 - 4100 /min
Getriebe/Antrieb8-Stufen-Automatik /
Allrad
8-Stufen-Automatik /
Allrad
8-Stufen-Automatik /
Allrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1855/1910 kg1819/1841 kg1837/1913 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test)6,2 s6,3 s6,5 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)250 km/h250 km/h180 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,6/34,8 m36,9/35,2 m35,1/35,1 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP)9,3/8,8 l S10,4/8,5 l S8,8/7,6 l S
CO2-Ausstoß (Test/WLTP)221/209 g/km248/202 g/km209/181 g/km
Preise
Grundpreis51.700 €59.100 €64.950 €
Testwagenpreis60.150 €61.090 €70.180 €

Markus Schönfeld Markus Schönfeld
Unser Fazit

Dass der komplett neue Genesis G80 auf Anhieb ein Wörtchen in der Oberklasse mitredet, ist schon eine Sensation. Ebenso wie sein stattlicher Auftritt. Den Balanceakt zwischen Raumangebot, Komfort und Fahrdynamik meistert er gut. Und der Preis macht ihn extrem attraktiv – dritter Platz für den Koreaner. Der zweitplatzierte Audi A6 gefällt eher durch seine leichtfüßige Dynamik und den effizienterem Antrieb. Dennoch muss der Ingolstädter die Referenz in der Oberklasse, den BMW 5er, weiterhin anerkennen. Er setzt nicht nur den Maßstab bei Qualität und Verarbeitung, sondern auch im Fahrkomfort. Nur fahrdynamisch muss er dadurch kleine Abstriche machen. Dafür zeigt sich die Antriebseinheit des 530i als mustergültig effizient und sportlich. Dass der Volvo S90 in diesem starken Quintett Vierter wird, liegt an seinem hohen Preis und der reduzierten Höchstgeschwindigkeit (180 km/h). Bei Raumangebot und Komfort liegt er aber klar vor dem Jaguar XF, dem hier trotz sympathischen Auftritts nur der fünfte Platz im Vergleichstest bleibt.

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