Paukenschlag aus China: Das ist der Xpeng L03
Mit dem Xpeng L03 nimmt der chinesische Hersteller den europäischen Markt ins Visier und zielt auf Tesla Model Y und VW ID.4. Neben dem Knallerpreis von 35.600 Euro sorgt auch die technische Ausstattung für hochgezogene Augenbrauen. Eine kurze Übersicht!
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Im Rahmen des Xpeng-Brand-Days in München haben die Chines:innen ein neues SUV-Modell präsentiert, das sich unterhalb der hier bereits verfügbaren Modelle G6 und G9 ansiedelt. Der Xpeng L03 fährt als elektrisches Kompakt-SUV mit Fließheck vor und zielt auf die Mitbewerber wie Skoda Enyaq, VW ID.4 und Tesla Model Y. Spannend ist, dass der L03 schon zur Präsentation für Furore sorgt, denn sein Basispreis von 35.600 Euro ist mit Blick auf die technischen Daten eine echte Kampfansage!
Der Xpeng G6 im Video

Xpeng L03: Drei Antriebsoptionen zum Modellstart
Mit der Präsentation des Xpeng L03 am 16. Juli 2026 ist das SUV-Coupé auch gleich im Konfigurator bestellbar. Zum Marktstart bietet Xpeng drei Antriebsoptionen an: Standard Range, Long Range und Performance.
Als Standard Range kommt der L03 mit einem 180 kW (245 PS) starken Elektromotor, der die Hinterachse antreibt. Dank einer 58,3 kWh großen Batterie sollen so Reichweiten von bis zu 445 km möglich sein – bei einer Ladeleistung von bis zu 193 kW. Der Long Range ab 38.600 Euro setzt auf denselben Antrieb, erhält aber eine deutlich größere Batterie (71,2 kWh), wodurch die Reichweite auf bis zu 520 km ansteigt. Spannend: Neben der Reichweite steigt auch die Ladeleistung auf 236 kW an, was für ein Elektroauto mit 400 V-Architektur ein beachtlicher Wert ist – so manche 800 V-Boliden sind da nur unweit schneller und kosten deutlich mehr. Den Ladehub von 20 auf 80 Prozent SOC gibt Xpeng mit rund 18 min an.
Auch der Xpeng L03 Performance setzt auf die größere Batterie, darf aber mit einem zweiten E-Motor vorfahren, der die Vorderachse antreibt. Systemleistung: 285 kW (388 PS). Dadurch wird der Performance zum Allradler. Aufgrund zweier E-Motoren sinkt die maximale Reichweite auf 440 km. Der Kampfpreis des Allradlers liegt bei 41.600 Euro (Alle Preise: Stand Juli 2026).
Mit einigen Monaten Verzögerung kommt noch 2026 eine L03-Variante mit Range-Extender. Hier dient ein 1,5-l-Benziner als integrierte Energiequelle, die die Batterie bei Bedarf während der Fahrt mit Energie versorgt. Der Antrieb bleibt hier aber rein elektrisch. Kombiniert sollen so Reichweiten von über 1000 km mit vollem Tank und geladener Batterie möglich sein.
Der Xpeng L03 ist seiner Konkurrenz preislich überlegen
Um sich die Tragweite der technischen Daten bewusst zu werden, reicht ein Blick auf das Konkurrenzfeld: Der VW ID.4 etwa kostet in seiner jetzigen Basis 40.580 Euro und leistet 140 kW (190 PS) bei einer Reichweite von 436 km. Gleicht man die Leistung zum Xpeng an, gelangt man mit dem 210 KW (286 PS) starken ID.4 Pro auf einen Basispreis von 46.825 Euro.
Das Tesla Model Y steigt bei 39.990 Euro ein, die stärkeren Modelle schießen dann aber allesamt auf über 50.000 Euro – als Allradler ist er dann auch deutlich stärker als das L03-Topmodell. Die Konkurrenz des Xpeng L03 ist bei vergleichbarer Leistung deutlich teurer.
Assistenz-Arsenal mit KI-Integration
Unter dem Begriff „XPilot“ bündelt der Hersteller sein Assistenzsystem-Paket, was neben einem Notbrems-, Totwinkel- und Spurwechselassistent auch einen zum Querverkehrs- und Türöffnenwarner umfasst. Als Xpeng L03 Performance Ultra (ab 46.600 Euro) mit nochmals mehr Assistenten vor, die teils KI-gesteuert agieren. Möglich macht das der selbst entwickelte „Turing“ AI Chip, der eine KI-Rechenleistung von bis zu 750 Tera-Operationen (750 Billionen Operationen) pro Sekunde (TOPS) leistet. Dann ist auch ein autonomes Fahren auf Stufe 2+ in Deutschland möglich – auf anderen Märkten sogar noch mehr.
Das Design ist außen wie Innen sachlich gehalten
Design ist bekanntlich Geschmackssache. Beim Xpeng L03 halten wir aber den Begriff „sachlich“ für treffend. Die Karosserie kommt fast ohne Verwerfungen aus. Die Lufteinlässe und der Diffusor halten sich optisch sehr zurück. Dank der geschwungenen Dachform kommt der Xpeng L03 auf einen niedrigen cW-Wert von 0,228.
Auch innen setzt Xpeng auf eine funktionale Optik. Die Armaturen prägt ein 15,6 Zoll großes Infotainmentdisplay, das von einem 8,9 Zoll-Kombiinstrument hinter dem Lenkrad unterstützt wird. Zusätzlich steht ein 26,8 Zoll großes Head-up-Display zur Auswahl. Die Soft-Touch-Oberflächen fühlen sich bei der ersten Sitzprobe wertig an, das Ambientelicht ist nicht zu aufdringlich – das ist aber nur ein subjektiver Eindruck.
Der Kofferraum fasst 367 l, mit dem Umklappen der zweiten Sitzreihe (Verhältnis 40:20:40) lässt sich der Stauraum nochmals vergrößern. Neben dem 89 l fassenden Frunk gibt es zudem unter der hinteren Sitzreihe noch eine 10 l fassende Schublade.
Fazit
Der Xpeng L03 ist eine Kampfansage an seine Konkurrenz und kommt mit einem Knaller-Einstiegspreis bei üppiger Ausstattung. Daran werden VW & Co. ordentlich zu knabbern.













