Cupra Formentor/Porsche Macan/Jaguar E-Pace: Vergleich Cupra Formentor greift Macan & Co. an

von Paul Englert 22.05.2019

Mit dem Cupra Formentor bringt Seats Sportmarke einen dynamischen, bis zu 300 PS starken Crossover, der Porsche Macan, Jaguar E-Pace, BMW X2 und Audi SQ2 angreifen soll. Erster Vergleich!

Der neue Cupra Formentor wird ein Dynamiker mit bis zu 300 PS – das steht fest. Und weil wir vermuten, dass das kompakt bauende Crossover-SUV mit diesem Antrieb ein gutes Leistungs-/Gewichtsverhältnis haben wird, ist es wie gemacht für einen Vergleich mit den sportlichen SUV-Wettbewerbern Porsche Macan S (354 PS), Jaguar E-Pace P300 (300 PS), Audi SQ2 (300 PS) und BMW X2 M35i (306 PS). Der Cupra Formentor basiert auf dem größeren Cupra Ateca, wird als Studie auf dem Autosalon in Genf 2019 stehen und soll 2020 in Serie gehen. Unter der schnittigen Karosserie der Studie steckt Plug-in-Hybrid-Technik mit einer Systemleistung von 245 PS. Laut Hersteller soll der Cupra Formentor 50 Kilometer rein elektrisch fahren können (nach WLTP-Zyklus). Die Kraftübertragung übernimmt ein Doppelkupplungsgetriebe, mittels Differenzialsperre, Progressivlenkung und variablem Allradantrieb sollen Dynamik und Fahrvergnügen weiter gesteigert werden. Mehr zum Thema: Der Cupra Ateca im Test

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Der Cupra Ateca im Video:

 
 

300 PS-Vierzylinder-Turbo im Cupra Formentor gegen aufgeladenen V6 mit 354 PS

Im Gegensatz zum Porsche Macan S, der mit aufgeladenem Sechszylinder-Aggregat antritt, wird der Cupra Formentor in seiner Topversion bloß vier Zylinder haben. Doch damit ist er nicht alleine. Auch der 300 PS starke Jaguar E-Pace P300, der Audi SQ2 und der BMW X2 M35i haben Maschinen mit vier Zylindern in Reihe sowie Turbolader unter den Fronthauben – der X2 ist übrigens derzeit das einzige BMW-Modell mit Vierzylindern und M-Abzeichen. Weiterer großer Unterschied zwischen Formentor und Macan S, der eines der dynamischsten SUV im Kompakt- und Mittelklassesegment ist: Das Gewicht. Der Porsche kommt auf über 1,9 Tonnen Leergewicht, hat dafür aber auch gut 50 PS mehr Leistung. Rund ein Zentner leichter ist der E-Pace P300. Der X2 M35i tritt mit knapp 1700 kg an, der SQ2 spart noch einmal hundert Kilo. Ähnlich leicht vermuten wir auch den Cupra Formentor (2019), sodass sein Dynamik-Potenzial ähnlich hoch sein dürfte, wie das des Audi SQ2.

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Cupra Formentor: Vorteile beim Gewicht & Nachteile beim Platzangebot

Doch wo der Cupra Formentor beim Gewicht Vorteile hat und auf winkligem Terrain vermutlich mit dem Porsche Macan S um die Wette fährt, muss er sich beim Platzangebot wohl hinten anstellen. Durch die coupéartige Karosserieform wird das Platzangebot im Fond wie bei Audi SQ2 oder BMW X2 M35i wohl etwas eingeschränkt sein. Auch das Gepäckabteil wird kleiner ausfallen, als beim Porsche Macan – allerdings ist der Cupra Formentor auch nicht als Packesel konzipiert, sondern als Spaßauto mit praktischen Talenten. Ein Crossover eben.

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Unser Fazit

Schon mit dem 245 PS starken Plug-In-Hybrid-Vernunftantrieb wird das Fahrspaß-Potenzial des neuen Cupra Formentor (2019) groß sein. Doch erst der 300 PS starke Turbobenziner setzt dem kompakten Spanier die Dynamik-Krone auf. Mit dem Top-Antrieb fährt er in einer Liga mit Audi SQ2, BMW X2 M35i sowie Jaguar E-Pace P300 und wird sich auch vom Porsche Macan S bestimmt nicht abschütteln lassen. Nur beim Platzangebot muss man mit dem leichten Formentor Abstriche machen.

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