Erlkönig

Toyota GR GT: Beim Warm-up auf der Nordschleife erwischt

Bevor der Toyota GR GT 2027 zu den Händlern rollt, wärmen zwei Versionen des Nippon-Renners schon einmal auf der Nordschleife des Nürburgrings die Reifen vor.

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Erlkönig des Toyota GR GT, fotografiert von schräg vorne.
Flach, lang, breit, schnell: Der GR GT lässt es ab 2027 am oberen Ende der Toyota-Modellpalette richtig krachen. Foto: SH Proshots
Erlkönig des Toyota GR GT, fotografiert von der Seite.
Dieser Prototyp gleicht dem 2025 vorgestellten Konzept bis aufs Felgendesign. Foto: SH Proshots
Erlkönig des Toyota GR GT, fotografiert von schräg hinten.
Selbst die Heckleuchtengrafik und die vierflutige Auspuffanlage kommen der Studie sehr nahe. Foto: SH Proshots
Erlkönig des Toyota GR GT3, fotografiert von schräg vorne.
Die noch sportlichere Version, wahrscheinlich GT3 genannt, wartet mit Entlüftungsöffnungen oberhalb der vorderen Kotflügel auf. Foto: SH Proshots
Erlkönig des Toyota GR GT3, fotografiert von schräg hinten.
Der gigantische Heckflügel verhilft dem Fahrtwind zum geordneten Absprung. Foto: SH Proshots
Erlkönig des Toyota GR GT3, fotografiert von
Die sportlichere Variante des GR muss wohl ohne Unterstützung eines E-Motors auskommen, was aber wiederum Gewicht spart. Foto: SH Proshots

Toyota GR GT: Gazoo Racing übernimmt die Entwicklung

Jedem Tierchen sein Pläsierchen – mit diesem Motto ist Toyota bislang gut gefahren. Der weltgrößte Autohersteller verdient Milliarden mit Modellen, die dem Mainstream-Kundengeschmack entsprechen, egal ob als Verbrenner, Hybrid oder zunehmend auch elektrisch angetrieben. Am oberen Ende der Modellpalette lassen es die Japaner aber traditionell richtig krachen. So wurde die Entwicklung des künftigen Supersportlers GT der Motorsportabteilung Gazoo Racing anvertraut.

Folgerichtig zeigt schon das Design des künftigen GR GT, wohin die Reise geht. Mit rund 4,80 m Länge fährt Toyota ein großes, aber extrem flaches Kaliber auf, das schon unter 1,20 m hohen Parkhausschranken durchfahren kann. Natürlich muss sich dieses Gerät am Urmeter der Sportwagenstrecken messen lassen, der Nordschleife des Nürburgrings. Genau dort haben wir zwei Prototypen aufgetan, die vor dem Marktstart 2027 noch den letzten Schliff bekommen.

Der Toyota Supra Mk4 im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Trotz Tarnung nahe am Serienstand

Trotz Tarnkleidung offenbart sich, dass die 2025 vorgestellten Konzepte extrem nahe am Serienstand sein dürften. Die zahmere der beiden Varianten, GR GT genannt, gleicht der Studie bis aufs Felgendesign. Auch die beiden doppelflutigen Auspuffendrohre, die aus dem Diffusor lugen, sollen wohl so in Serie kommen.

Am Heck zeigt sich auch der größte Unterschied zum wahrscheinlich GR GT3 genannten Prototyp, der aufgepeppten Variante mit noch mehr Schmackes und Drama. Statt eines riesigen Flügels verhilft beim GT ein vergleichsweise dezenter Spoiler dem Fahrtwind zum geordneten Absprung. Weitere markante Unterschiede: Der „GT3“ entlüftet die vorderen Radhäuser über große Öffnungen oberhalb der Kotflügel, und die Supersportversion schrappt noch näher über den Asphalt als der ohnehin tief liegende GT.

Toyota GR GT3 und GR GT stehen in Studioumgebung nebeneinander.
Die 2025 vorgestellten Konzepte sind optisch offenbar sehr nahe am künftigen Serienstand. Foto: Toyota

Auch technisch dürften sich die beiden Rabauken ähneln, ohne aber Einheitskost zu bieten. Ein 4,0-l-V8 mit Doppelturbo gilt in beiden Fällen als gesetzt. Im pragmatischen GR GT arbeitet er allerdings mit einem E-Motor zusammen, der nahe der Hinterachse eingebaut ist und so die Gewichtsverteilung verbessern und den Verbrauch des Vollhybriden senken soll. Mit seiner radikaleren Auslegung verzichtet der GT3 auf die E-Unterstützung und spart somit Gewicht. In jedem Fall sollen bei beiden Versionen mindestens 650 PS (478 kW) an die hinteren 20-Zöller verschickt werden.

Mit über 650 PS gut für mehr als 300 km/h

Dank großzügiger Verwendung von Aluminium und Carbon soll das Gewicht noch unter 1,8 t betragen. Als Höchstgeschwindigkeit stehen weit mehr als 300 km/h an. Auch die Ausstattungsmerkmale des japanischen Hochkaräters befördern die Speichelbildung: Achtgang-Automatik und Sperrdifferential sind serienmäßig an Bord. Für die Carbon-Keramik-Bremsanlage dürfte ein Aufpreis fällig werden. Ob der angesichts des satt sechsstelligen Grundpreises noch relevant ist, steht auf einem anderen Blatt.